Glück ist, wenn das Pech die anderen trifft. *Horaz* -

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Radtour auf den Kapellberg und nach Bönnigheim

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"ich kann sagen, dass ich ein Cycloholic bin"
Das Zitat stammt von Claudio Chapucci, einem Radrennfahrer. 

Nun Radrennen, fahre ich nicht mehr, aber, wenn ich etwas jünger wäre, würde ich schon mal mit dem Rennrad unterwegs sein.

 Aber das ist vorbei und gut ist. Das schaffe ich nicht mehr. Was ich aber geschafft habe, ist, dass ich am Sonntag mit dem Rad unterwegs war.


Am vergangenen Sonntag wollte ich nach Heilbronn fahren, aber da es mit dem Nebel ewig gedauert hat, bis er sich verflüchtigt hat, hat er sich, aber nur wenig, bin ich später weggekommen und konnte nur so eine kleine Tour über 51 Kilometer machen.
Macht auch nichts, auch hier gabs wieder mal einiges zu berichten.
Auch, wenn man meint, die Landschaft gibt noch nichts her, so ist es auch hier eine Auffassungssache. Ich finde so eine karge und ruhende Landschaft nicht schlecht Bei Sonne kann Jeder fotografieren.  

Dennoch gab es einige schöne Dinge, die ich hier zeigen möchte.
Ich habe es bewußt ausgelassen, vereiste Fruchtstände usw. zu fotografieren, das mag schön aussehen, aber man sieht es ja inzwischen auf jedem Blog. Muß bei mir nicht sein. Ausserdem habe ich jede Menge auch auf meinem Blog.
Allerdings brauche ich keinen Schnee mehr und der wird auch nicht mehr kommen.

Unschlüssig war ich, als ich von zuhause weggefahren bin, fährst du nun nach Stuttgart, fährst du nach Heilbronn, fährst du zum Bärensee. Nichts von alledem, mein Fahrrad hat den Weg alleine gefunden und so bin ich von hier aus in Richtung Ingersheim gefahren und habe das Windrad im Nebel bewundert.
So gerne ich diese Windräder mag, für unsere gefiederten Freunde sind sie nichts. Neulich wurde ein roter Milan von einem Flügel zerfetzt und das passiert sehr oft, dass Vögel dran glauben müssen. Die Welt werden wir sicherlich mit Windrädern nicht retten.
Man sollte das mal lesen.

https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/21698-rtkl-artenschutz-windenergie-und-voegel-die-opferzahlen-sind-viel-hoeher

Blick vom Husarenhof/Ingersheim im Nebel auf die Hessigheimer Felsengärten



Sieht doch einladend aus.





 

Vom Husarenhof bin ich in Richtung Geisingen, das ist ein Stadteil von Freiberg am Neckar, gefahren und hier habe ich mal wieder das Obere Schloß Geisingen bewundert, an das man so recht nicht rankommt. der Schloßhof ist zwar recht schön, aber mit Autos zugeparkt. 

Wieder mal richtig wissenswert ist, dass das Gelände schon 1356 als Hof des Klosters Bebenhausen genannt wird. Die Herren von Stammheim kauften das Gelände von Ritter Friedrich Sturmfeder, der es als württembergisches Lehen erhalten hat. 

Dazu gibt es hier noch ein Schloß und zwar das Sturmfeder Schloß, das ich letztes Jahr erradelt habe. Alles hängt so immer wieder zusammen.

https://schwabenfrau.blogspot.com/2021/02/wasserschlo-oppenweiler.html

1592 wird das Gebäude als Meierhof im Besitz des Schertlin von Burtenbach genannt, sie hatten den Ort nach dem Aussterben der Herren von Stammheim 1588 geerbt. 1720 wurde das Schloß von Friedrich Ludwig von Kniestadt gekauft, welcher auch das heutige Schloß in Fachwerkkonstruktion erbaute. Zwischen 1786 und 1788 wurde das Schloß an Herzog Karl Eugen von Württemberg verkauft.
Schließlich kaufte es dann die Stadt Freiberg im Jahr 1982 und es wurde dann 1987 renoviert. Heute befinden sich Wohnungen in dem Schloß.

 



Weiter ging es dann nach Besigheim und am Neckar entlang, hier habe ich auch das Stauwerk Besigheim in der Ferne fotografiert und diese kleine Landungsbrücke. Man sollte sie nicht betreten, habe ich auch nicht gemacht.





Über das Stauwehr Besigheim und die darauf folgende Schleusenanlage Besigheim bin ich schon so oft geradelt. Immer wieder schön, wenn gerade ein Schiff angekommen ist. Ist aber eher selten, wenn ich darüber radele.

Das Stauwehr Besigheim schließt den Altarm des Neckars mit der Mündung der Enz vom rund 1 Kilometer langen Seitenkanal ab, der als Schifffahrsweg genutzt wird.

In Besigheim wird an der Mündung von der Enz in den Neckar eine neue Brücke gebaut. Da habe ich mir überlegt, ob ich das nicht als nächsten 12tel Blick nehmen soll. Aber ich habe etwas anderes gefunden, was technisch vielleicht nicht so interessant ist, aber so fürs Auge wohl gefälliger.  





 

Der Ersatzneubau der Enzbrücke der B27 in Besigheim beginnt. Die rund 70 Jahre alte Enzbrücke ist in einem nicht ausreichenden Zustand und weist erhebliche Defizite bei der Tragfähigkeit auf. Das neue Bauwerk soll im Herbst 2022 fertiggestellt sein, die Kosten liegen bei rund 7,9 Millionen Euro.

Quelle und näheres hier:
Für mich ist bei solchen Ersatzverkehrsführungen immer die Logistik bewunderungswert, das geht von Stuttgart 21 bis hier zu diesem Brückenbau, was da jeweils an Logistik dahiersteckt ist schon top.

Weiter gings auf dem Neckartalradweg in Richtung Kirchheim am Neckar um hoch von den Weinterrassen aus auf dem Kapellenberg die Aussicht zu bewundern. 

Der Kapellenberg liegt an einer engen Schleife des Neckars und gehört zu den steilsten Weinlagen des "Ländles". Er ist das Wahrzeichen der Gemeinde Kirchheim am Neckar. Der Weinbau am Neckar hat eine bis auf die Römerzeit zurückgehende Tradition. Seit dem Mittelalter bot der Weinbau in den Terrassenweinbergen vielen Familien KIrchheims einen wichtigen Zuerwerb. Wegen des aufwändigen Unterhalts der Trockenmauern und der Handarbeit im Steilhang  haben sich die meisten Wengerter inzwischen aus der einstigen Toplage zurückgezogen.
Seit 2020 hat die Gemeinde Kirchheim die Bewirtschaftung der brachliegenden Terrassenanlagen selbst in die Hand genommen.

Hier in der Kapellenberggrunde kann man über Staffeln und Pfade mitten durch die Weinbergterrassen laufen, man sieht die Neckarschlinge, manchmal gibt es auch Weinausschank (sonntags) und man kann die grandiose Aussicht genießen.

Ein ganz besonderes Erlebnis sind die Sinterfelsen des Prallhangs und eine weitere schöne Aussicht über Neckar, den Kapellenberg und den Weinort Kirchheim am Neckar.  Ich denke, ich mache die Runde mal im Sommer, mit dem Rad kann man da nicht hin





Um die vielen Starenschwärme, die oftmals in den Weinberg hineinfolgen, abzuwehren,  wohnten die Söhne der Weingärtner zeitweilig in solchen Weinberghütten. 


Heute gibt es hier Selbstschußanlagen, die in regelmäßigen Abständen Schüsse abgeben, kennst du sicherlich.

Ist schon wunderbar, wo manche Leute ihren Müll abladen. Grrrr!
Sowas findet man dann auch im Weinberg und an der Straße.




Ja, ich bin ein Cycloholic, es waren mir noch nicht genug Kilometer und ich entschloß mich über Hohenstein nach Bönnigheim zu fahren. 

Ich wußte nicht mal, dass es Hohenstein gibt und auch nicht, was es hier zu sehen gibt. Ich war begeistert, was hier so alles in so kleinen Orten schlummert. 

Die kleine Dorfkirche und was sich hier alles verbirgt, das wußte ich nicht und bin nun begeistert und werde das mal genauer erforschen. Es ist so wunderbar, was man auf solchen Touren alles findet.

https://www.gemeinde.boennigheim.elk-wue.de/kirchengemeindehaus/die-kirchen-in-hofen-und-hohenstein/dorfkirche-hohenstein

  





 

Davon werde ich aber noch berichten u.a. auch über den Ehebruch von Hofen (das ist eine Nachbargemeinde), da muß ich aber ins Landesarchiv und das geht zur Zeit nicht. 

Von hier aus ging es weiter in Richtung Heimat. Auf dem Weg ist mir dann noch eine weitere Skulptur und Antonio begegnet. Von Antonio, wir haben uns sofort recht gut verstanden, berichte ich morgen. 

Die Tour war vom Anspruch nichts besonderes, ich hoffe, dass es bald heller wird und die Touren wieder etwas höher und anspruchsvoller werden. 

 Nun geht es aber gleich auf das Rad und ich radele heute nach Heilbronn und wieder zurück. Heute gibt es bis zu 6 Grad am Mittag und 3 Sonnenstunden. Ich werde früh wegfahren, dass ich zum Foto machen Sonne habe.  

 




 Tourenbeschreibung 
Radtour am 16.01.2022
52 Kilometer

Höhenmeter
467 Climb
436 Downhill

Reine Fahrzeit:
2,5 Stunden

Wetter: 0 Grad
Luftfeuchtigkeit 75 %




Kommentare

  1. "Die Katze kann das Mausen nicht lassen", sogar bei eher graumen Wetter ist die Eva mit dem Rad unterwegs.
    Hoffentlich hast du nicht zu kalte Finger bekommen.
    Ganz herzliche grüsse aus dem weissen Winterland senden Ayka mit Erika

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    1. Hallo Ayka,
      nein, die Katze lässt das Mausen nicht und ich bin froh, dass ich diesen Tag genutzt habe.
      Es waren aber doch recht viele Radler unterwegs, nicht nur ich. Mal sehen, was mir heute alles vor das Rad kommt. Das Schöne ist, dass man viel Platz für sich hat.
      Ich bin ein Allwetterfahrer und gehe auch raus, wenn es schlechtes Wetter gibt.
      Das ist sehr gut für das Immunsystem. Da führt kein weg vorbei.
      Dein auch kalte Finger hat ich nicht bekommen, meine Handschuhe sind so dick und gut und passen. Auch kalte Füße habe ich keine bekommen, ich lebe richtig auf, dem ich auf dem Rad sitze.
      Grüße Eva

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  2. Ach ein Cycloholik bist du also. Da gibt's ja auch T-Shirt zu kaufen, hast du das schon gesehen?
    Was so einige einfach in die Landschaften werfen unglaublich.
    Gruß
    Hannelore

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  3. Ja, ich bin ein Cycloholik, ebenso wie manche hinter der Nähmaschine sitzen oder stricken.
    Weisst du, ich kann auf dem Rad wunderbar entspannen und gestern war das wunderbar.
    Ich war vollkommen - bis auf einen Radler - alleine auf der Piste.
    Die Tour war anspruchsvoll und mit 85 Kilometern die längste Tour bis jetzt.
    Aber da kommt noch mehr.
    Ganz liebe Grüße Eva, die jetzt mit ihrem Arzt reden darf, habe einen Termin.
    Was ich machen soll

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