Von Karlsruhe-Durlach nach Hause
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Vor einiger Zeit habe ich schon mal eine Tour von Karlsruhe über das Pfinztal mit einigen Stationen abgeradelt.
Damals habe ich mir gesagt, dass ich wiederkomme und mir Durlach anschaue, denn als ich damals von Karlsruhe kommend durchgefahren bin, hatte ich nicht soviel Zeit mir alles anzuschauen.
Schade, dass die Zeit nun vorbei ist, in der ich morgens um 6:00 Uhr in Richtung Bahnhof fahren konnte und es - wie auch abends - noch hell war.
Vielleicht mache ich aber doch noch eine Tour in dieser Richtung, aber ich fahre nicht gerne bei Dunkelheit mit dem Rad, selbst mit dem Auto mache ich das nicht, denn ich sehe eben nicht so gut, bei Dunkelheit.
Diese Tour war am Anfang in etwa gleich, wie die Touren, die ich schon von Karlsruhe aus geradelt bin hat sich dann aber geteilt.
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Exakt an einem Mittwoch bin ich mit dem MEX nach Karlsruhe-Durlach gefahren und dort in Durlach dann ausgestiegen, um mir die Stadt anzusehen.
Zuletzt bin ich diese Strecke von Karlsruhe über Durlach im September 2023 geradelt.
Immerhin hat es doch drei Jahre gedauert, bis ich so eine Tour von Durlach, aus in Angriff genommen habe.
Durlach mag ja sehr schön sein, aber im Moment ist es eine einzige Baustelle, es ist gruselig. Dazu noch die Autofahrer, die die Radler selbst auf ihren Radspuren nicht akzeptieren und auch hupen. Ich habs ja schon mal geschrieben, die Karlsruher sind neben den Heilbronnern und den Pforzheimern die schlimmsten Autofahrer.
Die fahren so dicht an einem vorbei, dass es nicht so dolle ist. Dabei müssen sie, wenn auch auf der Straße ein Radstreifen ist, ihren Abstand (1,50m) zum Radler einhalten, machen sie aber nicht. Anzeigen bringt nichts, das habe ich inzwischen auch gemerkt, erst muß was passieren. So ist das leider heute.
Falls das nicht möglich ist, müssen sie eben hinter dem Radler fahren.
Machen sie aber nicht und hupen dann auch noch, wenn sie einen gamz dicht überholen.
Ich dachte, der Durlacher Bahnhof ist in Ordnung, die Aufzüge waren auch alle in Ordnung. Nur mußte ich eben auf der anderen Seite raus und da gibt es eine Rampe, die so steil ist, dass man da schon komisch aus der Wäsche guckt.
Aber ich habe ja eine Schiebehilfe und dann klappt das auch. Aber warum man hier nur eine Rampe gebaut hat und keinen Aufzug, das erschließt sich mir nicht.
Die Graffitos an der Unterführung am Bahnhof habe ich mir erspart, die sind schrecklich.
Zuerst bin ich dann zum Rappenbrunnen geradelt, denn den wollte ich schon sehen.
Der Künstler ist Hans Georg Vaupel (1939-2024) ein deutscher Bildhauer.
Der Name nimmt Bezug auf das historische Gasthaus "Zum Rappen" in der Rappenstraße.
Dieses Gebäude ist das Durlacher Torhaus oder auch Durlacher Tor, das sich am östlichen Ende der Fußgängerzone befindet.
Es ist ein denkmalgeschütztes Fachwerkgebäude mit zwei markanten Rundbögen, durch die Fußgänger und der Verkehr die historische Durlacher Altstadt betreten oder verlassen können.
Typisch für das Gebäude sind das wunderschöne Zierfachwerk im Obergeschoss sowie der markante Erker mit einem spitzen Ziegeldach direkt über der Tordurchfahrt.
Wen es stört, dass ich Überlandleitungen, Schilder und dergleichen mehr, nicht retuschiere, dem kann ich nicht helfen, es sieht so aus und das zeige ich auch auf meinen Bildern.
Manchmal ist es schon schlimm, wie die Häuser mit Verkehrszeichen verschandelt werden. Mein Vorschlag autofreie Städte.
Wie auch das letzte Mal war Markt in Durlach und zudem noch eine riesen Baustelle, es ist furchtbar. Zudem noch der umgeleitete Verkehr, das macht keinen Spass.
Ich sags immer noch, das Benzin ist immer noch zu billig. Aber auch, wenn der Liter 5.00 Euro kosten würde, würden die Leute weiter mit dem Auto fahren.
Deshalb habe ich mich auch hier am Marktplatz nicht lange aufgehalten.
Dort gibt es auch den Liebesbrunnen, aber den habe ich ja damals schon ausführlich beschrieben.
Noch ein Blick auf den Turm der evangelischen Stadtkirche in Durlach.
Auch noch ein Blick auf das Rathaus und den Balkon mit der Sandsteinstatue von Markgraf Karl II.
Er wird von den Durlachern liebevoll "Karle mit der Tasch" genannt.
Die Figur stand einst auf dem Sockel des Marktbrunnens, bevor sie hierher versetzt wurde.
Auch wissenswert, Markgraf Karl II. verlegte im Jahr 1565 seine Residenz von Pforzheim nach Durlach.
Ich hätte das Bild gerne ohne die Leitungen gemacht, aber überall war eine Baustelle So ging da eben nur so. Ganz Durlach ist mit Leitungen durchzogen.
Dieser Gebäudeteil mit dem gelben Verputz und den roten Sandsteineinfassungen ist der einzig erhaltene Teil des historischen Renaissance-Teils der historischen Residenzanlage aus den Jahren 1563 - 1565. Die davor stehende, markante steinerne Mauer-Ruine stützte einst den historischen Abtritt bzw. einen Wehrgang-Zugang und prägt bis heute die Hoffassade den Schlosses.
Im August 1689 brannten französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg fast ganz Durlach und das Schloß nieder. Nur der gezeigte Prinzessenbau überstand das Feuer.
Ab 1698 wurde das Schloß im Barockstil neu geplant, jedoch nach dem Bau von zwei Flügeln gestoppt.
Der Wiederaufbau in den engen Stadtmauern von Durlach war sehr mühsam und so entschied sich Markgraf Karl Wilhelm 1715, mitten im Wald eine völlig neue Stadt zu gründen Karlsruhe.
Er ging da wie bekannt, ganz geschickt vor.
HIER
Sodele nach dem Verkehr, den Baustellen usw. habe ich mich erst mal kräftig verfahren, denn mein Plan hat nicht mehr gestimmt.
Diese Skulptur heisst "Rolle rückwärts" und ist von Robert Günzel aus dem Jahr 1983.
Der Baumbestand ist großartig, hier eine Blaue Atlaszeder (Cedrus atlantica "Glauca") erkennbar an den charakteristischen, in Büscheln stehenden blauen Nadeln.
Hier habe ich mal - als ich in Karlsruhe war - über die Atlaszeter berichtet.
Nur, er gehört schon ein wenig besser gepflegt.
Eine Hainbuche (Carpinus betulus) mit ihren schönen Früchten.
Überall im Park kann man solche Statuen finden.
Klar habe ich mich über den Nibelungenbrunnen (auch als Brunnen im Rosengarten bekannt) gefreut.
Er stammt aus dem Jahr 1915 und wurde vom Bildhauer Otto Feist entworfen und vom Steinmetz Dominik Schoch aus Treuchtlinger Marmor ausgeführt.
Hier handelt es sich um ein Versepos aus dem 13. Jahrhundert das in einem volkstümlichen Stil gehalten ist und das Bezüge zur Sage der Nibelungen darstellt.
Ich bin mir fast sicher, dass heute kaum einer mehr weiß, wer die Nibelungen waren.
Kriemhild besitzt in Worms einen prächtigen Rosengarten, der von zwölf Helden (darunter Siegfried) bewacht und von einem feinen Seidenfaden anstelle einer Mauer umschlossen wird.
Ich mag solche Sagen und auch ein Grund, mal Worms zu besuchen.
Es gibt noch mehr in diesem wundervollen Park, vielleicht komme ich mal wieder, wenn es hier nicht mehr so chaotisch zugeht.
Auf meinem Weg kam ich auch noch am Durlacher Wetterstein vorbei.
Der Durlacher Wetterstein ist ein historischer Gedenkstein in Karlsruhe-Durlach. Er erinnert an ein schweres Naturereignis im 17. Jahrhundert.
Laut der historischen Inschrift wurde der Stein im September 1679 während eines extremen Unwetters weggespült.
Die Wassermassen des damals noch offen fließenden Dürrbaches rissen den massiven Stein mit sich und spülten ihn bis an seinen heutigen Standoort im Bereich der Badener Straße. Der Stein dient seither als natürliches Denkmal und Zeugnis für die Urgewalt von historischen Hochwassern in der Region und ist heute ein lokales, historisches Reliks außerhalb der Durlacher Altstadt und ein Orientierungspunkt.
Auf dem Stein steht:
1679 IM 9.
SEBTEMBER
IST DISER STEIN EIN
HALB STUND WEIT DUR
CH DAS GEWESER HER
GEFLEZ WORTEN
Sowas aber auch, Unwetter gabs schon immer, aber heute ist das ja die Klimakrise.
Auf meinem Weg sah ich auch diese wunderschönen Häuser aus der Gründerzeit. Eine wunderschöne Fassade mit markanten Balkonen mit schmiedeeisernen Geländern, Säulenelementen und Dachgauben. Solche Häuser stammen aus der Epoche um 1900 und sehen unter Denkmalschutz. Ich mag solche Fassaden, was ich nicht mag sind diese modernen Fenster.
Wer das auch immer genehmigt hat, der hat, keine Ahnung.
30 - 40 jährige Frau gefragt, ob sie das kennen würde. Die fragt mich doch tatsächlich, was ein Observatorium ist.
Von Königsbach-Stein habe ich noch nie etwas gehört.
Fragt mich doch ein älterer Herr, woher ich komme, ich habs ihm gesagt, dass ich von Durlach komme und heute wieder nach Bietigheim zurückradele. Den hat fast der Schlag getroffen. Soooooo weit!? Ja, warum nicht, es waren ja nur 80,6 Kilometer, für mich trotz der Höhenmeter durchaus zu bewältigen.
Hab ja auch ein gescheites Rad.
Im Erdgeschoß befindet sich eine offene Laube mit Holzstützen und an der linken Längsseite ist ein Türsturz mit der Jahreszahl 1522 eingelassen, die vermutlich von einem Vorgängerbau stammt.
Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und zeichnet sich durch ein sichtbares Zierfachwerk, ein steiles Satteldach mit Dachreiter (Uhr) und eine offene Laube bzw. Arkandensäulen im Erdgeschoß aus. Das Gebäude ist ein geschütztes Kultur- und Baudenkmal.
Hier ist auch das Rote Kreuz ansässig und über Henry Dunand und das Rote Kreuz und die Schlacht von Solferino muß ich ja nichts schreiben.
Nun jaaaa, die Habsburger eben.
So macht es mir viel mehr Spaß.
Aber über die vielen Ländern, die ich bereist habe, kann ich ja mal schreiben und damit auch angeben. Hääääää!!!
Ich hätte in Mühlacker auch auf den Enztalradweg wechseln können, aber der hängt mir mittlerweile, wie die ganzen Radwege zum Halse heraus und ich habe einen anderen Weg geroutet, der mich dann an der Metter entlang geführt hat.
Auch schon oft geradelt.
Die Schmetterlinge haben nicht stillgehalten. Aber den Feuerfalter und den Würfel-Dickkopffaler (Pyrgus malvae) habe ich doch erwischt. Er erkennbar durch seine typischen weißen Fleckenauf schwarzgrauen Flügeln.
Meine Energieriegel habe ich immer dabei und da bin ich auch froh, dass ich mir dadurch immer Energie holen kann. Das hilft schon.
Auch nächste Woche bin ich unterwegs und auf Tour, da bin ich gespannt.
Tour am 30.09.2026
80 Kilometer
1.423 Höhenmeter
783 Climb
640 Downhill
Fahrzeit 4,5 Stunden
Gesamkalorien 1.866 KCAL
Temperatur: 17 Grad sonnig
65 % Luftfeuchtigkeit
Luftqualität 3
CO2 Einsparung = 13,1 KG
Quelle: Durlach Stadtführer und Wikipedia
























































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