Eine sehr heiße Tour mit Hindernissen aber Ende gut alles gut!
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An einem Mittwoch im Juli hatte ich mir eine Tour vorgenommen, die mit dem gelben Zug (ich bin hier wieder früher gefahren und hatte eine Fahrradkarte gelöst) bis Heilbronn ging und von dort mit der S-Bahn nach Öhringen.
Zuerst hatte ich in Bietigheim Pech, der Aufzug zum Gleis 9 und 10 war defekt. Was das bedeutet, wenn man ein Rad hat, das nicht so leicht ist, kann man sich vorstellen und kein Mensch da. der mir geholfen hätte, es hochzutragen.
Es waren aber auch keine Radler zu sehen, die haben wohl alle Abstand genommen, ihr Rad hochzuschleppen.
Gut vorne am Eingang zum Bahnhof standen zwei Zeugen Jehovas mit dem Wachturm in den Händen.
Ich habe sie gefragt, ob sie mir helfen würden, mein Rad hochzutragen. Klar, der junge Mann nahm mein Rad - immerhin wiegt das 27 Kilo und trug das Rad freihändig die Treppe hoch. So schnell konnte ich gar nicht gucken.
Oben dann haben wir uns noch über soviele Dinge unterhalten, es war wirklich nett und er war der Erste, der an diesem Tag mein Rad bewunderte. Es ist ja auch ein tolles Teil.
Dann verabschiedeten wir uns und ja, ich stieg in den Zug ein, der war an dem Tag gar nicht mal so gut besucht.
Es war schon eine sehr lange Fahrt, man ist zwar schnell in Heilbronn, aber dann das Warten auf die S-Bahn. Normalerweise fährt die S-Bahn vor dem Bahnhof ab, aber hier wird - wie überall - gebaut. Die S-Bahn fährt deshalb im Bahnhof auf einem anderen Gleis ab.
Das wußte ich nicht und so durfte ich samt Rad wieder zum Bahnhof zurück und zum anderen Gleis und sah dann nur noch die Rücklichter der S-Bahn.
Naja, so ein Bahnhof ist ja auch recht kurzweilig und man kann einiges sehen.
In der Hauptsache sieht man ja Menschen, die mit gesenkten Kopf ihr Handy anstarren. Das war aber auch im Zug und in der kommenden S-Bahn nicht anders.
Ich weiß nicht, was die immer so zu gucken haben,
Ich glaube ohne Handy sind manche Menschen gar nicht mehr lebensfähig.
Während dieser S-Bahnfahrt könnte ich schaun und auch mal wieder in der Vergangenheit schwelgen und mir Gedanken machen, wie ich mit der Oma nach Öhringen gefahren bin und vor allem auch die Orte anschauen, die ich später dann mit dem Rad anfahren würde. Denkste, nur zum Teil.
In Öhringen angekommen, fuhr ich durch das schöne Stadttor.
Es ist das Obere Tor und wurde im Jahr 1792 unter Fürst Ludwig Friedrich Karl zu Hohenlohe-Neuenstein-Öhringen durch Johann Glenck und Johann Georg Glenck erbaut.
Das Obere Tour wurde im Jahr 1991 zusammen mit dem funktionsfähigen Geläut vollständig renoviert.
Irre ist der Verkehr, der sich durch auch hier durch Öhringen durchzieht, da muß man schon aufpassen, dass man hier nicht überfahren wird.
Meine Tour führte mich zuerst am
Hamballe-Brunnen vorbei.
Den Begriff Hamballe kennen wohl nur die Hohenloher bzw die Öhringer, das sind die Hamballe.
Ich kenne den Begriff von Zuhause, da sagte mein Vater und mein Bruder, "dass des an Hamballe isch"!
Hamballe sind eigentlich liebenswerte, aber äußerst dümmliche und einfältige Menschen.
Spricht man Hamballe, so liegt die Betonung auf der ersten Silbe. Ham balle.
Dieses Mal habe ich mich nicht lange in Öhringen aufgehalten, denn ich hatte ja schon eine große Tour vor mir.
Aber ein paar Dinge habe ich schon mitgenommen.
So ging meine Tour am großen Brunnen vorbei und in den Park der Landesgartenschau von 2016.
Zu diesem Zeitpunkt war es mir auch zu warm, wenn man stehen blieb um ein Foto zu machen. Auf dem Rad und bei der Geschwindigkeit ist das nicht so arg.
Auch auf dem Marktkplatz Autos und nochmals Autos und alle Parkplätze waren belegt.
Ich brauch ja keinen Parkplatz, ein weiterer Vorzug des Rades.
Zum Schloß und dergleichen siehe meinen Post, den ich oben erwähnt habe.
Neuenstein ist ca. 6 Kilometer von Öhringen entfernt, also kein Hexenwerk und die Strecke ist recht gut ausgebaut und ausgeschildert.
Man kommt hier an der Bernhardtsmühle vorbei, das ist ein
Zentrum der Diakonie, sehr schön gelegen und es gibt recht interessante Fotoobjekte.
Wo wollte ich hin, ich wollte das Schloß Neuenstein anschauen. Vor vielen Jahren war ich schon mal dort und habe es auch besichtigt. An diesem Tag war es nicht geöffnet. Anschauen kann man das Schloß nur im Rahmen einer Führung, irgendwann mache ich das. Informationen zu diesem schönen Schloß findet man hier:
Das Schloß Neuenstein ist ein Renaissance-Schloß und liegt inmitten der Stadt Neuenstein.
Erbaut wurde es auf einem Sandsteinfelsen in einem Sumpfgebiet als Wasserschloß und gelangte 1300 in den Besitz der Grafen von Hohenlohe.
Graf Ludwig Casimir baute es im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance um.
Um 1700 wurde das Schloß als Wohnsitz der Familie aufgegeben und diente lange Zeit sozialen Zwecken. 1878 wurde es als Museum eröffnet.
Bodo Ebhardt renovierte das Schloß im Jahr 1906 und hier erhielt das Schloß sein wunderschönes Aussehen.
Eines ist sicher, man kommt so recht nicht ans Schloß heran, weil es sehr zugewachsen ist und es war ganz schön warm, während ich hier stand und fotografierte.
Aber es gab doch einige Leute, die an diesem Tag mit dem Rad unterwegs waren und sich bemühten, das Schloß abzulichten.
Ich dachte man könne doch in Park, aber es war nichts, dabei gibt es hier so einen schönen Rosengarten.
Auch die Belichtung zum Foto machen war an diesem Tag nicht gerade prickelnd.
Gut, ich stellte mich in den Schatten und nahm ds Handy aus der Hülle und es klappte wieder.
Ein kurzer Abstecher noch zum Schleifsee, war noch drin.
Der Schleifsee entstand im 17. Jahrhundert durch Aufstauung des Mühlenkanals und gehörte den Eigentümern der Schleifmühle.
Ab 1905 war der Schleifsee Badesee und ab 1976 erwarb das Land Baden-Württemberg den Schleifsee und verpachete ihn an die Stadt Neuenstein. Sie erwarb den See dann und gestaltete ihn neu.
Schade, dass ich meine Lenskugel nicht dabei hatte, hier hat Jemand so tolle Aufnahmen gemacht. Aber ich kann nicht alles mitnehmen.
Ich denke, dass ich hier schon mal mit dem Auto hinfahren werde.
Schleifmühle und Franzosenturm
Meine Fahrt ging nun weiter über Obersöllbach und ich dachte, dass das wohl nie ein Ende nimmt. Da ist man wirklich ohne Auto verloren, nee, da wollte ich nie wohnen.
Als nun wieder mein Navi aussetzte, habe ich mit einer Frau gesprochen, die tatsächlich lange in Stuttgart am Marienplatz gewohnt hat und hier in diesem Ort ein wunderschönes Haus gebaut hat.
Sie meinte, dafür hätte sie in Stuttgart gerade mal eine Dreizimmerwohnung bekommen.
Nun ja, wie man es nimmt, mir wäre die Dreizimmerwohnung lieber gewesen, als ständig auf das Auto angewiesen zu sein. Man wird ja auch älter.
Meine Tour führte mich dann noch nach Oberohrn, das gehört zur Gemeinde Pfedelbach und ja Pfedelbach, das kenne ich schon.
Aber zuerst bewunderte ich mal die schöne Kirche und das Rathaus, das doch recht schmuck ist. .
St. Salvator Mundi war leider geschlossen, sonst hätte ich das Innere auch gleich fotografiert.
Die haben bestimmt gewußt, dass ich kommen werde. Hääää!
Noch ein kurzer Abstecher nach Pfedelbach in die
St. Peter und Pauls Kirche,
die zu Zeiten meines Vaters, der Bürgermeister von Pfedelbach war, seine Kirche war. Erfahren habe ich das von meiner Schwester.
Ich finde das eine wunderschöne Kirche, die Kanzel ist einzigartig.
Die Kirche war schön kühl und ich hätte mich ewig darin aufhalten können.
Sodele und dann gings hoch hinauf, denn ich wollte über Buchhorn an den See und dann über den Breitenauser See nach zurück zum Wohnort radeln.
Mein Handy glühte und die Sonne gab ihr Bestes.
Landschaftlich ist Hohenlohe sehenswert und ich mag dieses Gebiet, denn auch mein verstorbener Bruder war ein Pfedelbacher und ich habe hier noch kurz eine Bekannte besucht, die mir aber den Weg nicht richtig gesagt hat.
Mein Handy versagte dann irgendwo oben in den Weinbergen den Dienst und ich stand mitten im Wald kein Empfang, die ganzen Apps mit der Navigation versagten.
Einzig und alleine der Nyon, der Fahrradcomputer taugte noch was, aber er sagte mir nicht, wo ich mich gerade befinde.
Ok. Frau ist autark und schaut sich um. Unten sah ich wieder mal einen Kirchtum, der liebe Gott hat mir schon oft geholfen, da kann ich mich nur immer wieder bedanken.
An einer holprigen Straße, die den Berg hinunter ging, stand ein Auto mit einem großen Wasserfass, aber Niemand saß im Auto und dass ich um "Hilfe" schrie hat auch keinen gekümmert. Ok, dann eben nicht, dann schob ich mein Rad hinunter und kam auf eine geteerte Straße.
Kein Mensch unterwegs, das Dorf hier unten menschenleer.
Ich wußte nicht, wo ich war. Dann klingelte ich an der Tür eines Wohnhauses und mir wurde gesagt, dass ich in Pfedelbach bin, wie groß doch Pfedelbach ist. .
Nun, dann eben in Richtung Öhringen und am Schloß vorbei, wohin ich schon vor ein paar Jahren eine Radtor gemacht habe. Da gibt es auch näheres zu Pfedelbach.
Ach herrjee, ich bin im Kreis herumgefahren. Ich war fertig.
Nun gut, es ist, wie es ist.
Alternativen hatte und wollte ich keine mehr, ich bin nach Öhringen zurückgefahren, das sind nur 6 Kilometer und da auf der Straße, da gings dann schnell und Verkehr war auch keiner.
In Öhringen setzte ich mich erst mal in eine Cafe und stärkte mich und siehe da interessierte sich eine junge Frau für mein Rad und wir kamen ins Gespräch. Es war Mersie und ihr Kumpel Horst.
Natürlich vom Radeln total verschwitzt, we ich auch.
Sie waren vom Breitenauer See nach Öhringen geradelt und machten hier gerade Pause und boten mir an, weil ich traurig war, dass ich nur 40 Kilometer geradelt bin, mit mir zum Breitenauer See zurückzuradeln.
Super, das nahm ich doch gerne an und die Rückfahrt war so schön auf verschiedenen Radwegen, die ich auch schon geradelt bin und dann wurde ich von Mersie noch zum Kaffee eingeladen.
Sie wohnt hoch über dem Breitenauer See in einem Haus, das fast schon ein Schloß ist mit 3.000 Quadratmeter Garten, wunderschön und ich bin schon beeindruckt von diesen Haus das hier oben liegt. Es ist wirklich schön und ich war beeindruckt von allem, angefangen von der Einrichtung usw. und dem Flügel, ein richtiger Flügel.
Der braucht Platz und da kann man sich vorstellen, wie groß das alles ist.
Aber schaffen wollte ich das alles nicht. Wunderschön, auch der Garten und alles macht sie selbst.
Horst radelte mit mir dann später noch bis Ellhofen zum Bahnhof der S-Bahn, die dann auch gleich kam und in Heilbronn stieg ich dann zusammen mit dem Rad in den gelben Zug ein.
Der war aber auch berstend voll.
Da der Aufzug in Bietigheim immer noch defekt war, bin ich in Besigheim ausgestiegen und über den Enztalradweg nach Hause geradelt. Denn ich wollte auch Niemand mehr um Hilfe bitten. Allerdings ist in Besigheim die Rampe auch nicht gerade benutzer- und barrierefreundlich. Da sollten sie schon was tun.
Dann hatte ich an diesem Tag auch meine Kilometer in der Tasche.
Inzwischen ist der Aufzug in Bietigheim nach vielen Problemen wieder in Ordnung.
Nachdem mein Handy sich auch erholt hatte, klappte die Navigation auch wieder, Allerdings fehlt auch ein ganzes Stück.
Wir wollten heute ja radeln. Aber wir sind gestern noch beim Open Air im Monrepos gewesen, das war ein schneller Entschluß. Wir haben zwar keinen Sitzplatz mehr bekommen, aber wir haben wundervolle Musik der West Side Story gehört und ein tolles Musikfeuerwerk erlebt. Der Freund hat einen Film gemacht, der leider aber das nicht wiedergibt, was wir gesehen haben.
Dann sind wir noch etwas versumpft und dann erst spät nach Hause in der Dunkelheit gelaufen, es war toll.
Heute sind wir spät aufgestanden, haben jetzt gefrühstückt und werden mal sehen was der Tag bring. Die Radtour kann man immer noch machen.
Das Wetter ist ja auch nicht gerade schön.
Mal sehen, was der Tag heute bringt.
Ich back jetzt gleich einen Kuchen.
Gegen später setze ich mich aufs Rad, schau nach meinem 12tel Blick und sammele ein paar Blümchen für einen Kranz, vor allem versuche ich meinen Pulli endlich fertig zu machen. Mal sehen, ob es gelingt.
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Zusammenfassung
Tour am 11.07.2023
74 Kilometer
1195 Höhenmeter
Fahrzeit: Keine Ahnung
Temperatur: 33 Grad
























































Kommentare:
AntwortenLöschenna.. das war dann aber eine Tour mit Hindernissen
AntwortenLöschenaber dafür hast du doch viel gesehen
und schöne Bilder gemacht
das Wasserschloß ist beeindruckend
aber auch die Kirchen sind sehenswert
liebe Grüße
Rosi