Gottes schönste Gabe ist und bleibt der Schwabe
Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden. *René Descartes*

Mandelschneckentour

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Ich habe noch ein paar Touren vom Februar "auf Halde", aber die sind doch recht lang und auch mit einigen Fotos versehen. 

Da ich gestern nicht viel Zeit hatte, habe ich mich entschlossen, die Tour Mittwoch zu zeigen. 

Die anderen Touren, u.a. eine Tour nach Walzbachtal und vor allem zu dem Wasserfall, die ich auf einer gezeigten Tour abbrechen mußte, kommt noch.

 Die Gruppe, der Freund und ich haben uns am Mittwoch wieder aufgemacht und sind die Mandelschneckentour geradelt. 

Kaum ferig geradelt hat er sich gestern früh ins Auto gesetzt und ist ins Lechtal gefahren. Dort hat ein Freund eine Ferienwohnung und die steht immer bereit.
So, dass die Skisachen immer dort bleiben.

Wir radeln diese Tour immer wieder, denn das Cafe, das sich dort in Richtung Denkendorf befindet, hat so gute Mandelschnecken und deshalb habe ich die Tour Mandelschneckentour getauft. 

Der Treffpunkt war, wie meistens am Pragbunker in Stuttgart.

Da ich wieder nach Hause radeln wollte,  hatte ich vor, mit der S-Bahn nach Stuttgart zur Haltestelle Nordbahnhof zu fahren.

Naja, als ich dann in Tamm zum Aufzug wollte, war der mal wieder defekt. Ich weiß nicht warum, aber der Aufzug ist so oft defekt und ich frage mich, wie sollen hier Rollstuhlfahrer und Leute mit Kinderwagen zum Bahnhof kommen?

Ich verstehe aber auch nicht, warum man hier nicht für solche Fälle eine Rampe eingebaut hat, dass man wenigstens das Rad oder den Kinderwagen hoch- und runterschieben kann. 

Da stand ich nun, ratlos, was tun, soll ich nach Bietigheim zum Bahnhof fahren aber hier sind die Aufzüge auch ständig defekt. Es ist zum Mäusemelken. 

Ich wollte gerade mein Rad packen und es hochtragen, es geht, aber es ist schwer. 
Da kam ein junger Mann mit dunkler Gesichtsfarbe - bitte nicht falsch verstehen - und fragte mich auf Deutsch, ob er mir helfen kann. Ich nickte und freute mich und dann erklärte sich noch ein anderer Mann bereit. Zu Zweit hieften sie mein Rad hoch. Ich habe dafür ihr Gepäck nach oben tragen dürfen. 

Dann habe ich mich dafür bedankt und war froh auf dem Bahnhof zu sein.

Durchsage, S-Bahn fällt aus. Grrr!

Dafür kamen dann auf dem gegenüberlilegenden Gleis gleich zwei S-Bahnen hintereinander.

Also ist Warten angesagt, es ist schon lustig, was so alles passiert, wenn man an den Bahnhöfen wartet und was so alles an die S-Bahnen geschmiert wird. 



 Durchsage, die kommende S-Bahn hat 10 Minuten Verspätung, verstehe ich auch nicht, da ja zwei S-Bahnen vorher nach Bietigheim gefahren sind.

Die S-Bahn kam dann endlich und ich durfte mich ins Radlerabteil setzen. Doch, die S-Bahn fuhr nicht ab. Die Türen gingen immer auf und zu. Da kann der Lokführer nicht fahren. Also ich war nicht schuld.

Gut, dann warte ich eben wieder, es war das pure Chaos, denn dann kam noch die Durchsage, dass die S-Bahn nur bis zum Hauptbahnhof oben fährt, weil im Tunnel jemand an einer anderen S-Bahn die Notbremse gezogen hat und deshalb die
S-Bahn nicht durchfahren kann. Die übrigen S-Bahnen auch nicht.
Was weiß ich, was da wieder passiert ist. 

Aber ich mußte ja nur zum Nordbahnhof und das ist eine Station vor dem Hauptbahnhof und ich war froh, dass ich das endlich nach dem Chaos auch geschafft habe und wurde auch schon erwartet. Für den Fall finde ich schon Smartphones gut, früher hat  man dann eben gewartet, oder ist dann weitergefahren, das ging aber auch immer soweit gut. 

Dankbarkeit macht sich breit, dass überhaupt noch etwas fährt. In Stuttgart wurden an dem Tag auch die Straßenbahnen, Busse usw. bestreikt.

Es ist eine schöne Tour, die am Pragbunker in Stuttgart beginnt, durch den Rosensteinpark und dann auf den Neckartalradweg  in Richtung Esslingen führt und von dort in Richtung Denkendorf, durchs Körschtal

hier blühte schon richtig schön die Kornelkirsche,

Blausternchen und auch Schneeglöckchen blühten, so schön

Da sich hier auch die Flugzeuge zur Landung auf dem Flughafen Echterdingen
bereit machen, kann man auch welche im Landeanflug sehen.


sowie einen Hubschrauber












 




 und zum Schloß Hohenheim.
Hier gab es schon die ersten Blausternchen Scilla





und Krokusse





Im Park von Hohenheim haben wir aber auch noch die Silberpappel gesehen.
Sind diese Kätzchen nicht wunderhübsch?




 
 

Das schreibt Wikipedia
Quelle:

Blütenstand und Blüte

Die Silber-Pappel ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Dies bedeutet, dass an einem Baum entweder männliche oder weibliche Kätzchen vorhanden sind. Die Blütezeit reicht von März bis April und liegt vor dem Laubaustrieb. Die Kätzchenförmigen Blütenstände hängen schlaff herab. Die Kätzchen erreichen gewöhnlich eine Länge von 4 Zentimetern. Die grünblütigen weiblichen Kätzchen strecken sich während des Fruchtvorgangs auf bis zu 10 cm. Jede der unscheinbaren Einzelblüten sitzt in der Achsel eines verkehrt lanzettlichen, unregelmäßig kurz-gezähnten und bewimperten Tragblatts. Die weiblichen Blüten besitzen einen kahlen, kegelförmigen und kurzgestielten Fruchtknoten. Die zwei gelbgrünen Narben sind beinahe bis zur Basis in vier linealische Lappen geteilt. Die rötlich bis gelblich blühende männlichen Blüten bilden pro Blüte acht bis zehn karminrote Staubfäden aus. 

 

 In Hohenheim wollten wir auch noch nach dem Lerchensporn schauen, aber der ist noch nicht soweit.
Da muß ich mal ins Leudelsbachtal an die eine Stelle. Bald wird auch er wieder zahlreich in der Natur zu finden sein.

Auf dem Neckartalradweg haben wir auch noch die Kirschpflaume. gesehen.

Also diese Tour werde ich immer wieder machen, denn es ist so schön zu sehen, wie sich die Natur verändert. Das tut wirklich gut und auf dem Rad zu sitzen ist der absolute Kick. 



 

 Da wir alle unsere Räder gründlich geputzt hatten, haben wir dann die Kaltentaler Abfahrt genommen. Normalerweise fahren wir durch den Wald, aber das war uns dann doch zu schmutzig. Es regnet ja ständig, die Wiesen stehen alle unter Wasser.

Tja, wir brauchen ja Wasser aber so??

Kaltental ist ein Stadtteil von Stuttgart, das kommt ja die Anna-Scheufele her und da gibt es auch des gleichnamige Feschdle. 

Die Kaltentaler Abfahrt ist klasse, da kann man es richtig gut laufen lassen. 

Vorher sind wir aber noch am Riedsee



 in Stuttgart-Möhringen vorbeigefahren und haben in einem Garten einen Seidelbast gesehen. Bewußt gesehen habe ich den noch nie. 

 

Aber auch sonst war der Garten so schön. 

Da gab es einiges zu gucken. 


 

 

Vorher sind wir aber wieder einmal über meine Lieblingsbrücke gefahren. 
Ich habe über diese Brücke, die schon klasse ist, hier auf dem Blog schon mal geschrieben. HIER

Es ist eine doppelstöckige Talbrücke, oben Fußgänger und Radfahrer und unten Autos, zwischen Stuttgart-Vaihingen und Stuttgart-Kaltental.

Gebaut von meinen Lieblingsarchitekten Schlaich, Bergermann und Partner.
Das Büro hat auch den Killesbergturm und den Schönbuchturm erbaut.
Ich bin schon so oft obendrüber und untendurch gefahren.
Das Architekturbüro ist bekannt für seine Brücken in aller Welt.

Ganz fotografiert habe ich die Brücke nicht, aber von unten habe ich noch blühende Weidenkätzchen gesehen und dann die Brücke, das Bild hat mir gefallen. 



Die Kaltentaler Abfart ist klasse. Da erreicht man schon Geschwindkeiten von
40 Studenkilometern oder mehr, natürlich die Bremse immer im Griff.
Ich denke dann immer, wenn es dich jetzt vom Rad haut, dann biste weg.
Zu dem trägt man aber auch einen Helm. Denn man fährt hier auf dem Radstreifen, aber rechts neben den Autos.


Dann gings wieder über die Anlagen in Stuttgart und das ist so eine richtige Radfahrrennstrecke. Es ist schon übel, wie manche Radler fahren, ohne Rücksicht auf Verluste. 

Wer schon mal hier geradelt ist, kann wohl ein Lied davon singen. 

In der Platanenallee haben wir soviele von der
Anemone Blanda, dem Balkanwindröschen gesehen, alles war blau, wunderschön.  




Zurück gings dann wieder über die Solitudeallee, das ist der Weg, der am wenigsten schmutzig ist und dann nach Hause.

Gebäude habe ich dieses Mal (außer in Esslingen) nicht fotografiert, die  habe ich ja alle schon auf diversen Posts und man kommt hier ja auch am Kloster Denkendorf vorbei. Auch davon habe ich schon berichtet. 

Hier in Denkendorf befindet sich auch ein richtig tolles Radgeschäft mit Fahrrädern, da kann man nur staunen. Wir haben kurz hineingeschaut, denn die haben alle einen Pinionmotor und eine Roloff-Schaltung. Da bin ich ganz scharf drauf, aber 13.000 Euro ist ein bissele viel. Mir reichen schon die nächsten Euros bei einem neuen Rad. Aber vorher fahre ich meines noch, es ist gut und da ich nicht mehr viel Euros dafür bekommen werde, werde ich es fahren, bis es ein neues entsprechendes Rad auf dem Markt gibt.

Mit dem Pinion-Motor und einer Roloff-Schaltung zu fahren, ist Gewöhnung.
Aber dann ist es klasse. Aber das ist mir dann doch zuviel Geld.
Aber träumen darf man ja.

Ich habe auch keine Probleme mit meinem Cube Nuride, denn ich habe ja nicht irgendein Rad gekauft, da habe ich schon drauf geachtet. Wer viel radelt, sollte da schon auch drauf achten, denn ein Rad das nichts taugt und man auf das Geld achtet, bringt keinen Fahrspaß. Kommt natürlich drauf an, was man damti machen möchte. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich soviel radeln werde. Aber gerade dieses Rad macht Laune und bringt jede Menge Fahrspaß.

Die Mandelschneckentour haben wir letztes Jahr Ende März geradelt, da kamen schon die Magnolien heraus. 

Durch Esslingen bin ich schon so oft geradelt aber eben nicht hier. Das war eine Umleitung, weil der Radweg gesperrt ist und siehe da, da habe  ich wieder was mitbekommen, was ich nicht wußte. 

Bei dem Gebäude handelt es sich um die Messerfabrik Dick.
Auch eine Firma mit Tradition, die es heute noch gibt, aber wie lange noch, bei der Wirtschaftslage?
Das alles macht mir schon Angst.


 

Da ich mal wieder Messer brauche, werde ich mal hier im Onlineshop einkaufen.
Einen Werksverkauf gibt es auch.
Man sollte die ortsansässigen Firmen unterstützen und das mache ich auch. 

Interessant ist die Villa Merkel, habe ich auch schon drüber berichtet.
Im Garten steht eine ganz große Magnolie, die jedes Jahr wunderbar blüht. 


Jahrelang fahre ich nun die Solitudeallee zwischen Kornwestheim und Stuttgart-Stammheim hinauf und hinab. Ich habe zwar die Tafel schon gesehen, aber nicht drauf geachtet und weiß der Hecht warum, dieses Mal habe ich sie mir angesehen. 

Es sind Grenzsteine zu sehen, die ganz interessant sind. 

Historische Grenzsteine sind Zeichen aus Stein, die Herrschafts-, Besitz- und Rechtsgrenzen stichtbar machen. Zwar werden sie heute nicht mehr aufgestellt, haben aber immer noch rechtliche Gültigkeit. Sie gelten nun als Kleindenkmale.

Der Sockel eines Grenzsteins ist massiver, als der restliche Stein, um die notwendige Stabilität zu gewährleisten. Im oberen Teil des Grenzsteines finden sich auch Wappen (Fleckenzeichen) der zu begrenzenden Gemeinden, die laufende Nummer des Grenzsteines, sowie das Datum der Aufstellung. Manche Grenzsteine sind so alt, dass man die Inschriften kaum mehr lesen kann und viele haben Moos angesetzt.
Im Leudelsbachtal da gibt es einige, die ganz interessant sind und ich habe mich da auch schon erkundigt. 

HIER 

und vor allem 

HIER
Diese Grenzsteine sind interessant.

 
Dieser Stein hat den persönlichen Wald des damaligen Herzogs von Württemberg abgegrenzt. Aufgestellt 1761. Die ursprüngliche Lage ist unbekannt.
CSV steht für Cammer Schreiberei Verwaltung, den Sitz dieses Amtes. Heute deutet in Stammheim noch die Kameralamsstraße darauf hin. 

Och, das wußte ich nicht, obwohl Stammheim und Zuffenhausen auch zu meinem Bezirk im Amt gehörten. 

Da kommt Freude auf.



Dieser Stein zeigt das Stammheimer Wappen (Hufeisen) und das Jahr der Aufstellung.
Ehemals stand der Stein an der Markungsgrenze Stammheim-Zuffenhausen, heute Rasmussenweg, ehemals in Stammheim-Süd.




Dieser Stein zeigt das Stuttgarter Wappen, auf der gegenüberliegenden Seite, die ich leider nicht fotografiert haben, das hole ich nach.
Ehemals stand der Stein an der Markungsgrenze Stammheim-Zuffenhausen.



 Zusammenstellung: 
Tour am 21.Februar 2024
83 Kilometer
1.455 Höhenmeter
724 Climb
730 Downhill
Fahrzeit: 4,0 Stunden
Gesamtkalorien: 2.238 KCAL
Wetter: 8 Grad
Luftfeuchtigkeit: 66 %



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