Botanischer Obstgarten und Schilfsandsteinbruch Heilbronn
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Ich denke mittlerweile hat Jeder vom Wetter genug und ich auch.
Bin nicht viel zum Radfahren gekommen.
Nun ja, gerade mal 333 Kilometer, aber da kommt morgen und am Donenrstag noch was dazu.
Ich bin gar nicht zufrieden und ich hoffe, dass sich das dann endlich im Mai ändern wird.
Das Wetter sah diesen Monat an einem Mittwoch nicht schlecht aus und ich bin nach Heilbronn geradelt, weil ich unbedingt die Obstblüten im Botanischen Obstgarten in Heilbronn ansehen wollte und ich wurde nicht enttäuscht.
Diesen Garten nehme ich meist als Ausgangspunkt für verschiedene Touren in Heilbronn. Er liegt zwar am anderen Ende von Heilbronn und fragst du mal einen Einwohner von Heilbronn nach dem Garten, erntest du nur Kopfschütteln und Ratlosigkeit, "noch nie gehört". Gut, man kann schließlich nicht alles wissen.
Hääää!
Ich denke, ich nehme diesen Garten auch im weiteren Verlauf des Jahres, verschiedene Touren habe ich ja schon aufgeschrieben.
Die Tour nach Heilbronn ist auf dem Neckartalradweg absolut nicht schwer, das sind ca. 38 Kilometer (ein Weg) und es geht fast von selbst und einen Motor brauchst du auch nicht.
Unterwegs habe ich am Neckar noch eine Menge Gundermann gesehen, dieses Heil und Wildkraut mag ich ganz besonders.
Im Botanischen Garten erwarteten mich soviele wunderschöne Blumen und auch Blüten, nur die Sonne hat gefehlt, bitte blauer Himmel.
Der kam eben nicht, aber dafür jede Menge Apfel- und Birnenblüten.
Was ich besonders schön finde, überall an den Bäumen sind die jeweiligen Sorten an den Bäumen an kleinen weißen Schildchen gekennzeichnet.
Ich war in den letzten Jahren immer wieder in diesem Garten und auch im letzten Jahr, als ich von Heilbronn aus nach Schwaigern gefahren bin.
https://schwabenfrau.blogspot.com/2022/04/vom-obstbotanischen-garten-flossis.html
Auch hier da habe ich auch die verschiedenen Weinberghäuschen, die in diesem Garten stehen unter die Lupe genommen.
https://schwabenfrau.blogspot.com/2021/11/2510.html
Damals bin ich auch hoch auf den Wartberg gefahren und habe das historische Weinberghäusle besucht.
Ich bin sicher, ich radele wieder hin und sehe mich in Heilbronn um, auf das ehemalige Bundesgartenschaugelände möchte ich ja auch mal wieder.
Im Botanischen Obstgarten gibt es auch immer wieder Märkte und Ausstellung, wer mal schauen möchte. Ich bin sicherlich mal mit dem Rädle dort.
https://www.botanischer-obstgarten.de/
Vielleicht mache ich das gleich morgen, denn da es heute geregnet hat und ich mein Rad nach der Mountainbiketour am Samstag in der Waschanlage hatte und alles wieder ordentlich geschmiert habe und ich nicht im Dreck fahren möchte. Vielleicht gehts auch woanders hin. Aber jedesfalls nicht im Wald und nicht im Dreck.
Mal sehen. Am Donnerstag wird es gewaltig schön und da möchte ich im Kraichgau eine Seenradtour machen.
Immer wieder freue ich mich, wenn ich diesen Garten besuche an den schönen Blumen, Blüten und Häuschen, das finde ich richtig malerisch.
Ja, auch die Japanische Blütenkirsche blühte noch
und
Siebolds Zierapfel (Malus sieboldi)
Der Grund meiner Radfahrt nach Heilbronn war aber auch das, dass ich schon lange zum Schilfsandsteinbruch unterhalb des Jägerhauses in Heilbronn wollte.
Damals, als ich zur Köpferquelle gefahren bin, wollte ich schon hin, da der Steinbruch nicht weit weg ist. Aber da ich damals im Dreck gelandet bin, ist mir die Lust vergangen. Man kann das auch an einem anderen Tag anfahren, was ich auch gemacht habe.
Vom Botanischen Garten aus, fährt man die Jägerhausstraße steil nach oben, es ist eine Autostraße, allerdings ist neben der Straße auch ein Radweg.
Ich bin auch diese Strecke zum Jägerhaus schon oft gefahren und habe nie daran gedacht, hier oben links abzubiegen und in den Steinbruch hineinzufahren. Übrigens von dort oben aus kann man auch tolle Touren nach Weinsberg und Neckarsulm machen, das mache ich sicherlich auch mal, ist mal etwas anderes, als immer nur auf dem Neckartalradweg. Allerdings hat man, wenn man hier oben hochgeradelt ist schon jede Menge Puste und Strom verbraucht.
Inzwischen habe ich aber ein kleines Ladegerät, da kann ich dann unterwegs an einer Ladestation bequem aufladen.
Unter dem Schilfsandsteinbruch konnte ich mir nichts vorstellen und war begeistert, was sich mir hier geboten hat.
Ich bin mir sicher, dass ich den Steinbruch im Sommer nochmals anradeln werde, denn die Tafel hier verspricht schon einiges.
Die Schilfsandsteinbrüche am Jägerhaus gehören zu den schönsten des ganzen Landes.
Die Estherienschichten sind nach kleinen Krebsen benannt, die als Fossilien in diesen Gesteinschichten gefunden wurden.
Dieser Schilfsandsteinbruch ist ein ehemaliger Steinbruch in Württemberg und hat ein halbes Jahrhundert wertvolles Baumaterial, das nicht nur in Heilbronn, sondern auch weit über die Stadgrenzen von Heilbronn und auch Württembergs hinaus hohes Ansehen genossen hat.
Nach der Aufgabe der Nutzung drohte der Steinbruch, wie vielen anderen auch der Verfüllung. 1972 wurde er durch das Regierungspräsidium Stuttgart als Naturschutzgebiet ausgewiesen. 1986 erfolgte die Erweiterung des Schutzgebietes auf knapp 30 ha.
Es ist ein wundervolles Gebiet und man kann einiges anschauen. Gewaltig ist das Steinbruchgelände und auch ein wertvoller Lebensraum für die heimische, wild lebende Tier- und Pflanzenwelt.
Der Schilfsandstein entstand aus Sandablagerungen von Flüssen vor etwa 230 Millionen Jahren. Sein Name ist auf eine fehlerhafte Bestimmung von fossilien Pflanzenresten zurückzuführen. Erst später wurde festgestellt, dass die versteinerten Reste von Schachtelhalmen stammen, doch da war der Name Schilfsandstein schon eingebürgert.
Nicht immer sind Schichtgrenzen so gut zu erkennen, wie hier zwischen Schilfsandstein und darunterliegendem Gipskeuper.
Sie belegen einen Wandel der Ablagerungsbedingungen und sind wichtig für die Klima- und Landschaftsrekonstrukion.
Noch erhaltene Steinschütten
Überall am Wege stehen diese numerierten Pfeiler, durch die man durchschauen kann und sich Informationen holen kann.
Schildfarne, die gedeihen hier besonders gut.
Bild unten!
Je nach Fließgeschwindigkeit schnitt das Wasser unterdurchschnittlich
tief in den weichen Untergrund ein.
Uff, hätte ich nur in der Schule besser aufgepasst. Ich finde das soo interessant.
Aber auch der skulpturenreiche Westturm der Kilianskirche ist aus dem Heilbronner Sandstein gearbeitet.
Ich wußte das nicht und bei der nächsten nach Heilbronn werde ich mir das ansehen.
Es gibt noch mehr.
Heilbronner Schilfsandstein steckt auch im Kölner Dom und der Amsterdamer Hauptbahnhof Central ist aus Heilbronner Schilfsandstein gebaut, genauso wie das Heidelberger Schloß.
Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich das gelesen habe und ich finde es so toll, dass ich wieder ein Stück mehr über meine Württembergische Heimat weiß.
Wie schwer die Menschen in diesem Steinbruch - wie überhaupt - arbeiten muißten kann man erahnen.
Zurück ging es dann über das Jägerhaus und einen Trail, der eigentlich nach Donnbronn (ein Stadtteil von Untergruppenbach) führt.
Auf dem Rückweg durfte ich noch mit einer Gruppe Wanderer, die hier in der Hütte ein Feuer gemacht haben, am Feuer sitzen und ein wenig Salat essen. Denn Würstchen esse ich ja nicht.
Diesen Trail kann man aber nur fahren, wenn es nicht geregnet hat. Ich bin dann wieder auf die Straße nach Heilbronn ausgewichen, was nicht schlimm war.
Zum Schilfsandsteinbruch beim Jägerhaus ist über den Publikationsdienst der LUBW (pudi.lubw.de) ein kostenloses Faltblatt erhältlich.
Aus diesem Faltblatt habe ich meine Informationen entnommen.
Zurückgefahren bin ich dann von Donnbronn aus über das Schozachtal und habe dann dort diese schöne Traubenkirsche an der Schozack gesehen.
Kurzen Halt habe ich dann noch am Naturreservat Schäferwiesen gemacht, das ich durch Zufall gefunden habe. Schon 1001 mal dran vorbeigeradelt und nie wahrgenommen, das wird sich ändern. Vielleicht erwische ich doch noch mal einen Eisvogel. Meistens haben mich hier die Wasserbüffel interessiert, die waren aber nicht zu sehen. Das Wetter war halt nicht schön.
Nur Waschlappen bassed oifach net dazu.
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Zusammenfassung
Tour am 19, April 2023
95 Kilometer
1.638 Höhenmeter
822 Climb
816 Downhill
4,5 Stunden
Wetter, bedeckt 8 Grad Luftfeuchtigkeit 75 %
Die Straßen waren gut befestigt, meist asphaltiert
Kaum schwerer Schotter, es ist schon ein Unterschied,
was man für Straßen befährt.
Bei unserer Tour am Samstag war das nicht so, das war schon ein Höhepunkt
aber davon dann als nächste Tour.
Morgen gehts wieder auf das Rad, mal sehen wohin??































































Kommentare:
AntwortenLöschenHallo Eva,
AntwortenLöschenVorweg, deine Kommentarfunktion klappt seit deiner Umstellung nicht mehr richtig.
Schöne Bilder hast du wieder eingestellt.
HN und deine Besuchspunkte bekannt und vertraut, da zum Schluß meine Eltern in HN gewohnt haben, nicht allzu weit vom Jägerhaus entfernt.
Schön die Bilder von der Obstbaumblüte, daß ist halt der Vorteil von BW.
Im badischen Ländle war der Beginn der Blüte (Kraichgaurand/Rheinebene) ja noch früher dran. Das ist hier in Schweden ein gewisser Nachteil, weil alles etwas später dran ist. Allerdings haben wir schon länger Tageslicht.
VG
Oskar
Nun Oskar, früher oder später werde ich die Kommentarfuktion wohl ebenfalls ausschalten. Ich bin soweit, dass ich kaum noch auf anderen Blogs bin und vieles auch nicht mehr lesen möchte.
LöschenEs gibt soviele Blogs im Internet, die auch für sich alleine sind und kaum Kommentare haben.
Damit kann ich leben.
Ja, die Gegend um heilbronn ist sehr schön, es gibt überall schöne Flecken.
Nun wünsche dir noch eine gute Woche und sende liebe Grüße Eva
Es gibt viel zu Radeln, packen wir es an.