Hölderlin und Susette Gontard

Werbung mit Verlinkung, Buchvorstellung unbezahlt und ohne Auftrag.  
Film von Youtube. 

Dieses Buch habe ich schon vor längerer Zeit einmal gelesen, Inspiriert dazu hat mich der
Film aus dem Jahr 1985 aus den DEFA Studios.



Das Buch handelt von der Liebesbeziehung 
Friedrich Hölderlin und Susette Gontard.  Ein sehr einfühlsames Buch mit vielen Briefen.
Die Rezensionen sind überwiegend nicht so positiv, aber damit kann ich leben. 

https://www.perlentaucher.de/buch/ursula-brauer/hoelderlin-und-susette-gontard.html 

Was weiß man denn über Hölderlin und sein Schaffen? Er ist der große Unbekannte!  Das ist der mit dieser Liebesgeschiche und der Verrückte im Turm in Tübingen.  Kennst du Friedrich Hölderlin?


Hölderlin ein schwäbischer Dichter, der am  20. März 1777 in Lauffen am Neckar im sogenannten Kosterhof geboren wurde.









Von Lauffen werde ich gelegentllich noch mehr zeigen. Ein wenig habe ich hier


schon davon berichtet u.a. auch von

"Hölderlin im Kreisverkehr" der Skulptur von Peter Lenk, die ich wie diesen Künstler überhaupt, genial finde.










Hölderlin war zwei Jahre alt, als sein Vater 1772 stirbt und seine Mutter sich entschließt, Johann Gok zu heiraten und nach Nürtingen zu ziehen. 

Hölderlin war zeitlebens meist ohne Geld und konnt nur mit Hilfe seines Freudes Isaak von Sinclair überleben.

1796 wurde er Hauslehrer der Kinder Jakob Gontards, eines Frankurter Bankiers. Seine Ehefrau Susette wurde seine große Liebe und ist auch das Modell Diotima in seinem Roman Hyperion.

Gontard erfuhr von der Beziehung von Hölderlin und Susette und so mußte Hölderlin das Haus verlassen.
Beide trafen sich aber weiterhin und hielten den Briefkontakt heimlich aufrecht.

Hölderlin hatte das Leiden der schweren "Hypochondrie" und nach dem letzten Treffen mit Susette 1800 verschlechtere sich sein Zustand. Susette starb am 22.Juni 1802 in Frankfurt an der Schwindsucht, allerdings mehr am gebrochenen Herzen.

Hölderlin lebte noch einige Jahre im Hölderlinturm in Tübingen und starb am 7. Juni 1843 in Tübingen.
Ein Sohn der Stadt Lauffen am Neckar.
Friedrich Nietzsche war ein großer Bewunderer dieses großen schwäbischen Dichters.


Nietzsche (geb. 1844) war bereits in seiner Jugend sehr von Hölderlin (gestorben 1843) begeistert und konnte sich wie kaum einer seiner Zeitgenossen in ihn hineinfühlen und ihn verstehen. 
Umso erstaunlicher ist es, dass Friedrich Nietzsche im Jahr 1861 Hölderlin wählte, als er am Gymnasium einen Schulaufsatz scheiben mußte, in dem es darum ging, einem Freund in einem Brief seinen Lieblingsdichter vorzustellen.

Nietzsche war 17 Jahre alt und stellte seinen Lieblingsdichter auf eine sehr originelle Weise vor. Er verteidigte Hölderlin gegen die Anschuldigungen von seiten des fiktiven Brieffreundes. Das zu einer Zeit, als kaum Jemand Hölderlin mehr kannte und mit Sicherheit nicht einmal Nietzsches Deutschlehrer.

Nietzsche schrieb: 

Brief an meinen Freund, in dem ich ihm meinen Lieblingsdichter zum Lesen empfehle.


19.10.1861

Lieber Freund!

Einige Äußerungen aus deinem letzten Brief über Hölderlin haben mich sehr überrascht, und ich fühle mich bewogen, für diesen meinen Lieblingsdichter gegen dich in die Schranken zu treten. Ich will dir deine harten, ja ungerechten Worte noch einmal vor Augen führen; vielleicht, daß du schon jetzt eine andere Meinung hegst: ‚Wie Hölderlin dein Lieblingsdichter sein kann, ist mir völlig unerklärlich. Auf mich wenigstens haben diese verschwommenen, halb-wahnsinnigen Laute eines zerrissenen, gebrochenen Gemütes nur einen traurigen, mitunter abstoßenden Eindruck gemacht. Unklares Gerede, mitunter Tollhäusler Gedanken, heftige Ausbrüche gegen Deutschland, Vergötterung der Heidenwelt, bald Naturalismus, bald Pantheismus, bald Polytheismus, wirr durcheinander – dies alles ist seinen Gedichten aufgeprägt, allerdings in wohlgelungenen, griechischen Metren.‘

In wohlgelungenen, griechischen Metren! Mein Gott! Das ist dein ganzes Lob? Diese Verse (um nur von der äußeren Form zu reden) entquollen dem reinsten, weichsten Gemüt, diese Verse, in ihrer Natürlichkeit und Ursprünglichkeit die Kunst und Formgewandtheit Platens verdunkelnd, diese Verse, bald im erhabenen Odenschwung einherwogend, bald in die zartesten Klänge der Wehmut sich verlierend, diese Verse kannst du mit keinem anderen Wort beloben, als mit dem schalen, alltäglichen „Wohlgelungen“? Und das ist wahrlich nicht die größte Ungerechtigkeit. Unklares Gerede und mitunter Tollhäuslergedanken! Aus diesen schnöden Worten leuchtet mir soviel ein, daß du erstens von einem abgeschmackten Vorurteil gegen Hölderlin befangen bist, und zweitens vor allem, daß dir die Werke desselben nichts als unklare Einbildungen sind, indem du weder seine Gedichte, noch seine übrigen Erzeugnisse gelesen hast. Überhaupt scheinst du in dem Glauben zu stehen, als ob er nur Gedichte geschrieben hätte. So kennst du denn also nicht den Empedokles, dieses so bedeutungsvolle dramatische Fragment, in dessen schwermütigen Tönen die Zukunft des unglücklichen Dichters, das Grab eines jahrelangen Irrsinns, hindurchklingt, aber nicht, wie du meinst, in unklarem Gerede, sondern in der reinsten, sophokleischen Sprache und in einer unendlichen Fülle von tiefsinnigen Gedanken. Auch den Hyperion kennst du nicht, der in der wohlklingenden Bewegung seiner Prosa, in der Erhabenheit und Schönheit der darin auftauchenden Gestalten auf mich einen ähnlichen Eindruck macht, wie der Wellenschlag des erregten Meeres. In der Tat, diese Prosa ist Musik, weiche schmelzende Klänge, von schmerzlichen Dissonanzen unterbrochen, endlich verhauchend in düstren, unheimlichen Grabliedern. – Aber das Gesagte betraf vornehmlich nur die äußere Form; erlaube mir nun noch, einige Worte über die Gedankenfülle Hölderlins anzufügen, die du als Verwirrtheit und Unklarheit zu betrachten scheinst. Wenn dein Tadel auch wirklich einige Gedichte aus der Zeit seines Irrsinns trifft, und selbst in den frühern mitunter der Tiefsinn mit der einbrechenden Nacht des Wahnsinns ringt, so sind doch die bei weitem zahlreichsten derselben reine, köstliche Perlen unsrer Dichtkunst überhaupt. Ich verweise nur auf Gedichte, wie ‚Rückkehr in die Heimat‘, ‚der gefesselte Strom‘, ‚Sonnenuntergang‘, ‚der blinde Sänger‘, und führe dir selbst die letzten Strophen aus der ‚Abendphantasie‘ an, in dem sich die tiefste Melancholie und Sehnsucht nach Ruhe ausspricht.

Am Abendhimmel blühet ein Frühling auf;
Unzählig blühn die Rosen, und ruhig scheint
Die goldne Welt; o dorthin nehmt mich,
Purpurne Wolken! und mögen droben

In Licht und Luft zerrinnen mit Lieb und Leid! –
Doch, wie verscheucht von törichter Bitte, flieht
Der Zauber. Dunkel wird’s, und einsam
Unter dem Himmel, wie immer, bin ich.

Komm du nun, sanfter Schlummer! Zu viel begehrt
Das Herz, doch endlich, Jugend, verglühst du ja!
Du ruhelose, träumerische!
Friedlich und heiter ist dann mein Alter.


In anderen Gedichten, wie besonders in dem ‚Andenken‘ und der ‚Wanderung‘, erhebt uns der Dichter zur höchsten Idealität, und wir fühlen mit ihm, daß diese sein heimatliches Element war. Endlich ist noch eine ganze Reihe von Gedichten bemerkenswert, in denen er den Deutschen bittre Wahrheiten sagt, die leider nur oft allzu begründet sind. Auch im Hyperion schleudert er scharfe und schneidende Worte gegen das deutsche ‚Barbarentum‘. Dennoch ist dieser Abscheu vor der Wirklichkeit mit der größten Vaterlandsliebe vereinbar, die Hölderlin auch wirklich in hohem Grade besaß. Aber er haßte in dem Deutschen den bloßen Fachmenschen, den Philister. – In dem nicht vollendeten Trauerspiel ‚Empedokles‘ entfaltet uns der Dichter seine eigene Natur. Empedokles’ Tod ist ein Tod aus Götterstolz, aus Menschenverachtung, aus Erdensattheit und Pantheismus. Das ganze Werk hat mich immer beim Lesen ganz besonders erschüttert; es lebt eine göttliche Hoheit in diesem Empedokles. Im Hyperion hingegen, ob er gleich von verklärendem Schimmer umflossen scheint, ist alles unbefriedigt und unerfüllt; die Gestalten, die der Dichter hervorzaubert, sind ‚Luftbilder, die in Tönen, Heimweh weckend, uns umklingen, uns entzücken, aber auch unbefriedigte Sehnsucht erwecken.‘ Nirgends aber auch offenbart sich die Sehnsucht nach Griechenland in reineren Klängen, als hier; nirgends auch tritt die Seelenverwandtschaft Hölderlins mit Schiller und Hegel, seinem vertrauten Freund, deutlicher hervor.

Nur zu wenig habe ich bis jetzt berühren können, aber ich muß es dir, lieber Freund, überlassen, aus den angedeuteten Zügen ein Bild des unglücklichen Dichters dir zusammenzustellen. Daß ich dir die Vorwürfe, die du ihm wegen seiner widersprechenden Religionsansichten machst, nicht widerlege, mußt du meiner allzu geringen Kenntnis der Philosophie zuschreiben, die ein näheres Betrachten jener Erscheinung im hohen Maße erfordert. Vielleicht unterziehst du dich einmal der Mühe, näher auf diesen Punkt einzugehen und durch die Beleuchtung desselben etwas Licht auf die Ursachen seiner Geisteszerrüttung zu werfen, die allerdings schwerlich hierin ihre einzigen Wurzeln haben.

Du verzeihst mir gewiß, wenn ich mich in meiner Begeisterung mitunter zu harter Worte gegen dich bedient habe; ich wünsche nur – und das betrachte als den Zweck meines Briefes – daß du durch denselben zu einer Kenntnisnahme und vorurteilsfreien Würdigung jenes Dichters bewogen würdest, den die Mehrzahl seines Volkes kaum dem Namen nach kennt.

Dein Freund FWNietzsche“



"Hälfte des Lebens"  (Titel des Filmes der DEFA) ist auch ein wunderbares Hölderlingedicht

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde ?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

Susette widmete er mit "Andenken" ein Gedicht, ich finde es besonders schön, wenn du es lesen möchtest, so öffne den Link, es ist zu lang.


Am Samstag machte ich eine kleine Radtour nach Lauffen am Neckar, um wieder einmal das hübsche Städtchen zu besuchen. Das ist ca. 25 Kilometer von meinem Wohnort entfernt und wenn man den Neckartalradweg fährt, ist das kein Hexenwerk. Eigentlich kann man das als Nachmittagsspazierradeln (eher ein negativer Ausdruck) bezeichen.




Gleich nach dieser Unterführung hatte ich eine ganz reizende Begegnung mit diesen Kaninchen.
Sie hoppelten aus einem Loch im Zaun auf der Wiese und schauten mich erwartungsvoll an.
Dann durfte ich ein Bild machen und ab waren sie wieder durch das Loch verschwunden.




Auf dem Neckartalweg auf dem Weg nach Lauffen kommt man auch an dem Atomkraftwerk
Neckarwestheim vorbei. Wenn hier Wasserdampf abgeht, sehe ich das oft auch schon von meinem Schlafzimmerfenster aus. Dieser Kühlturm ist so geschnitten, dass der Dampf erst nach oben geht und sich dann verteilt. 
Vor vielen Jahren habe ich dort mal bei einem Ausflug mit meiner Arbeitsstelle eine Besichtigung gemacht. Die Sicherheitsbestimmungen sind enorm. Ob man das heute noch besichtigen kann, weiß ich nicht. 
Es wird aber demnächst stillgelegt. Hoffen wir immer wieder, dass nichts passiert, den soweit sind wir hier ja nicht entfernt davon und hier sitzen wir tatsächlich in der 1. Reihe.



Zuück ging es dann über Brackenheim, Botenheim und Löchgau nach Bietigheim und hier noch ein  Stück durch das Leudelsbachtal, was mir dann 71 Kilometer brachte.

Ein landschaftlich sehr reizvolle Strecke, die auch mit einem "normalen" Fahrrad gut zu schaffen ist. 

Meine Bakersyste ist soweit wieder in Ordnung, eine Cortison- und Hyuralonspritze haben hier einiges gebracht und so sind wir dann am Montag den Remstalradweg geradelt, darüber berichte ich am Samstag. Das lohnt sich aber auch. 

Im Klosterhof ist es sehr schön, wunderschöne Rotbuchen kann man dort sehen mit mächtigen Stämmen aber auch Birken. und auch das Hölderlin-Denkmal ist sehenswert.












Ich fahre gerne nach Lauffen mit dem Rad, weil es ein ganz zauberhaftes Städtchen mit alten Häusern ist und auch viel Geschichte. Dort wohnt auch eine Kollegin und manchmal besuche ich sie auch.

Es lohnt sich dorthin zu gehen und durch dieses mittelalterlich geprägte  Städtchen zu bummeln.








Ein kleines sehr nettes Gasthaus steht auch bereit. Der Chef des Hauses dekoriert die Tische im Biergarten immer mit besonderer Liebe und ein leckerer Flammkuchen durfte dann auch in meinen Magen.

Auf der Suche nach guten und anspruchsvollen Radelblogs bin ich doch gut fündig geworden. Leider lesen das wohl so wenig Leute, denn diese für mich wirklich guten Blogs sind meist ohne Kommentare. 
Warum?  






Kommentare

  1. Mei - bist du heute wieder reichhaltig! Ich kann nur staunen was du wieder so alles zusammen getragen hast. Natürlich sind wir an der Rotbuche hängen geblieben, so Zwilligsstämme sind einfach faszinierend.
    Die beiden Jurasüdfüssler

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    1. Ja, stimmt, aber ich möchte halt immer etwas Info mitgeben, wer will kann lesen, wer nicht, liest nicht.
      Lieben Gruß Eva

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  2. Liebe Eva,
    was für ein wunderschöner, vielseitiger und herrlich bebilderter Beitrag. Danke für die besonders eingehende Vorstellung eines großen Dichters. Deine Touren sind - auch nur zum Mitlesen - einfach fantastisch. Allein die Hasen-Begegnung, toll!
    Jetzt soll es ja wettermäßig endlich aufwärts gehen und du kannst sicher ganz viele mit dem Radl unterwegs sein. Ich freue mich immer über Deine feinen Ausflugsberichte.
    Liebe Grüße
    moni

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    1. Dankeschön Moni,
      die Hasen waren aber auch süß. Am Samstag machen wir zusammen den Remstalredweg und da gibt es einiges zu erzählen. Schon alleine die
      Zugfahrt war ein Event. Mich wundert es, dass die Leute immer nochmit der Bahn fahren.
      Lieben Gruß Eva

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  3. ein weitergeleiteter Kommentar von meiner Mama:

    Oh, mein Gott liebe Eva, laß mich einen Kommentar schreiben zum Radln, weil Du bemängelt hast, da gibt es zu wenige. Was können die Gründe sein, im Sessel ists bequemer und wenn man kein E-Bike hat, muß man doch oft den Schweinehund bemühen. 🤔
    Also was solls, ich weiß von was ich rede und wenn ich es tun würde, würde ich hier lange reden. Seit meinem 3. Lebensjahr bin ich an das radeln gewöhnt worden, das war 1942, da hatten wir keinen schicken BM sowieso, oder einen dicken SUV, nein keinen Vater mehr, aber ein Radl, meine Mama und mein Bruder eines, ein Express in grün mit abnehmbaren Lenker (welch ein Luxus) und eben mein Kinderrad. Ich wurde ans radeln herangeführt, meist durch meinen 8 Jahre älteren Bruder. In so jungen Jahren hatte ich einen Crash nach dem anderen, denn ich konnte einfach nicht begreifen, daß ich rechts fahren soll, was mir auch immer wieder von hinten zugerufen wurde. Warum fuhr der Radler der mir entgegenkam rechts ( für mich), da muß ich doch rüber, der fährt doch rechts! 🤣 Schon war es passiert.
    Meine ersten frühkindlichen Versuche, sie mußten leider sein, da im Vorort weder Bus noch Straßenbahn fuhren. Also auf zur Haltstelle, das Rad abgestellt und mit der Straßenbahn zum Club oder ins Bad. Später dann zur Schule, oft bei fürchterlichstem Wetter, Hosen für Frauen gab es noch nicht damals, die Oberschenkel rot vor Kälte.
    Nun muß ich das Kapitel aber beenden, sonst sitzen wir hier noch lange beisammen.
    Erst in späteren (Wechseljahren) kam das Radl wieder ins Gespräch, na weswegen wohl, der Fitness halber. Feierabendtouren rund um den Flughafen in den Reichswald, so um die 12 km, eine Stunde etwa. Noch später (Rente des Ehemannes) dann größere Touren und noch größere durch Anschaffung eines Heckträgers auf dem Kupplungsanhänger des Autos. Der Jagsttalradweg sollte befahren werden, was aber leider niemehr stattgefunden hat, denn ein Herzinfarkt meines Mannes beendete von einer Minute auf die andere, alle weiteren Vorhaben. Niemehr um den Brombachsee fahren, niemehr zum Dechsendorfer Weiher, oder am Aischgrund Radweg einen Radlkarpfen verspeisen 😢
    Auch von Rothenburg über Weikersheim nach Bad Mergentheim oder der Altmühltal Radweg nach Eichstätt wurden von uns befahren. Das Rad begleitete uns und unsere Kinder das ganze bisherige Leben.
    Ich verstehe voll und ganz und lese zwischen den Zeilen, wie wichtig Dir auch das Fahrrad ist und ich erwarte mit Spannung wie der Remstal-Radweg Euch denn so gefallen hat. Denn mit dem Zug wohin das Bike ja erstmal verladen werden muß, auf den Bahnsteig hinauf, stelle ich mir schon nicht so einfach vor. Die Zeit sitzt ja auch im Nacken, es gilt den Fahrplan einzuhalten, sofern dies die Bahn vorab schon tut.

    Das Buch über Hölderlin und seine Liebe Susette stelle ich mir sehr gut vor, es zu lesen. Das schöne Städtchen Lauffen mit seinem Denkmal hattest Du ja mit den wenigen Km ja wieder mal vor der Haustür, genau wie das Leudelsbachtal mit seinen Schmetterlingen und Orchideen. Komm laß uns dankbar sein, hier leben zu dürfen. (Ich hab heute briefgewählt).
    Aus Deinen Posts spürt man förmlich wie gerne Du lebst und nie satt wirst Neues und Altes zu erkunden. Das mag ich sehr und laß Dir auch liebe Grüße da, bis bald, die Helga

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  4. Liebe Helga,
    habe ich es falsch geschrieben, oder du falsch verstanden:
    Das habe ich geschrieben:
    "Auf der Suche nach guten und anspruchsvollen Radelblogs bin ich doch gut fündig geworden. Leider lesen das wohl so wenig Leute, denn diese für mich wirklich guten Blogs sind meist ohne Kommentare.
    Warum? "

    Es bezog sich auf die Radelblogs und warum hier nahezu keine Leute kommentieren.
    Dabei sind diese Blogs wirklich gut und vermitteln auch ein gutes Tourgefühl.
    Dass es wenige Radler gibt, nee, da gibt es viele und manchmal denke ich, hier wäre für viele ein Prüfung notwenig, denn manchmal fahre ich lieber im stärksten Verkehr, als auf dem Radweg.
    Mit dem normales Bike bin ich tatsächlich nicht viel gefahren und war nach 50 Kilometern platt. Ein Pedele ist schon eine feine Sache, allrrdings sollte man nicht mit voller Leistung fahren, was viele machen und schätzen dann die Geschwindigkeit falsch ein. Ich möchte ja noch Fahrspass haben. Wenn ich im Eco-Gang fahre und dann mit der Gangschaltung arbeite komme ich inzwischen die größten Steigungen hoch. Nur ist es halt im Turbo-Gang einfacher. Aber je nachdem, wieviel Strom du verbauchst, kannst du weniger Kilometer machen. Für mich war dieses Fahrrad die beste Anschaffung und hier sollte man auch bei der Anschaffung nicht sparen, denn ein Rad, das nichts taugt, macht auch keinen Spaß. Ja, wir sind den Remstalratweg von der Quelle bis zur Mündung gefahren. Davon dann am Samstag, es war schön, kein Knie gespürt, ich war einfach nur auf dem Rad und das fühle ich mich wohl, doch ja, das Radeln ist mir sehr wichtig.
    Morgen sitze ich wiede drauf und am Freitag und am Sasmtag auch, sofern das Wetter mitmacht. Für mich gibt es nichts schöneres. Ich berichte davon, wie andere ihre Pullis stricken und berichten. Das gefällt mir schon lange nicht mehr, aber das ist Sache eines jeden selbst und auch was er machen will und man sollte das auch akzeptieren.
    Doch ich bin froh, hier leben zu dürfen und auch dankbar, dass es mir sehr gut geht.
    Vielen Dank für deinen Kommentar und Gruß an Frau Maier.

    :-))
    Liebste Grüße Eva

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    1. PS:
      Für mich wäre es auch wichtig, wenn einige Radler mal über ihre Toruen berichten würden.
      Vielleicht mache ich auch mal eine Linkparty, aber ob es was bringt.
      Schaun mer mal.
      Lieben Gruß Eva

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  5. Liebe Eva,
    herzlichen Dank für ein wieder bunt gefllten und sehr interessanten Post! Die schwarzen Kaninchen sehen süß aus, sind aber sicher keine echten Wildkaninchen, denn diese Farbe ist eigentlich viel zu auffällig ...
    Schön sit auch die Bepflanzung auf dem urigen Tisch, das gefällt mir sehr!
    Ich wünsche Dir einen zauberhaften Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Neee, das sind keine Wildkaninchen. Ich fand das schon urig, dass die im Garten frei hoppeln können und vor allem nicht mitgenommen werden.
      Ich hätte hier schon Angst um die Hasen.
      Aber was sollen Radler mit einem Hasen unterwegs? :-))
      Obwohl mir so ein männlicher Hasenradler schon gefallen würde- :-)))
      LG Eva

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  6. Wow. Was für ein Beitrag. Da ist wirklich alles drin. Den Dichter kannte ich bisher nicht, hört sich aber sehr interessant an.
    LG Pat (die zur Zeit so gar keine Zeit für solche schönen Berichte hat)

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