Flug Westküste Amerika

Glück ist, wenn das Pech die anderen trifft. *Horaz* -

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Ohne Gnade von Bryan Stevenson

Werbung für ein Buch, das ich selbst gekauft und von Niemand zur Verfügung gestellt bekommen habe, sowie Werbung für einen Film mit Verlinkung





Das Buch erschien 2014 auf dem deutschen Markt mit dem Titel "Ohne Gnade". 
Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA.

 Ich habe es mir vor einiger Zeit gekauft, weil ich mitbekommen habe, dass zum Buch bald ein Film erscheinen wird. 

Desmond Tutu schreibt

"Bryan Stevenson ist Amerikas junger Nelson Mandela."

Bryan Stevenson ist Professor an der juristischen Fakultät der New Yorker Universitiy sowie Mitbegründer und Geschäftsführer  der "Equal Justice Initiative" einer Organisation, die sich für Menschen einsetzt, die unter die Räder der amerikanischen Justiz kommen. Er hat Dutzende Verfahren gewonnen und viele Unschuldige vor der Vollstreckung der Todesstrafe gerettet. 

Das Buch rüttelt auf und schildert die aufgeblasene Justiz der USA und ihre Fehlurteile. Was Stevenson aus eigener Erfahrung über Rassismus, Gefängnislobbyisten und den von den Medien angeheizten kollektiven Wahn zu sagen hat, macht mich fassungslos. Stevensons Einsatz für all jene, die den Platz in der gesellschaftlichen Normalität verloren haben, seine akribische Untersuchung der Ursachen eines aus den Fugen geratenen Rechtssystems, das sich furchtbare Fehlurteile leistet, macht den Autor zu einem der ganz großen Bürgerrechtler in Amerika. 
Walter MacMillian wird zu Unrecht verurteilt und Stevenson macht deutlich, dass die Fehlleistungen der Justiz auf gesellschaftlichen Interessen basieren. 

Stevenson erzählt emotional und dicht mit einer analytischen Stärke und weisen den Leser in diese Richtung.

Ein Buch, das man nicht so einfach zu einer Tasse Kaffee trinkt, es fordert einen und man bekommt einen Einblick in das amerikanische Rechtssystem in dem Menschen, egal welcher Hautfarbe, ungerecht verurteilt werden. 

Anfang März konnte ich mir diesen Film anschauen und wer in den Jahren von Donald Trump über Amerika den Kopf schüttelt, sollte sich den Film "Just Mercy" anschauen. 

Dies natürlich erst dann, wenn die CoronaZeit vorüber ist.
 
Hier wird gezeigt, wie gespalten das Land schon immer war und wie Menschen, die an die amerikanische Verfassung glauben, den Kampf um Gerechtigkeit aufnehmen. 

Der Film "Just Mercy" konzentriert sich ganz auf die beiden Protagonisten, den schwarzen Anwalt Bryan Stevenson (ganz hervorragend Michael B. Jordan) und den zum Tode verurteilen Schwarzen Walter McMillian alias "Johnny D", (Jamie Foxx). Er sitzt als Todeskandidat im Gefängnis und ringt um seine Würde. 

Stevenson hätte sich nach einem Harvard Studium lukrativere Jobs aussuchen können. Er geht gegen den Willen seiner Familie nach Monroeville, Alabama um zusammen mit der ortsansässigen Anwältin Eva Ansley
(Brie Larson) Menschen zu verteidigen, die zu Unrecht zum Tode verurteilt wurden oder sich keine angemessene Verteidigung leisten können. 

Einer der ersten Fälle von Stevenson ist der von Walter McMillian, der 1987 für den berüchtigten Mord an einer Achtzehnjährigen zum Tode verurteilt wurde. Das obwohl die meisten Indizien seine Unschuld beweisen und die einzige Zeugenaussage gegen ihn von einem Kriminellen stammte, der ein Motiv hatte zu lügen. In den folgenden Jahren verwickelt Bryan Stevensons Kampf für „Johnny D.“und viele andere ihn in ein Labyrinth aus juristischen und politischen Manövern. Konfrontiert wird er mit offenem und ungeniertem Rassismus, während die Gewinnchancen – und das 
System – gegen seinen Mandanten stehen.

Wer den Film "Wer die Nachtigall stört",  der nach dem Buch der Purlitzer-Preisträgerin Harper Lee gedreht wurde, gesehen hat, der stellt fest, dass dieser Film so ganz anders ist.

Dieser Film zeigt den weißen, gutbürgerlichen Anwalt Atticus Finch (Gregory Peck) der in seiner Verteidigung eines zu Unrecht des Mordes angeklagten Afroamerikaners den institutionellen Rassismus des „Deep South“ (tiefer Süden) der USA offen legt.

Regie in diesem Film führt der hawaiianische Regisseur Destin Daniel Cretton. 

"Just Mercy" ist ein gewaltiges Justizdrama, das einen sprachlos macht und eine zum himmelschreinende Ungerechtigkeit zurück lässt. 


DiMiMI
bei Elke von Mainzauber
  
Ich habe auf das neue System von Blogger umgestellt und ein paar Posts sind verschwunden.

Kommentare

  1. Guten Morgen liebe Eva,
    ein sehr aufwühlendes Buch, das - wie du schon schreibst - nicht mal eben zum Kaffee gelesen werden kann. Dennoch hört es sich fesselnd an und sicher kann man es nicht aus der Hand legen, wenn man einmal begonnen hat. Danke für die Vorstellung.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag - lieben Gruß, Marita

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  2. Guten Morgen liebe Eva,
    in der Tat habe ich von diesem Buch (und auch dem Film) schon gehört, allerdings nicht gelesen. Eine Freundin erzählte mir davon und ja ich muss mal fragen ob sie das Buch noch hat.
    Wer die Nachtigall stört - wie sehr ich dieses Buch liebe und auch die Verfilmung finde ich sehr gelungen.
    Das Buch erinnert mich auch ein wenig an John Grisham "Die Jury" (auch wenn dies eine ausgedachte Geschichte ist).
    Nun wünsche ich Dir einen schönen Mittwoch und sende Dir liebe Grüße
    Kirsi

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  3. Hallo liebe Eva,
    danke, dass du das Buch vorstellst. Über Amerika und seine staatlichen Ungerechtigkeiten wurde ja schon viel geschrieben. Ich wundere mich immer wieder, dass man sich in Europa - zumindest vor Trump - eigentlich immer nur über Russland oder inzwischen auch über die Türkei und Erdogan aufregt, aber die USA weitestgehend abnickt. Zu Zeiten des Vietnamkrieges war das mal anders. Und das ist vielleicht das einzig Positive an Trumps Regierungszeit, dass man sich die Leute mal wieder genauer ansieht. Wobei man natürlich einräumen muss, dass Trumps dumpfe Republikaner nur eine Seite der Gesellschaft darstellen.
    Herzliche Grüße - Elke

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  4. I have not read this book and am not sure if I have seen the film... There are so many books to read. Hope you find your lost blog posts - tricks of Blogger!!!

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  5. Das klingt interessant aber hier liegen noch so viele ungelesene Bücher.
    Liebe Grüße!

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  6. das Buch kenne ich nicht
    aber ich habe schon öfter etwas über das amerikanische Justizsysthem gelesen
    zum Einen völlig überzogene Strafen
    zum Anderen die Zustände in den Haftanstalten
    die zudem noch meist in privater Hand sind ..
    kein Gedanke an Resozialisierung
    sondern nur Rache und weg sperren
    Recht bekommt meist nur der der viel Geld für einen Anwalt hinlegen kann
    ist schon traurig ..

    liebe Grüße
    Rosi

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