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Wenn ich an einem Fluß vorbeiradele, dann überlege ich mir oft, den Ursprung und die Mündung zu erkunden.
Das habe ich schon bei der Fils, der Murr, der Rems, dem Kocher und der Jagst usw. mir erradelt.
Da ich öfters ja den Bottwartalradweg radele, also immer dem Fluß Bottwar entlang, war es für mich natürlich ganz wichtig, mir hier den Ursprung zu erradeln.
Die Mündung der Bottwar in Steinheim an der Murr habe ich mir ja schon oft angeschaut, denn da radele ich ja oft bei meinen Touren durch.
Die Bottwar ist ein rechter Nebenfluß der Murr und entspringt in den Löwensteiner Bergen.
Wer sich dafür interessiert, kann HIER schauen.
Gestartet bin ich vom Wohnort aus, da es auch kilometer- und höhenmetermäßig keine große Herausforderung ist, habe ich die Anfahrt nicht mit der Bahn gemacht, das wäre auch nicht so zu machen gewesen.
Als ich so gegen 9.30 Uhr losgeradelt bin, lag noch der Tau auf der Wiese und der Storchschnabel glitzerte. Es war schon frisch aber ich war ja warm angezogen.
Die Strecke bin ich schon öfters gefahren, weil der Bottwartalradweg ja auf der Trasse der ehemaligen Bottwartalbahn liegt.
Es gibt den 49. Breitengrad auch bei Gaildorf, auch dort war ich schon.
Hier habe ich die Eisenbahnbrücke überquert und somit auch den Fluß Bottwar.
Von ferne grüßte, leider wieder im Dunst die Burg Lichtenberg.
Herrjeee, die habe ich schon im Jahr 2019 angeradelt.
Es ärgert mich schon, dass ich immer so früh los muß und dann immer alles noch im Dunst liegt.
So bin ich dann über weiter in Richtung Gronau und Schmidhausen nach Jettenbach geradelt.
Gleich in Jettenbach, das ein Stadtteil von Beilstein ist, habe ich dieses Auto gesehen. Ein schönes Cabrio, bei dem die Kopfstützen hinten und vorne Westis zeigten.
Gleich darauf kam dann eine nette Frau, die mit ihrem Westi spazieren ging und ihr gehörte das Auto. Sie hatte wundervolle künstliche Wimpern und klärte mich darüber auf, wo sie die Kopfstützen und die Wimpern gekauft hat.
Temu, ich habe dort noch nie etwas gekauft, aber die haben schöne Keilrahmen und da ich wieder eine Collage machen möchte, muß ich mir überlegen, ob ich die nicht bei Temu kaufe.
Der hier die Struckmanns-Scheune betreibt.
Ich Dackel, habe das nicht gewußt, dass er dort wohnt, habe ich ihn doch schon oft in der Oper in Stuttgart singen gehört.
Hätte ich nicht die Tour vor mir gehabt, hätte ich nach der Scheune gesucht, fand das aber so wichtig nicht.
Was mich interessiert hat, war die Dorfkelter Jettenbach.
Ich liiiiiieeeebbbbbeee Krüppelwalmdächer.
Sodele und dann gings steil den Berg hoch, aber für mich kein Problem.
Dann gab noch ein paar Baustellen, da hätte man nicht durchfahren sollen, aber die Baustelle war geöffnet. Nicht von mir und es bestand auch keine Gefahr, dass was passiert.
Die Gemeinden sichern sich halt hier ab, dass, wenn man hier durchgeht und etwas passiert, sie aus dem Schneider sind.
Ja und dann war ich oben und ich genoß die wunderschöne Aussicht in den Löwensteiner Bergen und ich war ganz alleine, kein Mensch unterwegs. Es war frisch und es wehte ein guter Wind, zudem ein Werktag, da radeln viele ja auch nicht.
Schade, dass es wieder so diesig war, aber das zeugt ja von schönem Wetter, war es ja auch und man konnte auch - trotz des Windes - mit kurzen Ärmeln radeln.
Leider sind auch hier viele Weinberge aufgelassen.
Hier im angrenzenden Wald zwischen Maad und vor Stocksberg befindet sich die Bottwarquelle.
Stocksberg ist ein Weiler im Landkreis Heilbronn und befindet sich auf dem 539 m hohen Stocksberg. Interessant ist die Geschichte aber schon.
Es ist für mich Heimatgeschichte und das mag ich sehr.
Hier im Wald gab es sehr viele Pilze und an einem Baum, an dem noch mehr Pilze standen bin ich vorbeigeradelt, weil ich dachte, ich komm hier wieder zurück, war aber nicht so.
Ich dachte sofort an einen Pfifferling. Aber dass es ein Falscher Pfifferling war, das hätte ich nicht gedacht.
Hygrophoropsis aurantiaca heisst er auf lateinisch.
Im Gegensatz zum Echten Pfifferling, der dicke, feste Leisten hat, die am Stiel herablaufen und sich leicht vom Fleisch trennen lassen, hat der Falsche Pfifferling dünne, echte Lamellen.
Er wächst auf morschem Nadelholz oder sauerem Boden und hier kann er sich ausbreiten.
Ja, wunderbar, den kenne ich tatsächlich, dieser Pilz gehört zur Hallimasch Gruppe.
Warum kenne ich ihn. Ich kenne ihn vom Fräulein Nestle, das war eine Lehrerin,
sie wirkte immer wie eine alte Jungfer, aber wie alt sie war, das konnten wir nie feststellen.
Sie legte großen Wert auf das Fräulein und als wir mit ihr und mit anderen Lehrern zusammen auf der Marienburg in Niederalfingen waren, hat sie uns den Haillimasch erklärt. Ich werde das nie nie vergessen, sie war eine so liebe und nette Lehrerin und sie spielte immer Accordeon, diese Quetschkommode.
Fräulein Nestle ohne Quetschkommode, undenkbar.
Zum Fräulein Nestle kam noch, dass sie graue Haare hatte und auch ein Näschtle (Knoten) auf dem Kopf.
Da ich diesen Pilz neben dem falschen Pfifferling gefunden habe, nehme ich an, dass es auch einer ist.
So, nun stand ich am Weg mitten im Wald und mein Navi zeigte mir, wie ich zur Bottwarquelle komme.
ABER, man muß einen recht steilen Abhang hinunter gehen, der Sturm hatte ordentlich gewütet und das Risiko war mir zu groß, mein Rad oben ganz alleine stehen zu lassen und auch weil ich alleine war, hier durch das Sturmholz zu gehen.
Hätte ich meinen Freund dabei gehabt, hätte ich es gemacht, aber so. Ich habe mir auch überlegt von unter dran zu kommen.
Habe das aber fallen gelassen.
Hier unten zwischen zwei großen Felsen entspringt die Bottwar.
Ich habe zwei Fotos gemacht, aber weiter und über den Felsen bin ich nicht.
Man muß hier nochmals den Abhang hinunter und hier unterhalb des Häuschens ist die Bottwarquelle.
Ich glaube aber auch, dass die Quelle für Wanderer von unten her besser zu erreichen ist.
Hat nicht sollen sein, aber ich werde es wieder versuchen.
Die Seniorenwandergruppe von Abstatt macht ab und an auch Wanderungen.
Das habe ich aber erst später erfahren.
Der Wald lichtete sich und ich sah Schafe, die mich fröhlich begrüßten.
Die Löwensteiner Berge bieten "schöne" Aussichten.
Die Tour ging über Prevorst, das mitten in den Löwensteiner Bergen liegt und dort
kann man die Geschichte der "Seherin von Prevorst" und von Justinus Kerner wieder aufleben lassen.
Die Stiftskirche in Prevorst, sie liegt auf dem "First" alter Name Brechfirst und hat den höchsten Kirchturm in Ludwigsburg, nämlich 483 m über dem Meeresspiegel.
Ich habe Prevorst auf anderen Touren schon angeradelt, auch deshalb, weil hier eine ehemalige Bekannte wohnt.
Es ist ein schöner Ort aber doch auch ziemlich abgelegen. Prevorst ist ein Ortsteil der Gemeinde Oberstenfeld.
Wer sich für die Geschiche der Seherin und Justinus Kerner interessiert kann das
HIER nachlesen.
Schade, die Kirche war geschlossen, dabei hat sie doch im Inneren viel zu bieten.
Prevorst liegt übrigens auf der höchsten Stelle im Landkreis Ludwigsburg.
Über die Fenster an dem schönen Haus möchte ich nicht sagen, aber das verursacht mir immer wieder einen Brechreiz.
Wer das wohl genehmigt hat.
Ich war ja 2021 schon mal mit dem Rad dort, verändert hat sich seither überhaupt nichts.
Schafe gabs unterwegs reichlich.
Wie immer, wenn ich in der Nähe bin, habe ich wieder das Steinerne Kanapee besucht.
Davon habe ich und dem Gefängnis
HIER berichtet.
Da steht leider der schöne Sommerflieder, an dem ich schon so viele schöne Schmetterlinge fotografiert habe, nicht mehr.
Landschaftlich sind die Löwensteiner Berge schon ein Genuß und ich denke, dass ich hier in den nächsten Wochen doch nochmals hinradele.
Im Frühjahr oder Sommer ist es der Raps der hier leuchtet, nun ist es der
Gelbsenf oder auch Weißer Senf.
Ich denke, jeder Radler kann das bestätigen, wie schön es ist so durch die Landschaft zu radeln.
Aber auch wandern ist schön, da bekommt man eben anderes mit, hat aber keinen so großen Radius.
Hier kurz vor Kleinaspach befinden sich der Wohnplatz Vordervöhrenberg mit einer grandiosen Aussicht.
Dort gibt es Gärten, da kann man nur staunen, ich habe ein Taubenschwänzchen verfolgt, aber das war so schnell, nix isch.
Aber was ich gefangen habe, ist eine Rinderbiene (Mesembrina meridiana) auch als Mittagsfliege bekannt.
Schüttel, ihre Larven entwickeln sich aus dem Kot von Weidetieren.
Diese Gärten und dazu diese Aussicht genial, aber bearbeiten und dort wohnen, das wollte ich nicht. Zu abgelegen, ich bin ein Stadtkind.
Das sind aber keine so gestylten Gärten, sondern nur nur schön.
Fast habe ich mich bei der Oma im Garten gefühlt.
Bergab ging es dann nach Kleinaspach zur historischen Kelter.
In Aspach gibt es auch den Sonnenhof, wer sich dafür interessiert,
HIER
Die Kelter ist ein kleines Schmuckstück und sie ist auch geöffnet.
Hier kann man durch eine dicke Plastikwand sehen, wie früher gekeltert wurde.
Ich habe es fotografiert, aber es ist zu dunkel.
Auch hier wieder Schafe und zwar vom Schafhof Kurmann.
Durch einen wunderbaren Wald bin ich dann in Richtung Steinheim an der Murr geradelt.
Aber, dieser Ort ist zur Zeit zum abgewöhnen, der ganze Marktplatz ist eine Baustelle und die Straße ist ein nur einspurig zu befahren. Als Radler hat man keine Chance, wenn man nicht Suizid begehen will.
Ich bin dann abgestiegen und habe mein Rad auf dem Gehweg geschoben. Ich radele in Stuttgart im dicksten Verkehr, aber das hier war unmöglich.
In Steinheim an der Murr war ich ja schon öfters und habe ja auch schon gesehen, wie die Bottwar auf dem Weg zur Mündung in die Murr ist.
Also mußte das noch sein.
Hier ist die Bottwar am historischen Wasserrad auf dem Weg in die Murr.
Man kann aber nicht sehen, wie sie in die Murr fließt, da alles zugebaut ist.
Hier endet dann der 18,34 Kilometer lange Lauf der Bottwar unterhalb 285 Höhenmeter ihrer Quelle.
Über Marbach am Neckar, dort fließt die Murr dann in den Neckar, bin ich dann noch am Seerosenbecken bei Freiberg vorbei und habe doch tatsächlich einen
kleinen Frosch erwischt und auch noch die Morgensternsegge.
Die so heisst, wie eine Waffe der Ritter im Mittelalter beim Zweikampf, eine übrigens ganz gemeine Waffe.
Ich würde es gar nicht mal so schlecht finden, wenn zwei Politiker kämpfen würden.
Da wäre so ein Krieg schnell vorbei.
Von hier aus bin ich dann über Benningen nach Hause gefahren und wie es so ist,
bin ich auch an parkenden Autos vorbei geradelt.
Normalerweise blickt man doch nach hinten, wenn man aus dem Auto aussteigen will.
Nein, diese etwas dralle Dame reißt die Autotüre auf und ich wäre fast auf die Türe geknallt.
Meistens rechne ich mit sowas, wenn ich an parkenden Autos vorbeifahre, aber hier eben nicht. Die Dralle steigt aus und ich meckere, bei der ist das aber abgeprallt, bei dem Panzer wundert es mich nicht.
Mein Freund sagt immer:
"Frau am Steuer Abenteuer!"
Es ist was dran.
Wenn das jetzt frauenfeindlich ist, dann ist es eben so, man blickt sich um oder guckt in den Spiegel, dann passiert sowas nicht.
Ja und ooohhh Schreck, dann ist mir auch noch diese schwarze Katze über den Weg gelaufen, die war soooo goldig.
Aber dann war ich auch zuhause.
Früher hatten wir so eine Katze, die hatte den Namen Mohrle.
Darf man Katzen heute so nennen, oder haben die was dagegen?
Sodele die Zusammenfassung darf nicht fehlen,
es war eine schöne entspannende Tour.
Zusammenfassung:
Tour am 15. Oktober 2026
75 Kilometer
1.501 Höhenmeter
733 Climb
768 Downhill
3,5 Stunden Fahrzeit
Gesamtkalorien 1.957 KCAL
Wetter: 8 Grad sonnig und bedeckt
Luftfeuchtigkeit: 89 %
Luftqualität 2
CO2 Einsparung = 12,1 KG
Ich habe wieder das Rechtschreibprogramm durchlaufen lassen, ich hoffe, dass es dieses Mal ohne Fehler geklappt hat.
Aber das Programm taugt auch nicht soviel.
Ausserdem nimmt Blogger Korrekturen auch nicht immer an.
Der Hape hat nun einiges am Hals.
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