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Die Baum-Hasel oder Türkische Hasel (Corylus colurna)

Werbung, Verlinkungen und Ortsnamensnennung

So neu ist die Baumhasel für mich nicht, letztes Jahr habe ich sie schon mit einem gewaltigen Baum bei
einer Wanderung in Löwenstein am 2. September 2018 gesehen und auch fotografiert. 

https://schwabenfrau.blogspot.com/2018/09/der-haselnussbaum-corylus-colurna-bei.html 

Astrid hat die Baum-Hasel ja im September auch vorgestellt, aber ich finde den Baum so schön, dass ich ihn auch nochmals vorstelle. 

Als ich letzte Woche mit dem Rad nochmals in die Nähe von Heilbronn gefahren bin, um ein wenig über einen bekannten Politiker zu recherchieren, bin ich in einer Stadt auf diese Allee von Baum-Haseln gestoßen.  




Die Früchte der Baumhasel sind schon auch faszinierend. 
Man kann die Nüsse essen, wie normale Nüsse oder sogar einen Nusskuchen backen. Allerdings nicht vom Boden auflesen, da nimmst du allerhand Tierchen mit. Also am besten vom Baum ernten. Ich habe nichts dergleichen gemacht, ich habe nur fotografiert. 




 Die Winterknospen der Baum-Hasel sind grün und nehmen später eine braune Farbe an. Zur Blütezeit sind die Knospen hellgelb und stäuben.

 Die männlichen Kätzchen erreichen eine Länge von etwa
 10 Zentimetern. Bei den weiblichen Blüten fällt die Knospenform auf. Zur Blütezeit sind die weiblichen Blüten nur an ihren herausragenden roten Narben zu erkennen. Die Baum-Hasel steht bereits im Februar oder März in Blüte und ist damit ein ausgesprochener Frühblüher. Ich werde mir das merken und falls ich das nicht vergesse, dann zeigen.



  Die Fruchstände der Baum-Hasel umfassen fünf bis acht Nüsse. Dabei sind die essbaren Nüsse kleiner und auch härter als die der Gemeinen Haselnuss. Die Nüsse sind angenehm im Geschmack und lassen sich sehr lange lagern. Die Schale ist um einiges dicker, als die der Haselnuss. Die Nuss löst sich auch sehr schwer aus ihrer Hülle. 







Noch mehr Bäume, z.B. die Kaukasische Flügelnuss und den Japanischen Schnurbaum gibt es hier:


https://schwabenfrau.blogspot.com/search?q=B%C3%A4ume


Ich habe noch mehr gesehen, aber das dann zu einem anderen Zeitpunkt.  

Übrigens:


Das Holz des Schlafzimmers meiner Eltern, geheiratet haben sie
1928, war aus Baumhasel.  Ich war von der Maserung immer ganz fasziniert. Leider gibt es dieses schöne Schlafzimmer nicht mehr. 

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Jetzt übernehme ich mal das, was ich damals zu der Baumhasel geschrieben habe:


"Er hat so gar nichts von der Gemeinen Hasel oder dem Haselnussstrauch, den wir so kennen.  Die Früchte vom Haselnussbaum sind viel größer und auch in den Gärten hierzulande meist unbekannt. Man findet ihn meist in Parkanlagen und Alleen. Aber auch an Bachufern und Steilhängen ist dieser über 8000 Jahre alte Baum zu Hause. 



Der Baum-Hasel oder auch Türkische Hasel gehört zur Familie der Birkengewächse. Sein Zuhause ist Südosteuropa, Kleinasien, der Kaukasus und der Himalaya. Aber auch in Nordafrika und Nordamerika ist er daheim.
Unter seinen Zeitgenossen ist er ein Riese und kann bis zu 20 Meter hoch und 100 Jahre alt werden. Er gilt als Pionierpflanze und er kann den Boden für andere Pflanzen vorbereiten.  


Ein sommergrüner Baum mit einem einzigen Stand, die Baumkrone wächst pyramidenförmig. Der Haselnussbaum wächst anfangs sehr schnell, aber danach verlangsamt er sein Wachstum. Die Farbe der Blüten, da gehe ich im Frühjahr nochmals hin, ist Gelb, der Stamm des Baumes ist weich und zäh. Er glänzt und erstahlt in den Farben Graubraun bis Rot. 


Im Herbst sieht man diesen Baum in goldendem Gelb, bevor er die Blätter verliert. 
In Bietigheim gibt es eine ganze Allee mit  Baumhaseln, die sind aber wesentlich kleiner, gelesen habe ich auch, dass er in Deutschland unbekannt sein soll.
Kann ich so aber auch nicht glauben.  
Das Holz der Baumhasel ist sehr wertvoll und ist für den Möbelbau 
(Handelsbezeichnung: Türkisch Nuss) sehr wichtig. 
Das Holz fault kaum und kann auch für den Wasserbau verwendet werden.
 Etwas schwacheres oder qualitativ minderwertiges Holz eignet sich auch hervorragend als Brennholz. Allerdings wird das Holz in Europa nicht mehr gehandelt, da keine nutzbaren Bestände mehr vorhanden sind. Nur ganz selten kommt mal ein Stamm zum Verkauf. "


Gartenglück
Le Monde di Kitchi
Mein Freund der Baum


Kommentare

  1. Antworten
    1. Ein toller Bericht. Ich mag Seine Baumberichte. Ich lerne immer viel dazu. Danke dafür.

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  2. Was für ein wunderbarer Baum, liebe Eva,
    ich fand es nochmal sehr spannend und interessant, so viel zu lesen über diesen ganz besonderen Nussbaum. Deine Fotos, besonders die Nahaufnahmen, sind wirklich wunderschön.
    Ich wünsche Dir einen angenehmen Sonntag,
    liebe Grüße
    moni

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  3. Ein informativer , schön bebilderter Bericht - besonders interessant sind deine Bilder der Fruchthüllen, von Nahem so wunderbar skurril!
    Liebe Grüße Ulrike

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  4. Einfach immer wieder spannend was die Natur sich ausgedacht hat - und dank dir erfahren wir auch so manches dazu.
    Danke sagt Ayka mit Frauchen

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  5. Im Liliental, hier bei uns am Kaiserstuhl, ist in der Baumsammlung aus aller Welt, der Baumhasel natürlich auch vertreten, daher kannte ich ihn schon. Zugegeben, die Nüsse zu öffnen braucht schon etwas Geduld und der Erfolg fällt dann klein aus, wie du auch angemerkt hast, lecker sind sie.
    Komm gut in die neue verkürzte Woche
    lieber Gruß
    Edith

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  6. Während bei uns die Amerikanischen Gleditschien stehen, findet man in der Nachbarstraße die Baumhaseln. Jetzt im Herbst knackt es immer wenn man mit dem Auto drüber fährt. Schade, dass wir keine Eichhörnchen haben. Die würden sich bestimmt freuen.
    Freue mich schon auf den Schnurbaum.

    Einen guten Start in die neue Woche wünscht dir
    Arti

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  7. Liebe Eva,
    es ist immer wieder interessant wenn du die Bäume vorstellst. Bei uns habe ich so einen Nussbaum noch nicht gesehen. Zumindest wären mir die herunter gefallenen Fruchtstände aufgefallen. Die "Igelchen" sehen schon sehr speziell aus.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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