Das lüsterne Spiel mit der Macht ist besonders fein gewürzt, je genauer man weiß,was alle anderen nicht wissen. *Christa Schyboll*

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Schotterglück in den Löwensteiner Bergen oder eine Graveltour

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Am 5. September 2021 haben mein Freund und ich beschlossen wieder mal eine Graveltour, dieses Mal in den Löwensteiner Bergen, zu unternehmen. 

Er ist so der Radsportler und fährt am liebsten solche Touren mit Single-Trails usw. Manchmal ist mir das schon ein wenig zuviel. Aber zu was hat man denn ein Moutainbike, die sind ja so ausgelegt, dass sie das alles aushalten. 

Auf dem Murrtalradweg von Marbach nach Steinheim an der Murr waren an diesem Sonntag unglaublich viele Menschen unterwegs. Es ist unbeschreiblich, wieviele Leute ein Pedelec haben und damit absolut nicht zurecht kommen. Manche sind total überfordert und sie fahren in der Mitte und versperren einem den Weg, sodass man nicht überholen kann, Manchmal habe ich den Eindruck, sie wissen nicht, wo links und rechts ist. Da wird dann auf dem Radweg in der Mitte getratscht, anstatt man an die Seite fährt. Irgendwann fahre ich mal einen um. Ehrlich es nervt. 
Dann kommen noch die Hundenbesitzer dazu, die ihren Hund frei oder an der langen Leine laufen lassen.
Gottseidank ist man diese Radler dann los, wenn es in die Höhe geht und es schwieriger und matschig wird.






 

Ich hatte ja schon mal geschrieben, was "graveln" ist.
Graveln = Englisch für Schotter oder Kies. Vor einigen Jahren kamen
Radsport-Fans auf die Idee,
Radmarathons nicht nur auf asphaltierten Straße zu fahren, sondern eben auch auf Schotter und Kies.

Ein Gravelbike ist ein Rennrad nur, dass die Reifen dicker und massiver sind, als bei einem Rennrad, sodass man auch auf Schotter und Kies und auch mal im Dreck (sogenannte Singletrails) fahren kann. 

Inzwischen gibt es auch die sogenannten Gravel Grinder-Rennen. 

Solche Touren kann man auch sehr gut mit einem Moutainbike mit den entsprechenden Stollenreifen fahren und hier gibt es dann auch noch die entsprechenden Singletrails, die hier in den Löwensteiner Bergen nicht nur steil und abschüssig sind, sondern auch eng und knackig. 

Nun gut, inzwischen fahre ich einen S0 bzw. einen S1 Trail ganz gut, nur bei S2 wird es schwierig, da muß ich noch dran arbeiten, falls ich das jemals schaffe! Bei meinem Freund kann ich immer wieder nur staunen, wie der einen S2 nimmt.
Grrr, ohne mich.

ABER, aufpassen ein S1 ist nicht gleich ein S1, es kann sein, dass sich in ihm auch Passagen eines S2 befinden usw. 

Mir ist das bei dieser Tour in den Löwensteiner Bergen passiert und die Radlerin, die diese Tour mit einem nicht "motorisierten" Gravelbike geplant und gemacht hat, der gehört meine Hochachtung. 

Es ist eine sehr schwere Tour, die schon fordert, ich habs geschafft, bin zwar vom Rad in den Dreck gefallen und bin dann den Trail gelaufen, weil er mir einfach zu schwer war. 

Gefahren sind wir mit dem Auto und dem Fahrradträger nach Marbach am Neckar (mein Freund kommt ja aus dem Umland und wohnt nicht hier) dort haben wir geparkt. Über Steinheim an der Murr in Richtung Forsthof, Kleinaspach, immer schön durch den Wald auf vielen schmalen Pfaden  bis nach Nassach und in Richtung Prevorst, von hier habe ich auch schon mal von der Seherin von Prevorst berichtet. Aber meine Tour damals war um Klassen einfacher, als die, die ich hier zu bewältigen hatte.
Entspanntes Fahren, eher nicht, Frau kommt an ihre Grenzen, Mann macht sich da nix aus, der freut sich.

Weiter ging es dann über den Warthof, das ist eine verfallene Burg bei Spiegelberg, die zu Beginn des 12. jahrhunderts entstanden sein soll. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte sie zur Herrschaft der Grafen von Württemberg. 1525 wurde die im 15. Jahrhundert erneuerte Burg im Bauernkreig erneut zerstört. 

Die heutigen Gebäude von Gut Warthof wurden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts vom damaligen Besitzer Hans Dietrich von Plieningen errrichtet. Im vorigen Jahrhundert wurde der Warthof Revierförsterei, die ist er - inzwischen 1974 gründlich renoviert - bis heute noch und gehört zum Forstamt Backnang.

Man kann die Burg leider nur von außen betrachten und über den Forsthof schreibe ich im nächsten Post dann was.
Man kann diese Telefonnummer anrufen und dann kann man die Geschichte der Burg in schwäbisch und in hochdeutsch hören.
Ist ganz nett. 




Weiter ging es dann durch den Wald an Pilzen vorbei, die hier auf manchen Touren auch recht gut wachsen und man findet auch mal einen Wiesenchampignon unterwegs und auch ein paar Herbstzeitlose. 

 



Wiesenchampignon


Gefunden habe ich auch diesen Pilz und ich bin mir aber nicht sicher der
Spaltblättling zu sein. 


Viel Zeit hat man allerdings bei solchen Touren nicht zum Fotografieren aber dennoch schaffe ich es immer wieder. Allerdings nicht immer, so wie neulich, da muß ich schon zulegen. Aber man macht ja eine Radtour und keine Fototour und mein Freund will halt etwas für sich tun, der ist inzwischen ja auch schon 70 Jahre alt, klasse aber auch die Damen und Herren in der Gruppe sind nicht viel jünger, eher älter und hier sieht man wieder, was das doch ausmachen kann, wenn man was für sich tut. 

Ein paar Landschaftsbilder sind mir doch noch gelungen und hier sieht man auch im Hindergrund den Juxkopf bei Spiegelberg, den haben wir auch schon mit dem Rad erklommen. 


Dann waren wir noch an einem bestimmten Punkt, da wollte ich unbedingt hin, aber das verrate ich im Moment nicht. 

Es ist eine Art Denkmal und neben diesem Denkmal steht ein Sommerflieder, der gehörte an diesem Tag den Schmetterlingen. Admirale, Kaisermäntel, Zitronenfalter es war alles da. Nur, ich hatte keine Zeit und so ist mir nur dieser Admiral so halbwegs gelungen.
Soviele Schmetterlinge wie dieses Jahr habe ich selten gesehen.


Um dieses Objekt geht es auch. 



 

 ABER, ich habe die Tour am 7. September 2021 nochmals gemacht, dieses Mal allerdings nicht mit den  Trails (doch einen S2 habe ich kurz nach oben laufen müssen) aber sonst gab es Asphalt und Schotter.
Diese Tour war richtig entspannend zwar mit 90 Kilometern sehr lange, aber ich habe sovieles gesehen und war schon recht dankbar dafür. Ich war selbst überrrascht was wir hier alles haben.

Die Tour werde ich voraussichtlich am Montag bringen, wenn es mir reicht, denn am Wochenende bin ich ja wieder auf Tour, das Wetter wird ja wieder total schön.
Diese Tour wird wieder sehr umfangreich werden, aber das ist ja auch viel für mich, weil ich doch einiges noch nicht wußte. 

Zusammenfassung Tour am 5. September 2021
69,5 Kilometer
2.521 Höhenmeter
1.271 Climb
1.250 Downhill
Reine Fahrzeit 4:55 Std.
Wetter:20 Grad
Feuchtigkeit: 65 %

Straßenbeschaffenheit,
Loser Untergrund: 40 Kilometer.
29,5 Kilometer, fester und grober Kies, Asphalt Straße
Abseits von verkehrsreichen Straße, meist durch den Wald

Karte:


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