Antonin Dvorak Symphonie Nr 9 "Aus der Neuen Welt"
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Nachdem die Musik am Samstag zu Gunsten von Frida Kahlo ausgefallen ist, nun heute diesen Post. Ich kenne das Stück schon von Kindheit an.
In der Neuen Welt
1892 war Antonin Dvorak einer Einladung nach Amerika gefolgt, als Direktor zwei Jahre lang das Nationalkonservatorium für Musik in New York zu leiten.
Die
e-moll-Symphonie war seine erste Kompositon auf amerikanischem Boden.
Dem Abschluß der Partitur am 24. Mai folgte ihre Uraufführung am 16.
Dezember 1893 durch die Philharmonic Society in New York unter Anton Seidl.
Sie wurde zu einem einzigartigen Triumph für den böhmischen Musiker,
der mit dem Werk ein Dokument seiner Faszination durch die Neue Welt,
aber auch seine unverbrüchliche Heimatverbundenheit geschaffen hatte.
Die Begegnung mit dem siedenden Leben der Großstadt, mit den Wolkenkratzern und dem Völkergemisch New Yorks muß für den bescheidenen Dvorak ein Erlebnis gewesen sein.
Ein Erlebnis, das in der 9.Symphonie unreflektierte Widerspiegelung erfuhr. Indes ist es nicht alleine das Kolorit der Symphonie, das Dvorak durch Anklänge an die indianische oder die Folklore der People of Color einfärbte, sondern ihre psychologische Verspannung zwischen den Eindrücken der Neuen Welt und dem durch sie hervorgerufenen Heimweh, das der Musik ihr unverwechselbares Gepräge gibt. Der Debatte, ob er amerikanische Volkslieder verarbeitete, machte Dvorak mit der Versicherung ein rasches Ende, dass er keine dieser Melodien übernommen, sondern lediglich in ihrem Geiste erfunden habe. Noch eindrucksvoller als die Gabe der Einführung in den Geist dieser Musik erscheint Dvoraks schöpferisches Vermögen, die "amerikanischen" Anklänge völlig nahtlos mit seinem Personalstil und den "tschechischen" Stilelementen seiner Musik zu verschmelzen. Für diese Kraft der Assimilation gibt es keinen klangvolleren Beweis, als die vorliegende Symphonie. Formal hat sich Dvorak dabei weitgehend auf den überlieferten Formenkodex beschränkt, den er allerdings mit der Freizügigkeit des Genies modifizierte und seiner Phantasie dienstbar machte.
Während
etwa der Kopfsatz streng dem Vorbild der klassischen Sonatenform folgt,
wird das gleiche Bauprinzip im Finale einfallsreich abgewandelt und
erweitert. Die zyklische Bindung der vier Sätze wußte Dvorak dadurch zu
betonen, dass er auf den Höhepunkten des Geschehens nicht nur die Themen
des jeweiligen Satzes, sondern auch die Hauptthemen der vorangegangenen
Sätze zitiert. Die Wirkung deses Kunstgriffes ist in der vorliegenden
Symphonie geradezu überwältigend. Erstmals hat Dvorak auch dem Kopfsatz
einer Symphonie eine Introduktion vorangestellt, der streng der tragende
Gedanke des ganzen Werkes, das rhythmisch akzentuierte Hauptthema das
Allego molto entwickelt.
1, Satz
Adagio-Allegro molto
Ihm
antworten zwei Seitengedanken, deren erster harmonisch, rhythmisch und
instrumental fremdartig koloriert ist. Ein zweites Seitenthema tänzelt
in der Flöte über unwirklichem Streichergrund und kann seine
Verwandschaft mit dem Hauptthema nicht verleugnen. Diese Themen prallen
in der Durchführung hart aufeinander, wobei das starke dynamische Gefälle
die Gegensätze noch vertieft. sie wirken selbst in der Reprise weiter,
ehe eine strahlende Coda (italienisch für Schwanz, so wird der
angehängte, ausklingende Teil einer musikalischen Bedeutungseinheit
bezeichnet) den Satz beendet.
2, Satz
Largo
Das
Largo, von feierlichen Bläserakkorden eingeleitet, ist eine der
gedankentiefsten, weltverlorenen Schöpfungen Dvoraks, deren Wehmut und
Melancholie sich niemand entziehen kann. Mag man es als Naturepos oder
als Widerspiegelung jener Eindrücke empfinden, die Dvorak angeblich von
der Begräbnisszene in Longfellows
erhielt - in jedem Fall offenbart es eine ergreifende Gefühlstiefe und Innigkeit. Die Englischhorn-Poesie des Anfangs weicht nur vorübergehend einem bewegten aus flirrendem Sreichergrund sich entwickelnden Mittelteil, der nach machtvollem Höhepunkt jäh ins Pianissimo abstürzt, in dem sich die einsame Englischhorn-Kantilene verliert.
Der dritte Satz, ein Scherzo soll ebenfalls von einer Szene aus Longfellows Dichtung Hiawatha inspiriert worden sein, und zwar von Hiawathas indianischem Hochzeitsfest.
3. Satz
Scherzo
Der
Satz lebt von der Gegenüberstellung "indianischer" und "böhmischer"
Themen und dem Kontrast zwischen dem wirbelnden Scherzo und dem
klangsinnig zarten Walzer-Trio.
4. Satz
Allegro con Fuoco
Nach kurzem Anlauf stürmt schließlich im Allego con fuoco das Finale los, dessen energisches Thema in der Trompete erklingt. Weit temperamentvoller als im Kopfsatz gestaltet sich hier die Auseinandersetzung mit den Seitengedanken, die ebenso wie die Reminiszenzen an die vorangegangenen Sätze die überströmende Sehnsucht des Musikers verraten. Der Sturm der Empfindungen steigert sich zur Hell lodernden Erregung, die Dvorak erst in der verkürzten Reprise und Coda auffangen kann. Auf ihrem Höhepunkt erklingen noch einmal die Hautpthemen bei der Ecksätze gleichsam als Symbol des Neben- und Miteinanders der zwei Welten, denen sich Dvorak in diesem Augenblick verbunden fühlte.
Quelle: Knaurs Konzertführer, Biografie Antonin Dvorak
Neil Diamond hat dem Dichter Longellow in seiner Longfellow Serenade gedacht.
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Der Sunset Strip ist der Teil des Sunset Boulevards, der in West Hollywood zwischen dem zu Los Angeles gehörenden Stadtteil Hollywood und Beverly Hills liegt.
2011
Wer kennt die Serie nicht mit Ed Byrnes als Kookie, der die Stimme von Hans Clarin hatte.
Von da an wollte ich immer nach Amerika und auch weil meine Schwester in Texas gewohnt hat und mein Schwager bei der Armee war.
Aber Flüge waren damals sehr teuer und besucht haben wir sie damals nie.
Aber 2011 war es dann soweit, aber wenn ich diese Reise nicht gemacht hätte, würde mir auch nix fehlen.
Ich war gestern in der Oper Platz 4 erste Reihe direkt hinter dem Dirigenten Cornelius Meister. Insgesamt sechs Stunden mit Pausen.
Anstrengend aber auch enttäuschend, ich werde am Samstag berichten.
Was hat sich die Regisseurin dabei nur gedacht.
Das Opernhaus war bis auf den letzten Platz besetzt und Ausverkauft.
Sooo viele Menschen!!!
Als ich meine Auto auf dem Parkplatz geholt haben, war es mit Schnee bedeckt und es graupelte.
Wann hört dieser Winter nur auf. Also so habe ich auch noch nie über das Wetter gemeckert.
Hoffen wir auf einen schönen Sommer mit mindestens 30 Grad, ich bin auch für mehr, als Entschädigung für diesen Winter.
Und Wasser haben wir ja nun doch genug.











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