Ready for take off
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Der Titel ist etwas verwirrend, aber ich fliege ja auch schn lange nicht mehr.
Es sollte nur eine Einstimmung auf den Stuttgarter Flughafen sein.
Bei der letzten Tour im Oktober sind wir auf den Stuttgarter Flughafen geradelt. Ich wollte auch mal Flugzeuge beim Starten und Landen fotografieren.
Aber erst mal der Reihe nach.
Vom Wohnort sind wir in Richtung Bärensee geradelt und haben kurz am Wildschweingehege Halt gemacht.
Die Wildschweine haben sich nicht stören lassen und es ist schon traumhaft, wie diese Tiere den Boden umpflügen.
Wir haben leider die Äpfel zuhause vergessen, denn das mögen sie sehr gerne und das darf man auch.
Ein kleiner Frischling sagte uns auch noch guten Tag.
Aber in freier Wildbahn möchte ich keiner Bache oder einem Keiler begegnen.
Mein Chef erzählte mir immer wieder, dass er mal auf Wildschweinjagd war und ihm ein Keiler gegenüberstand.
Dieser Keiler hat ja ganz schöne Hakenzähne im Oberkiefer "Haderer" und im Unterkiefer "Gewehre". bzw "Hauer".
Er hat den Keiler aber dann schon noch erlegt und an der Wand in seinem Arbeitszimmer hingen dann diese "Haderer". Ich möchte keinem Keiler begegnen aber auch keiner Bache begegnen und von ihren "Haken" berührt werden.
Aber hier hinter dem Zaun sind sie ja ungefährlich, aber ich habe schon mal mitbekommen, dass der Zaun beschädigt war und sie dann abgehauen sind.
Die Lichtverhältnisse waren an diesem Tag wirklich nicht so gut.
Es ging dann weiter zum Bärensee, der um diese Zeit abgelassen wurde und wie er jetzt aussieht, das muß ich mir mal gelegentlich anschauen. Bislang hatte ich nicht die Gelegenheit.
Bin zwar geradelt, aber jeweils in eine andere Gegend.
Abgelassen wird der Bärensee deshalb, weil die Stadt Stuttgart den Damm richten lässt.
Dann kamen wir kurz noch am Bärenschlössle vorbei, weil ich hier die Bären fotografieren wollte, Diese Bären stehen schon so lange vor dem Bärenschlössle, das allerdings vor Jahren mal abgebrannt ist und dann wieder aufgebaut wurde.
Der Bärensee heisst auch so, weil früher hier die oberen Herrschaften Bären gejagt haben.
Auf den Bären bin ich schon als kleines Kind geritten, als meine große Schwester und ihr damaliger Freund, der mich auf den Schultern immer getragen hat und ich in seinem Haar gekrault habe, mit mir um die Seen gelaufen ist. Wir wohnten damals in der Grimmstrajße in Stuttgart-West. Was waren wir oft dort.
Die Bären habe ich deshalb fotografiert, weil sie von der Künstlerin Lilli Kerzinger-Werth gestaltet wurden.
Dass diese Bären von dieser Künstlerin sind, habe ich erst mitbekommen, als ich den Post über eine Tour nach Stuttgart geschrieben habe und dort den Salamanderbrunnen vorgestellt habe.
https://schwabenfrau.blogspot.com/2022/10/stuttgart-mit-stuttgart-2-von-und.html
Den Salamander hat die Künstlerin auch gestaltet und noch mehr.
Natürlich wollte ich auch noch den Rohrer Bären am Rohrer See sehen, den sie ebenfalls gestaltet hat.
Das ist aber auch ein so schöner Bär, den ich gleich in den Arm genommen habe.
Der Rohrer Bär steht am Wasser und am Rohrer See, das ein schönes Naturschutzggebiet ist.
Er ist das Wahrzeichen von Stuttgart-Rohr und wurde seiterzeit zur Eingemeindung nach Stuttgart 1936 gestiftet.
Ursprünglich war er aus Sandstein und er wurde immer wieder durch Menschen beschädigt.
Durch verschiedene Initiativen durfte der Bär, dann neu gestaltet, in Bronze wieder am See stehen.
Er wurde begeistert aufgenommen. Er ist aber auch soo süß.
Rohr ist ein Stadtteil von Stuttgart und gehört zum Stadtbezirk Vaihingen. Der Stadtteil liegt am Rande des Glemswaldes und ist ca. 10 Kilometer vom Stuttgart Stadtzentrum entfernt.
Rohr wurde erstmals 1271 als Rohr urkundlich erwähnt. Eine Familie v. Rohr, Lehnsleute der Pfalzgrafen v. Tübingen, wurde 1262 bis 1406 genannt. Die Oberherrschaft kam wohl um 1400 an Württemberg und Rohr wurde dem Amt/Amtsoberamt Stuttgart zugeordnet. 1936 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde nach Vaihingen eingemeindet und kam mit diesem 1938 zum Landkreis Böblingen und 1942, mit der Eingemeindung Vaihingens nach Stuttgart, zum Stadtkreis Stuttgart.
Oben ist noch die Laurentiuskiche zu sehen, die leider geschlossen war, aber ich denke auch hier werde ich noch was über diese Kirche schreiben, denn sie ist durchaus interessant.
Das
feuchte, sumpfige Gelände mit Schilf- und Rohrkolbenbeständen am Rohrer See war wahrscheinlich namensgebend für den Ortsteil Rohr.
Der
Schlattbach fließt durch die beiden Seen, die für die Grünanlage
scharakteristisch sind. Auf der Insel des oberen Sees stand von 1250 bis
1312 die Burg-und Wohnanlage der Ritter von Rohr, die auf ihrem Grund
auch die benachbarte Laurentiuskirche stifteten.
Am unteren See befinden sich an der Seeterrasse Ruhe- und Aufenthaltsbereiche, die zu Beginn der 90er Jahre auf der Fläche der Gleisschleife anstelle der früher dort wendenden Straßenbahn eingerichtet wurden.
Hier stand sie mal die Wasserburg der Ritter von Rohr.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserburg_Rohr
Diese Teichralle fand uns überhaupt nicht störend und posierte auch noch dazu. Dankeschön.
Wir radelten dann weiter in Richtung Flughafen und unterquerten wieder den Stuttgarter Flughafen.
Der Radweg führt in einem Tunnell unter dem Flughafen hindurch.
Es geht, ich bins schon einmal mit dem Freund gefahren, aber der Weg ist so schmal, dass man ins Zittern kommt und es darf dir auch Keiner entgegenkommen. Deshab muß man auch entsprechend langsam fahren.
Schön ist das nicht, aber man muß durch.
Wir wollten noch zu der Terrasse, auf der man die Flugzeuge sehen kann, wie sie starten und landen.
Aber, die war mit lauter Fotografen besetzt. So machten wir uns das einfach und fuhren zum Cafe Schill und beobachteten dort auf der Terrrasse, mit Kaffee und Kuchen, die Landebahn des Stuttgarter Flughafens.
Den Draht konnte ich leider nicht vermeiden. Es ist Natodraht, der ist besonders gefährlich und auch am Gefängnis in Stuttgart-Stammheim zu sehen. Er enhält kleine rasiermesserscharfe Teile.
Mein Freund hat eine App auf dem Handy, hier kann er genau sehen, welche Maschinen kommen und gehen.
Zwischendurch kommt auch eine Cessna und die wirklichen Vögel fliegen davon.
Diese hier flog nach Istanbul
Diese hier kam von Wien
Diese Maschne ging nach Barcelona.
Dann ging es wieder auf den Heimweg. Es war die letzte Tour im Oktober. Inzwischen haben wir wieder ein paar Touren gemacht, die auch interessant waren.
Immer wieder schön ist, dass es doch noch soviele Blümlchen gibt.
Hier die Phacelia
und der
Zweijährge Lein
Die Tour war nicht ohne, absolut nicht, da hatte es ordentlich Steigungen dabei und wir sind auch Trails gefahren, die nicht ohne waren. Natürlich war es auch rutschig und dreckig. Aber das nimmt man ja in Kauf, auf Asphalt kann jeder fahren.
Mein Rad hat jetzt in 1 1/2 Jahren 10.300 Kilometer auf dem Tacho. Nun wird es Zeit, die 2 Bremsscheiben, die Kassette, die Kette und die Umschaltröllchen auszutauschen.
Mein Radhändler hat mir gesagt, dass es 500 Euro kosten soll. Super, mein Freund macht das kostenlos und die Teile bekomme ich richtig preiswert im Internet. Neee, ich denke irgendwann macht mein Freund einen Radhandel auf Für ihn ist das kein Problem, das Werkzeug hat er ja.
Heute wäre auch ein schöner Radtag gewesen, aber ich war ja gestern bei meiner Schwester, wir waren in der Stadt und haben dort eingekauft. Sie hat durch ihre Borreliose so große Probleme und Nervenschmerzen und noch andere Dinge, so dass ihr das Gehen schwer fällt. Trotzdem macht sie mit 86 Jahren noch ihren Haushalt. Aber ich denke, sie braucht Unterstüzung und so sind wir überein gekommen, dass ich einmal die Woche mit ihr alles so erledige, was anfällt.
Eine Haushaltshilfe möchte sie nicht haben.
Gelaufen bin ich gestern und heute zusammen 3.000 Schritte. Muß ja auch mal gesagt werden, nachdem manche das auch tun.
Ich habe ja noch die Parteiarbeit im Nacken, da muß ich schauen, dass ich hier auch etwas zuwege bringe. Deshalb ja auch mein Blogende im neuen Jahr. Vielleicht mache ich doch noch weiter, aber erheblich weniger. Aber das Radeln usw. werde ich sicherlich nicht aufgeben und nach Stuttgart-Möhringen kann man auch von hier aus radeln, das ist in nicht ganz zwei Stunden erledigt.
Ich wollte den Post heute morgen schon wegschicken, da ich heute morgen mit meiner Schwester ins Krankenhaus zur Untersuchung mußte, habe ich bei ihr übernachtet und bin erst vorher nach Hause gekommen.
Zudem habe ich jetzt Windows 11 auf dem Rechner und das ist eine kleine Umstellung, aber sonst alles wunderbar. Ich hätte nie gedacht, dass das so gut läuft.
Zusammenstellung
Radtour am 29. Oktober 2022
94 Kilometer
2324 Höhenmeter
1162 Climb
1162 Downhill
Fahrzeit 4,5 Stunden
Wetter: 13 Grad bedeckt
Luftfeuchtigkeit 81 %
Kommentare
AntwortenLöschenvon Helga:
AntwortenLöschenLiebe Eva,
alle Deine Touren die Du zu letzt vorgestellt hast, habe ich bestaunt und bewundert. Auch die Stuttgart Flughafen Tour war wieder sehr ansehenswert. Bin ja selbst Anwohner am Albrecht Dürer Flughafen in Nürnberg und habe ihn „Daherwachsen“ sehen seit 1970. 🤔 Brauchts das nun? Gute Frage, weiß ich nicht. 🤫
Der Bärensee mit seinen Einwohnern, sicherlich eine schöne und gemütliche Umgebung. Haha, den Keiler, Wildsau, genauer ausgesprochen :
Ronald Keiler - alias Roland Kaiser, den würde ich trotz Krallen und Hauern nicht verscheuchen. 🤣 In allen Lebenslagen willkommen.
Danke für die schönen Eindrücke die ihr Beide wieder aufgesammelt habt. Lese ich gerne und werde sie dann ab Januar vermissen. Großen Respekt vor Deiner Schwester, wünsche ihr alle Gesundheit der Welt und grüße sie ganz herzlich, desgleichen gilt auch für den 🚴♂️ bicycle mechanic, Helga
Hallo Helga,
AntwortenLöschendanke für deinen Kommentar, ja vor meiner Schwester kann man nur den Hut abnehmen.
zwei Kinder im Säuglingsalter gestorben, viel Pech gehabt im Leben, sehr sparsam gewesen, aber auch einen Mann und eine Familie hinter sich gehabt.
Aber sie hat auch Glück mit ihren andern 2 Kindern. Der eine Neffe kümmert sich rührend um seine Mutter, hat aber auch einen stressigen Job.
Meine Schwester hat über Jahre ihren dementen Mann ohne fremde Hilfe gepflegt.
Als ich gesehen habe, wie krank sie ist, da kann man sich nur noch wundern, wie sie noch ihr Tagewerk so schafft, andere wären hier vor jammern schon im Grab.
Vielen Dank für den Gruß, den habe ich ausgerichtet und Gruß zurück.
Aber auch an den Fahrradmenschen habe ich den Gruß ausgerichtet, auch einen Gruß zurück.
Es ist schon toll, dass er das alles macht und kann.
Psssttt, er kann auch kochen, allerdings ist er eine Fleischfresser.
Aber soll er, ich liebe ihn trotzdem.
Grüße Eva