Das lüsterne Spiel mit der Macht ist besonders fein gewürzt, je genauer man weiß, was alle anderen nicht wissen. *Christa Schyboll"

Die Cannstatter Bettfedernfabrik am Zuckerleweg in Stuttgart-Bad Cannstatt und noch ein bissele mehr Stuttgart

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Gleich zu Anfang des Stadtradelns von Bietigheim-Bissingen, das bis zum 21. Juli gegangen ist, habe ich mir eine Strecke nach Stuttgart ausgesucht und zwar radele ich immer sehr gerne den Neckartalradweg über Ludwigsburg durch den Favoritepark und Remseck am Neckar. 

Die Mufflons im Favoritepark sind immer recht nett und machen schöne Kunststücke. Sie regen schon zum grinsen an. 




Ich war die letzten Tage mit dem Radeln etwas faul, nachdem ich beim Stadtradeln doch immerhin 1.182 Kilometer geradelt bin und bis zum Ende des Monats noch einiges an Kilometern zusammenbekommen werde. Das sehe ich aber dann in der Monatscollage. Was mich ein wenig ärgert ist, dass das Geld, das erradelt wurde, nicht Bedürftigen in Deutschland zukommt. Da wäre es wirklich sehr nötig gewesen. Wenn das das nächste Mal auch so werden wird, dann mache ich hier nicht mehr mit. Auch wir in Deutschland haben Menschen, die dringend auf Geld angewiesen sind und mir ist es egal, als was ich jetzt wieder beschimpft werde. Es ist meine Meinung und die werde ich auch sagen.

Ich bin soviel geradelt, oftmals habe ich gar nicht mehr fotografiert, aber ich habe wenigens meine Aufzeichnungen, falls Jemand nachfragen sollte. :-))


Gelegentlich fahren wir auch mal weiter nach oben und besuchen dann mal auch die Wetterstation am Schnarrenberg. Da muß ich erst aber noch einen Termin bekommen.

Ja und dazu müssen wir genau über die Brücke und nach oben auf den Schnarrenberg, der in 315, 7 m ü NHN liegt. Das machen wir aber ein anderes Mal.
Nein, es gibt auch noch einen anderen Weg. ,-)))


 

Berichtet habe ich ja schon öfters vom Max-Eyth-See und vor allem der Lösslehmwand, die ich immer wieder fasziniert anschaue.
Berichtet habe ich hier davon schon mal. Es ist zu jeder Jahreszeit interessant dort vorbeizugehen. Lössböden ist 2021 der Boden des Jahres. 

Berichtet habe ich hier: 

https://schwabenfrau.blogspot.com/2020/04/das-cabrio-unter-den-ritterburgen.html

Freienstein nennt sich das Gewann am linken Neckarhang und östlich des Schnarrenbergs. Löß ist ein Sediment. Das feine Gestein wurde während der vegetationslosen Kaltzeiten (Eiszeiten) aus dem Oberrheingraben mit den vorherrschenden Westwinden in Richtung Osten geweht und in Bereichen mit kleinerer Windgeschwindigkeit abgelagert. Lößböden sind sehr fruchtbar.






Der Erdgeschichtliche Aufschluss im Löß Freienstein ("Lößwand") wurde von der Landeshauptstadt Stuttgart in ihrer Funktion als untere Naturschutzbehörde als Naturdenkmal ausgewiesen. Die Landeshauptstadt Stuttgart hat alle ihre Naturdenkmale mit der Verordnung vom 

24. Juni 2003 neu ausgewiesen. Nach diesem Zeitpunkt gab es nur noch eine weitere Stuttgarter Naturdenkmal-Verordnung, mit der die Felix-Mendelsson-Bartholdy-Allee im Unteren Schlossgarten als weiteres Naturdenkmal ausgewiesen worden ist.

Der Erdgeschichtliche Aufschluss im Löß Freienstein ist das einzige Naturdenkmal des Stadtbezirks Münster. Der Schutzzweck des Naturdenkmals ist gemäß der Verordnung wissenschaftlich, naturgeschichtlich und ökologisch begründet. Zudem ist das Naturdenkmal ein Tierbiotop. Als Schutz- und Pflegemaßnahme werden das Freihalten des Aufschlusses sowie gelegentliche Kontrollen aufgelistet. Löß wurde während der vegetationslosen Kaltzeiten (Eiszeiten) aus dem Oberrheingraben mit den vorherrschenden Westwinden in Richtung Osten geweht und in Bereichen mit kleinerer Windgeschwindigkeit abgelagert. Lößböden sind sehr fruchtbar.

Die Wildbienen fühlen sich hier sehr wohl. 

Weiter ging es dann in Richtung Bad Cannstatt und genau zum Zuckerleweg. Der Zuckerleweg ist ein recht steiler Weg, hier liegt der Weinberg, an dem der Cannstatter Zuckerle wächst. Ein wohl ganz besonderer Rotwein. Keine Ahnung ich trinke keinen Wein. 

Es heißt ja:

"Badischer Wein von der Sonne verwöhnt, 

ABER

"Kenner trinken Württemberger".

Weiß ich wirklich nicht, ist mir aber auch egal. 

Während wir so fahren, riskieren wir aber auch noch einen kurzen Blick auf die Burg Hofen, die wir ja schon mal besucht haben. Ach Stuttgart hat soviel zu bieten und wir sind immer noch nicht am Ende. 



Dann slehen wir sie, Die Cannstatter Bettfedernfabrik Strauß & Cie.

Der Jüdische Unternehmer Seligmann Löb Straus gründete mit Hayum Israel 1842 eine Firma in Ulm an der Donau und 1863 wurde die Firma nach Cannstatt verlegt. 










 

Interessant ist auch, dass Seligmann Löb Straus auf dem Israelitischen Friedhof des Steigfriedhofs in Bad Cannstatt beerdigt ist.

Berichtet habe ich von diesem Friedhof hier: 

https://schwabenfrau.blogspot.com/2020/06/ein-tour-mit-dem-pedelec-quer-durch.html

Der Anblick der Bettfedernfabrik ist schon gewöhnungsbedürftig.
Es gab dort immer wieder Polizeieinsätze wegen Hausbesetzungen, Vandalismus und dergleichen mehr. Inzwischen ist wohl ein neuer B-Plan in Bearbeitung, der ca. 130 Wohnungen vorsieht. 
Laut einem Bericht der Cannstatter bzw. Untertürkheimer Zeitung sollte der Abriß von 2020 erfolgen.
Es wäre eine schöne Sache, wenn hier Wohnungen entstehen würden, denn der Anblick auf die Weinberge und den Neckar würde ein schönes Wohnen ergeben. 

Dann kommen wir noch zu den  Skulpturen, die einmal auf der wunderschönen König-Karl-Brücke in Stuttgart gestanden sind. Die König-Karl-Brücke war ein beispielhafter Brückenbau der die beiden Stadtteile  Bad Cannstatt (dazu schreibe ich demnächst noch etwas) und Stuttgart verbunden hat. Im Jahr 1944 wurde diese wunderbare Brücke, die von König Wilhelm II. am 27. September 1893 eingeweiht wurde und eine Konstruktion von Karl von Leibbrand, der zum Ehrenbürger von Cannstatt ernennt wurde, von der Deutschen Wehrmacht sinnlos zerstört.

Die Brücke wurde nach König Karl I. dem Sohn von WilhelmI. und seiner dritten Frau Pauline benannt. Karl war der Ehemann von Königin Olga.

Auf der König-Karl-Brücke gab es vor den Pylonen 4 Personengruppen, sie symbolisierten Landwirtschaft, Industrie, Handel und Verkehr, sowie die Wehrkraft.
    Die Figuren vor den Pylonen wurden von Adolf Fremd 1910 geschaffen.
Adolf Fremd würde sich wundern, was mit seinen Skulpturen geschehen ist.

Die Wehrkraft steht heute nahe der Hall oft Fame  

 


 und der Handel nahe dem Mineralbad Berg. 



 

Diese Hall of Fame ist gewöhnungsbedürftig und nicht meins. Es stinkt gewaltig und keiner räumt die Spraydosen auf.

Die König-Karl-Brücke überspannt heute wieder den Neckar und ist eine Stehlbetonbrücke und ein Verkehrsmoloch. Schön ist sie nicht.
Nach der Sprengung wurde diese Brücke komplett abgebaut und die Pfeiler, die übriggeblieben sind, in die neue Brücke verbaut. Es ist eine Schade.

Ich habe hier noch alte Postkartenbilder von dieser wunderschönen Brücke, die ich aus dem Nachlass meines Vaters habe. Ich habe noch mehr wunderschöne Dinge von Stuttgart von meinem Vater geerbt.  





Durch die Innenstadt ging es dann weiter in Richtung Bärensee und Solitude und von dort wieder in Richtung Heimat. 

Eine sehr schöne Tour, die ich immer wieder mal so zwischendurch mache, inzwischen schon fast eine Trainingstour für mich und recht schnell erledigt. 

Mein Freund radelt zur Zeit im Lechtal und kommt kurz zurück und radelt dann weiter mit seinen Freunden. Aber dann im August wird es einige Touren auf der Alb geben und wir wollen auch zum Neuffen hochradeln. Das schaffe ich mit meinem neuen Rad locker. Freu! Aber auch sonst wird noch einiges folgen.
Zuerst aber noch die alten Touren u.a. die Remsweg-Tour mit Brigitte über
100 Kilometer.
Mit ihr treffe ich mich am Sonntag, mal sehen, was wir machen, je nachdem wie das Wetter ist, entscheiden wir das spontan.


Heute bin ich wieder beim Samstagsplausch dabei und
auch bei Gartenwonne

Ich habe mich mal wieder mit Charles de Gaulle befasst und bin nochmals seine Deutschlandreise 1962 durchgegangen und habe daran gedacht, dass ich seine Rede damals im Schloßhof von Ludwigsburg zusammen mit meinem Vater gehört habe. Charles des Gaulle sprach die Rede an die Deutsche Jugend am
9. September 1962 in astreinem Deutsch. Schon toll!
Ein großer Staatsmann und für mich ein großes Ereignis. 



Zusammenfassung

Tour 1.Juli 2021
75,71 Kilometer
Wetter: 13 Grad
685 Höhenmeter
483 Climb
202 Downhill
Fahrzeit; 4,5 Stunden

Karte:



Kommentare

  1. Das war aber eine lange Tour. Lustig, dass du über Bettfedern schreibst, wenn ich grad mein Kissen umwandle. :-) Traurig, wie diese Fabrik aussieht, ja, eine wahre Oase für die Halb- und Unterwelt. Ob da tatsächlich gebaut wird? Sogar Visiere sind keine Garantie in diesen Zeiten. Ich wünsche dir ein frohes Wochenende. Regula

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    1. Ich weiss nicht, ich würe es mir schon wünschen, dass hier gebaut wird, denn es ist nicht so schön. Aber wenn dir bekannt ist, wie lange so ein Abriß dauert und bis hier alle Ämter ihren Segen dazu gegeben haben, dann ist da nicht schnell erledigt. Ausserdem muß hier noch ein B-Plan u.U. erstellt werden und das dauert und kostet auch.
      Wenn du man in dieser Brance gearbeitet hast, dann weisst du wie lange sowas dauert.
      Liebe Grüße Eva

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  2. Liebe Eva,
    Du bist unheimlich viel geradelt, da kann ich nur Staunen. Leider schaffe ich nicht soviel, bei mir ist immer die Zeit zu knapp. Letzte Woche schaffte ich zum Beispiel nur rund 60 km, und heute möchte ich auch wieder eine Runde drehen.
    Du entdeckst auch unheimlich viel auf Deinen Touren, danke fürs berichten und zeigen. Ich finde das sehr interessant.
    Die Fabrik sieht wirklich schlimm aus, aber mittlerweile wundert es mich nicht mehr, dass man solche Orte auch hier in Deutschland findet.
    Ich fände es übrigens auch besser, wenn das erradelte Geld den Flutopfern zu Gute käme.
    Jetzt lese ich übrigens mein erstes Buch, besser Novelle, von Eduard Mörike "Mozart auf der Reise nach Prag". Meine Erwartungen waren ja sehr hoch, nachdem ich diesen Schriftsteller durch Dich kennen gelernt habe, und sie wurden bisher nicht enttäuscht. Das ist genau das, was ich gerne lese.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang,
      ich radele gerne und ich radele viel und vor allem, ich habe viiiiieeeeelllll Zeit.
      Das ist etwas, was ich schätze und ich habe keinerlei Verpflichtungen, was ich noch mehr schätze. Deshalb kann ich das alles auch machen, das darf man nie vergessen, wenn ich morgens nicht aufstehe oder was ähnliches, kümmert das keinen Menschen.

      Es ist doch schön, dass du bei deiner knappen Zeit doch auch soviel machen kannst und vor allem auch einen Garten hast. Ich weiss, worauf ich mich einlassen würde, ich möchte keinen, ich gehe lieber raus in die Natur.
      Jaa, Mörike ist nun mal mein Schriftsteller, schön, dass du ihn auch kennengelernt hast.
      Ich kann dir seine Gedichte und Schriften nur empfehlen.
      Auch seine Lebensgeschichte ist sehr interessant, heute würde man sagen, dass er einfach mit der Welt nicht zurechtgekommen ist.
      Ich kann dir auch Hölderlin sehr ans Herz legen, befasse dich mal mit ihm, du wirst sehen.
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar.
      Grüße Eva

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    2. Liebe Eva,
      von Hölderlin habe ich schon gehört, nur Gutes, und wenn ich mich nicht täusche, dann habe ich auch ein Buch von ihm im Regal stehen. Mit dem Lesen geht es mir allerdings wie mit dem Radeln und allem anderen, was ich gerne tue, es fehlt schlicht die Zeit, aber irgendwann wird es besser.
      Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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  3. Wuff, ich komme fast nicht nahc deine reichen Berichte zu lesen - denn die Sommertage verbringe ich ja am liebsten auf den Jurahöhen.
    Trotzden war weider eine tolle Radtour mit ungemein vielen Hienguckern.
    Wauzt die Ayka zum Wochenbeginn

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  4. Hallo Eva,
    schade das es wohl zu spät ist um die Gebäude zu retten, es wäre vielleicht möglich gewesen sie zu renovieren und danach als Wohnungen umzubauen. Aber da müsste ja ein Investor gefunden werden und es ist sicherlich sehr teuer.
    Liebe Grüße
    Hannelore

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    1. Liebe Hannelore,
      hier tut sich schon etwas, aber das müssen noch so viele Imponderabilien aus dem
      Weg geräumt werden, das dauert.
      Liebe Grüße Eva

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