Bad Wimpfen
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Zwischen Heilbronn und Heidelberg liegt die Stadt Bad Wimpfen.
Die Stadtsilhouette ist schon von weitem her sichtbar und geprägt durch die größte staufische Kaiserpfalz nördlich der Alpen mit Türmen, Toren, Fachwerkhäusern und Kirchen.
Als Kind war ich mit der Oma Anfang der 60er Jahre dort. So recht erinnern kann ich mich nicht mehr, nur weiß ich, dass es damals ein richtiges Dorf war.
Bad Wimpfen verdankt seinen Ruf als Heilbad dem Heilmittel Sole und kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Am 1. Mai 1952 wurde Wimpfen Heilbad und durfte sich dann Bad Wimpfen nennen.
Meine Oma ging früher öfters mal einen Tag nach Bad Wimpfen und dort "durfte" ich dann mit und wurde bei einer Bekannten abgegeben. Am Abend holte mich die Oma wieder ab und wir fuhren dann mit dem Postauto über Neckarsulm nach Neuenstadt. Von dort aus mußten wir dann nach Cleversulzbach laufen, das war beim Hin- und Rückweg so. Von Neuenstadt bis Cleversulzbach sind es 3 Kilometer, also durfte ich an diesen Tagen 6 Kilometer laufen. Ich bin also das Laufen schon immer gewöhnt. :-))) Ich mußte bei der Oma sehr viel laufen, es hat mir nicht geschadet.
Berühmt ist Bad Wimpfen auch für den schönen Weihnachtsmarkt. Ich war noch nie dort, kann mir aber vorstellen, dass er total überlaufen ist und ich denke, Bad Wimpfen ist auch nicht anders, als Bietigheim oder auch Besigheim oder auch jede andere Stadt, die Fachwerkhäuser und eine lange Tradition haben.
Wr hatten uns den September herausgesucht, um von Besigheim (mein Freund kam von Stuttgart mit dem Auto und hat mich am Wohnort abgeholt) auf dem Neckartalradweg nach Bad Wimpfen und wieder zurück zu radeln. In Besigheim kam dann noch ein Freund vom Freund, der mit uns mitradelte.
Der Neckartalradweg ist flach und wir haben diese Tour mit 80 Kilometern in
3,5 Stunden locker geschafft. Wer den Neckartalradweg kennt, der weiß, dass er mehr als einfach ist und man kann diese Tour auch locker mit einem Biorad (wir sagen zu einem Rad ohne Motor, Biorad) fahren. Man sieht es an den Höhenmetern und dem Profil, dass diese Tour absolut einfach war.
Auf dem Neckartalradweg fährt man an der Brücke auf der A6 Heilbronn/Neckarsulm vorbei. Die Brücke ist sehr faszinierend und ist m.E. auch ein gutes Fotoobjekt.
Mein Freund ist ein Radler und bei ihm heisst eine Radtour zu machen, keine Fototour. Ich werde mir Bad Wimpfen nochmals erradeln, wenn das Wetter wieder einigermaßen schön ist und vor allem auch, wenn ich meine Ziele hier alle abgeradelt habe. Da gibt es einige und mein Freund mag lieber in den Schwarzwald und die Schwäbisch Alb, als ins Neckartal usw. fahren.
Viel los war an diesem Montag auf dem Neckartalradweg einiges, wir haben uns gewundert, aber er ist ja flach, hat wenig Steigungen und man kann da gut Strecke machen. Bei großen Steigungen sind wir meist alleine. Das mögen die Menschen wohl nicht so, trotz Pedelecs.
Da mein Freund mir auch gesagt hat, dass er das in einem Rutsch durchradeln möchte, wußte ich schon, was mich erwartet.
Also mit diesem Freund meines Freundes radele ich nimmer, der ist noch schlimmer, als mein Freund. Er hat ein Riese und Müller Rad mit 2 Akkus
(jeweils 500 er) und einer Rohloff Schaltung macht ziemlich schwierige und auch lange Bergtouren. Warum der mitgefahren ist, weiß ich auch nicht.
Zur Geschichte:
Der Dreißigjährige Krieg bedeutete für die Stadt eine Katastrophe. 1622 wütete vor der Stadt eine der größten Schlachten des Krieges, Hier besiegte der Generalissimus Tilly den Marktgrafen von Baden. Magnus, der Bruder des württembergischen Herzogs Johann Friedrich fiel.
Diese Schlacht spielt sogar in Grimmelshausens "Courage" .eine Rolle.
Nach dieser Schlacht brach eine schier endlose Zeit an. Plünderungen und dergleichen gehörten zum Alltag.
Am Ende des Krieges wohnten nur noch 37 Familien in dieser Stadt. Teile der Kaiserpfalz wurden zum Wiederaufbau benutzt.
Diese Stadt hat einiges an Geschichte zu bieten und dann denke ich wieder, hätte ich doch in der Schule besser aufgepasst, aber damals interessierte es mich weniger. Heute finde ich das total interessant.
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"Die stärkste Frau der deutschen Literatur - und ein Gaukler mit Stelzfuß aus dem Deutschen Krieg"
So eine Frau kann man lange suchen: wild, unabhängig, wagemutig – und
für jeden derben Spaß zu haben. Reinhard Kaiser holt »die Courage« ins
Hier und Jetzt zurück – und vergisst auch den seltsamen Herrn
Springinsfeld nicht.
Ein Jahr nach dem gewaltigen Erfolg seines »Abenteuerlichen
Simplicissimus Deutsch ließ Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen
1669/70 seinem großen Buch zwei kürzere Romane folgen, deren
Protagonisten es in sich haben wie der Simplicissimus: der gelernte
Gaukler und Tierstimmenimitator Springinsfeld, der sich zuerst als
Soldat und später als Bettler durch die verkehrte Welt seiner Zeit
schlägt, und die Landstreicherin, Soldatin, Marketenderin, Hure,
siebenmalige Ehefrau. Wer Berthold Brechts Mutter Courage kennt ...!
https://de.wikipedia.org/wiki/Mutter_Courage_und_ihre_Kinder
Aber da kommt auch nicht alles, wenn man das Buch gelesen hat, ist man überrascht.
Übrigens vielleich kennst du die Redewendung vom Springinsfeld? Für leichtsinnige und wagemutige Menschen. Springinsfeld war ein Weggefährte von Simplicissimus
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Quelle:
Stadtkirche Bad Wimpfen
Die berühmte Kreuzigungsgruppe von Hans Backoffen um 1515.
Als Kind hat mir die Oma das schon gezeigt. Hat mich damals weniger interessiert.
Schönes Wetter hatten wir schon und ich wäre gerne mal irgendwo stehen geblieben und hätte gerne fotografiert. Aber, ich wußte ich, auf was ich mich eingelassen habe.
Ein paar Bilder habe ich dennoch gemacht.
Ja, Bad Wimpfen erwartete uns aber der Blaue Turm ist eingerüstet und den wollte ich schon sehen. Mal sehen, nächstes Jahr ist er vielleicht fertig.
Die Stadt war selbst am Montag übervoll. Teilweise hatten die Gaststätten und Cafees geschlossen und ja, dann haben wir uns den Kaffee eben in einer Bäckerei gekauft und uns auf eine Parkpank gesetzt, ist ja auch mal nett.
Auf der Rückfahrt nach Hause in Richtung Heilbronn gabs noch einen Blick zu
Audi-NSU. Hier hat der Nachbar von der Oma in Cleversulzbach in den 50er Jahren schon eine Lehre als Werkzeugmacher absolviert und ist auch dort bis zur Rente geblieben.
Am Kohlekraftwerk Heilbronn, das vielen ein Dorn im Auge ist, kommt man auch noch vorbei. Mich faszinierte der Kühlturm und vor allem das Prinzip, wie das Wasser gekühlt wird. Auf dem 2. Bild kann man vielleicht erkennen, wie das gekühlte Wasser in einen Behälter läuft und dann ... ja, in den Neckar läuft, aber doch immer noch zu warm. Aber die Ära ist ja auch bald zu Ende.
Zurück ging es dann von Bad Wimpfen aus wieder nach Heilbronn zurück und von dort über Talheim nach Hause.
In Talheim habe ich aber auch sehr viel interessantes gesehen, aber Frau ist autark und fit und hat sich noch eine Tour ein paar Tage später nach Talheim und Umgebung vorgenommen und diese Tour siehst du dann gelegentlich.
Man muß bei Touren mit meinem Freund eben Abstriche machen. Foto machen ist nicht sein Ding und wenn, dann klick mit dem Handy.
ABER, er macht diese Touren auch nicht schlecht und zwar mit Relive, vielleicht kann ich demnächst mal eine Tour zeigen, wie er das macht. Da reichen allerdings auch Handyfotos, die sehr gut herauskommen.
Eine schöne Tour ohne besondere Herausforderungen. Ins Neckartal werde ich wohl meist alleine fahren müssen, was mir aber auch nichts ausmacht.
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Zusammenfassung Tour am 13.09.2021
Wetter 21 Grad
80 bzw. 91 Kilometer (ich bin die 11 Kilometer von Besigheim bis nach Haus dann noch geradelt. Mir war es dann doch zuviel, mein Rad nochmals auf den Fahrradträger zu schieben).
642 Höhenmeter
321 Downhill
321 Climb
3,5 Stunden reine Fahrzeit
Straßen meist Asphalt auf dem Neckartalradweg und über die Weinberge
in Talheim und Neckarwestheim. Teilweise auch Schotter, gut zu befahren.
Der Post erscheint heute schon, wir sind morgen ganz früh auf Tour und haben einiges zu erledigen. Bis zum Freitag zu den Blümchen.
Wiegenlied aus dem Dreißgjährigen Krieg
Kommentare:
AntwortenLöschenIch nochmal hoffe mein Kommentar ist angekommen, erst kam ein "Hoppla da ist was schief gelaufen" und jetzt steht aber das er nach Freigabe sichtbar wird.
AntwortenLöschenIch hoffe es und sende jetzt nochmal liebe Grüße
Kirsi
Bad Wimpfen.Da Mommsen bei mir Erinnerungen..
AntwortenLöschenEs war der letzte Weihnachtsmarkt, den ich noch mit meinem Mann besuchen konnte.
Die Stimmung in der alten Stadt war schön. Wir waren mit dem Bus und am Abend als der Trubel losging, führen wir wieder heimwaertz.
Ich hatte mir damals vorgenommen, einmal wieder zu kommen und mir alles genauer anzuschauen.
Der Blaue Turm war damals auch schon mit Gerüst. Klammern hielten das Bauwerk zusammen.
Leider war ich nicht wieder dort und diesen Herbst wird es auch nichts mehr.
So habe ich mich über die Fotos und den Bericht sehr gefreut. Danke !
Viele Grüße, Irmgard
Nicht Mommsen, sollte doch kommen heißen!
LöschenIch habe es schon verstanden. :-))
LöschenLG Eva
Vielleicht wollte der Freund Deines Freundes ja eine charmante Begleitung haben, liebe Eva. Und auch wenn wenig Zeit für Fotos war, hast Du herrliche Aufnahmen mitgebracht! Liebe Grüße, Nicole
AntwortenLöschenHallo Nicole,
Löschenjetzt mußte ich wirklich lachen Nicole, vielen Dank.
Liebe Grüße Eva