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Am Mittwoch vergangener Woche gab es wunderbares Wetter, ich wußte das und war total motiviert.
Während der Freund und seine Freunde sich im Zillertal bei wunderbarem Wetter mit Ski fahren
verwöhnte, zog es mich auf das Pedelec.
Mit dabei war meine neue Camera Sony 6000. Ich bin mehr als zufrieden mit der Camera. Wenn ich sie auch noch nicht ganz beherrsche. Die Camera passt wunderbar in meinen Rucksack und ich brauche für den Foto gottseidank kein Körbchen mehr, das sieht nämlich Sch... bei so einem Fahrrad aus. :-))) und ist für längere Strecken denkbar ungeeignet.
Ich bin so gegen 10:26 Uhr losgefahren.
Mein Weg führte mich dieses Mal nicht über den Enztalradweg, sondern über Bietigheim und
Sachsenheim und dort über die Stadt Vaihingen-Enz und Illingen nach Mühlacker.
Mein Ziel war die Burgruine Löffelstelz, das Wahrzeichen von Mühlacker.
Vielleicht kennst du die Stadt Mühlacker? Der Sender Mühlacker gehört dem SWR und wird zur Verbreitung im Hörfunk als
UKW und für den Richtfunk genutzt.
Die Fahrt ging bei dem schönen Wetter (+ 6 Grad Fahrtwind) richtig gut und auch flott, Dank Komoot habe ich auch alles wunderbar gefunden und die Strecke geht zwar auf dem Radweg teilweise etwas neben der Straße lang, aber ich wollte das auch mal probieren. Ausserdem ist sie auch die Strecke ins Kloster Maulbronn, die wir auch schon gefahren sind.
In Sachsenheim bin ich auch wieder mal am Naturschutzgebiet Eichwald vorbeigekommen. Dem Modellierungshügel werden wir uns demnächst noch einmal widmen.
https://schwabenfrau.blogspot.com/2019/08/eine-schone-woche.html
Es geht teilweise über einen, etwas matschigen Single Trail, aber ansonsten ist alles gut zu befahren.
Schon wenn man die Kelterstraße herunterfährt, kann man die Funkmasten des Senders sehen.
Wenn man in Richtung Dürrmenz den Berg hochfährt, gehts zwar recht steil hoch, aber ist durchaus auch mit einem "normalen" Fahrrad machbar. Aber man hat den Vorteil, dass man gleich an der Burg ist. Kommt man von unten, muß man das Fahrrad hochschieben, ist beim Pedelec nicht schlimm, es gibt ja die Schiebehilfe.
Die Burg war geschlossen und wird erst im April wieder geöffnet. Das ist nicht schlimm, ich wollte das Wetter ausnutzen und wir gehen mit Sicherheit hier wieder hin.
Spätestens, wenn wir den Trail der Eppinger Linien fahren.
Die Burg Löffelstelz steht inmitten einer wunderschönen Parkanlage oberhalb der Stadt Mühlacker. Sie steht an einer Steilwand über dem Enztal. Von dort oben hat man eine wunderbare Aussicht auf das Neckartal.
Leider gibt es Menschen, die hier Steine herunterwerfen, deshalb ist alles vergittert.
Die Steilwand schützte die Burg nach Westen und an den anderen Seiten wurde sie durch breite Grabenanlagen gesichert.
Löffelstelz wird auch Dürrmenz genannt und besteht aus einem rechteckigen Grundriss mit einer Ringmauer, die eine etwaige Höhe von acht Meter aufweist.
In der Mauer findet man sehr schöne Fenster und Schießscharten.
Einen Bergfried hatte die Burg wohl nie.
So wie ich die Burg von außen gesehen habe, schützte alleine ein Graben die Anlage zum Hang hin.
Über Schwäne werde ich dir am Samstag etwas erzählen.
Einige schwammen auf der Enz und wollten gefüttert werden. Vielleicht kannte er mich auch, denn die Enz fließt ja auch im Leudelsbachtal und wie weit Schwäne schwimmen könnten, weiß ich leider nicht.
Die Burg entstand in der recht seltenen Randlage
(am Hang ohne Mauern) zum Beginn des 13. Jahrhunderts. Der Burgadel ist vom 12. bis 16. Jahrhundert genannt.
Im Besitz des Klosters Maulbronn ist sie von 1375 -1482, in dieser Zeit ist die Burg dann verfallen.
Burg Löffelstelz war ein Teil der Eppinger Linie und aus dieser Zeit stammen auch Zeichnungen von 1695.
Benannt wurde die Burg nach einem Weiler unterhalb der Burg, der vom oben dem Stiel eines Löffels ähnelt.
Die Burg Löffelstelz wurde von den badischen Truppen im Pfälzer Erbfolgekrieg als Stützpunkt gegen die Franzosen verwendet.
Die Burgruine wurde dann später bis ins 19. und 20. Jahrhundert als Steinbruch verwendet. 1899 übernahm der Verschönerungsverein Mühlacker die Aufgabe, die Burg wieder in einen guten Zustand zu bringen.
Ich habe oben auf der Burg die Aussicht bewundert und bin dann den kleinen Weg nach Mühlacker mit dem Rad hinuntergefahren. Vorsicht bremsen! Dabei sind mir immer wieder die Schilder mit den Steinen aufgefallen.
Zurückgefahren bin ich am Ufer der Enz auf einem wunderbaren Radweg und als ich ein Cafe an der Enz sah, habe ich mich zu einem Cafe und Kuchen hinreißen lassen.
ABER, die Torte schmeckte wirklich nicht gut, aber "dr Honger treibts na". Sie war auch absolut nicht mehr frisch, aber dennoch.
Zurückgefahren bin ich dann in etwa auf demselben Weg aber dann nach Oberrixingen, dort entdeckte ich diesen wunderbaren Weiher, den werde ich im Frühling, wenn ich das Naturschutzgebiet Aichwald besuche, auch nochmals besuchen.
Von Oberrixingen aus bin ich dann über den Enztalradweg nach Hause gefahren. Die Enz hätte soviele schöne Fotomotive ergeben, aber immer absteigen und Foto machen, wer da will, gerne. Aber es braucht auch Zeit und ich hatte schon soviele Fotos gemacht.
Was sind nun die Eppinger Linien?
Das ist ein Verteidigungwall gegen die Franzosen.
Liselotte von der Pfalz, die in Heidelberg geboren wurde, wurde mit 19 Jahren aus politischen Gründen mit dem einzigen Bruder Ludwigs XIV verheiratet. Die Ehe war nicht glücklich, denn der Herzog von Orleans, war den Frauen nicht zugeneigt. Trotzdem erfüllte er seine Pflicht Kinder zu zeugen.
Liselotte hatte nur zwei überlebende Kinder und wurde so zur Stammmutter des Hauses Orleans. Ihr Sohn Louis Philippe war der sogenannte "Bürgerkönig".
Durch ihre Tochter wurde sie zur Großmutter von
Kaiser Franz I. Stephan, dem Gemahl von Maria Theresia und zur Urgroßmutter von Marie Antoinette von Frankreich.
Ich bin ein großer "Fan" von Liselotte von der Pfalz, weil sie bodenständig war, belächelte den Prunk von Versailles.
Eine großartige Frau und weit ihrer Zeit voraus, kennst du ihren Briefwechsel?
Nun aber wieder zurück zu den Eppinger Linien, die ich in diesem Post und auch auf der Tour nur gestreift habe.
Ludwigs XIV der Sonnenkönig erhob Anspruch auf das Erbe von Liselotte. Aus diesem Grunde entstand der pfälzische Erbfolgekrieg. In Fronarbeit wurden die Eppinger Linien in den Jahren 1695 - 1697 durch Ludwigs Wilhelm von Baden errrichtet. Man nannte ihn auch Türkenlouis.
Ich bin immer wieder begeistert, wie so die Königshäuser zusamenhängen und fand Geschichte - auch in der Schule - immer so spannend.
Mit dem pfälzischen Erfolgekrieg begann eine Ära der Zerstörung von Teilen Württemberg und Badens.
Ich gehe hier mal drauf ein, wenn wir eine Pedelectour zu den Eppinger Linien unternehmen. Der Trail ist 42 Kilometer lang und mitelschwer, also durchaus machbar bei gutem Wetter. Eine Chartaque werden ich demnächst separat mit dem Pedelec besuchen, wenn das Wetter etwas besser ist.
Eine Chartaque ist ein Wehrturm im Bereich der Eppinger Linien-Befestigung.
Liselotte mußte auch mit ansehen, wie die Pfalz von Melac, ich habe schon darüber berichtet, durch die Lande zog und auch das Schloß Heidelberg niederbrannte und zerstörte.
Er war ein Mordbrenner und heute noch schaudert es die Menschen, wenn sie den Namen Melac hören.
Ich hoffe, es war dir nicht langweilig und schicke den Post jetzt zu Jutta und dem Naturdonnerstag.
Ich werde weiterhin über meine Touren berichtet und würde mich freuen, wenn die Blogger auch so über ihre Wanderungen oder Radtouren berichten würden.
Deshalb lese ich auch gerne bei der Hündin Ayka gerne, weil sie ihre Touren immer genau beschreibt.
Ich denke du bekommst noch jede Menge Radtouren zu lesen und zu sehen. Schließlich will ich dieses Jahr beim Stadtradeln mitmachen und auch im Urlaub sehr viel radeln und vielleicht schaffe ich locker dieses Jahr mehr als
6.000 Kilometer. Schaun wir mal.
Anbei die Karte, wie ich gefahren bin.
Wetter: Sonnig 6 Grad plus
Luftfeuchtigkeit: 62 %
66,09 Kilometer
631 Höhenmeter
Gesamtzeit: 3:10 Stunden, reine Fahrzeit,
Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,07
Kommentare:
AntwortenLöschenTolle Bericht ! Man fühlt sich als hätte man gemeinsam mit Dir die Strecke befahren .
LöschenEine echt starke Landschaft … da macht Fahrrad fahren auch bei so eine Wetter richtig Freude
LG czoczo
Wie von dir mittlerweile gewohnt, ein interessanter, spannender und auch lehrreicher Bericht mit schönen Bildern !
AntwortenLöschenDu könntest doch mal einen Wanderführer für Fahrrad-Touren schreiben.
Ich danke dir jedenfalls für deine treue Teilnahme am "DND" und schicke
liebe Grüße
Zweck Radführer, bei Komoot mache ich/ wir das schon lange.
Löschen:-))).
Lieben Gruß Eva
O la la Eva - deine Fotos sind immer atemberaubend. Man sieht zwar mehr auf dem Fahrrad als im Auto. Diese Burgruine ist absolut beeindruckend. Ich wünsche dir einen schönen Tag. Liebe Grüsse, riitta
AntwortenLöschenLiebe Eva, ich nochmal.
AntwortenLöschenIch wollte dir für deinen lieben Kommentar beim "DND" danken.
Ich habe jetzt erst die Kommentare gelesen, weil ich als erstes die Beiträge bewundern wollte.
Und ich freue mich, die jedesmal als Erste zu begrüßen :-)
Liebe Grüße
Alles gut, ich bin halt so früh dran, weil ich morgens meist zur Zeit zur KG muss und sonst eben laufen gehe.
LöschenLieben Gruß Eva
Ich fahre oft mit Körbchen auf meinem Fahrrad. Wahlweise auch mal mit Satteltasche - oder mit beidem. Dass ein Körbchen Sch... aussieht ist mir sch...egal ;) :D Rucksack auf dem Rücken mag ich gar nicht beim Fahrrad fahren :)
AntwortenLöschenAber eine wunderschöne Tour hast du gemacht. - Gut aussehen tat er ja, der Kuchen :)
Dir ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Silke
Ja. das glaube ich, ich mag eben kein Körbchen, weil wenn ich alles samt Foto drin habe ist es einfach zu schwer. Satteltaschen ist nicht mein Ding. Kommt aber auch immer auf das Fahrrad an. Bei einem Crossbike sieht ein Körbchen halt merkwürdig aus und über eine Distanz von über 60 und mehr Kilometern ist ein Körbchen eher hinderlich. Ausserdem habe ich die Trinkblase im Rucksack und deshalb eben nur mit Rucksack. Das macht aber jeder so wie er möchte.
LöschenLieben Gruß Eva
Da hattest du ja traumhafte Lichtverhältnisse zum fotografieren. Beim durchscrollen dachte ich mir noch, ob du alle paar Meter abgestiegen bist um Fotos zu machen. Am besten gefällt es mir am Weiher den du entdeckt hast. Aber man merkt auch, dass du mit der Neuen Camera bei der Burg experimentiert hast.
AntwortenLöschenL G Pia
Ich habe ab und an angehalten, aber es hätte noch viele Motive ergeben, aber dann wäre ich nicht vorwärts gekommen und das will ich auch nicht.
LöschenLieben Gruß Eva
Das war wieder ein wunderschönes interessnantes Posting mit deinem Fahrrad.
AntwortenLöschenTolle Fotos hast mit gebracht! Ich denke wenn du so weiter machst hast du die Kilometerzahl zusammen bis zum Stadtradeln.
Schönen Donnerstag wünsche ich dir!
Lieben Gruss Elke
Diesen Ausflug von dir habe ich richtig genossen. Herrliche Aussichten und einen wundervollen Himmel gab es zu bestaunen. Die Wolken waren an dem Tag einfach genial und die Motive standen alle in bestem Licht.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Arti
Das war ja wieder eine der Touren mit viel Erlebnissen verbunden. So alte Gemäuer sind so vollgepackt mit Geschichte, wenn ich bloss immer alles behalten könnte, beeindrucken tun sie mich immer. Tolles Wetter hattest du und 60 km laufen da schnell vom Pedal. Das der Kuchen eine Enttäuschung war, schade für dich. Ich muss gestehn ich bin so eine Radlerin mit einem Körbchen drauf, finde es für meine Bedürfnisse angemessen, vielleicht nicht so sportlich, aber bequem.
AntwortenLöschenGanz liebe Grüße
Edith
Liebe Eva,
AntwortenLöschenwieder hast Du eine wunderbare Tour gemacht und uns mitgenommen. Herzlichen Dank dafür. Deine Fotoreportagen sind einfach wunderschön und Du könntest sicher für fast jede Fahrt ein Fotobuch erstellen und als Tourführer an die Radler verkaufen, die so herrliche Radrundfahrten auch machen möchten. Nochmals Danke für die ausführlichen Informationen und die vielen Hintergrundrecherchen, die einem alles so nahe bringen.
Schönen Donnerstag und liebe Grüße
moni
Vielen Dank liebe Moni,
Löschendas freut mich sehr, dass es dir und den anderen gefallen hat und die Arbeit auch zu schätzen wissen.
Ich mache mich aber auch schon vorher kundig, welche Tour ich mache und hole mir hier die Informationen. Es gehört für mich einfach dazu, dass wenn ich so ein Tour mache, sie auch entsrechend mit Text und Bild zu zeigen.
Das vermisse ich bei vielen Touren immer wieder.
Die Recherchen kosten wirklich viel Zeit, ich mache das gerne, weil auch ich noch etwas draus lernen kann.
Seit gespannt auf die nächste Tour.
Liebe Grüße Eva
Hallo liebe Eva,
AntwortenLöschendanke dir sehr für´s Mitnehmen auf diese schöne Tour und für deinen Bericht.
Hab noch eine schöne Zeit.
Liebe Grüße
Tina
Diese Tour scheint mir wirklich interessant zu sein (aber mit meinem alten Fahrad-Esel lege ich keine großen Strecken zurück), aber ich liebe Burgen und dort am Fluss ist es auch sehr schön. Doch das letzte Foto ist unglaublich, ein Gemälde könnte nicht schöner sein, ich merke, ich gerate ins schwärmen!
AntwortenLöschenLG Heidi
Boah, was für eine tolle Tour, und dann die gute Beschreibung, es istt als ob wir dich begleitet hätten.
AntwortenLöschenDenn so eine Burgentour würde mir auch gefallen.
Ganz leibe Grüsse von Ayka und Frauchen
eine sehr schöne Tour hast du gemacht
AntwortenLöschenund wundervolle Bilder mitgebracht ..
ich mag es auch wenn ich etwas mehr über eine Gegend erfahren kann
liebe Grüße
Rosi
Ich habe dich gern auf dieser Tour begleitet. Dass es extra ein Steine-werfen-verboten -Schild gibt ist doch traurig. Das sollte doch selbstverständlich sein. Liebe Grüße!
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