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Ich hatte mir den Dienstag dieser Woche herausgesucht, weil es hier so gut wie gar nicht regnen sollte und es sollte auch die Sonne scheinen, was für Fotoaufnahmen einfach besser ist.
Aber es sollte nicht sein. Es funktioniert halt doch nicht mit Petrus und die Leute auf Malloca, wollen auch Sonne habe.
Nun, dann ist es eben so.
lch hatte mir vorgenommen im Bürgergarten in Bietigheim vorbeizuradeln, was ich auch gemacht habe und siehe da.
Es blüht und blüht, zwar noch recht verhalten, aber es kommt schon. Der Frühling lässt sich trotz frischer Natur nicht mehr aufhalten.
Ich freue mich jedes Jahr an diesem Bürgergarten in Bietigheim, weil es hier unglaublich schön ist und es sooo schön blüht.
Sogar die Märzenbecher haben mir schon Grüß Gott gesagt.
Während sich die Schneeglöckchen verhalten gezeigt haben, aber ich habe unterwegs genügend Schneeglöckchen gesehen und die Zeit fängt ja jetzt erst an.
Leider war die Higan-Kirsche noch nicht soweit, es ist eine Kirschblüte, die als erste blüht.
HIER
Ich war an diesem Tag total unmotiviert und hatte absolut keine Lust zum Radeln, aber es mußte sein und wenn ich mir etwas vorgenommen habe, trotz Unlust, dann mache ich das auch.
Die Märzenbecher sind zwar nicht so schön, aber es kommen noch welche, die ganze Wiese wird damit bestückt sein.
Ich wollte nach Heilbronn und mir dort bestimmte Villen anschauen, was ich teilweise auch gemacht habe und bin deshalb wie immer, den Neckartalradweg am Neckar entlang geradelt.
Die Tour hätte 90 Kilometer mit einigen Höhenmetern werden sollen, aber das sollte halt nicht sein.
An dieser Stelle, hinter Kirchheim am Neckar halte ich in der Regel, wenn ich diesen Weg radele, immer an, weil die Stelle hier sehr schön ist.
Aber der Himmel verdunkelte sich immer mehr. Selbst die Enten und Haubentaucher hatten so recht keine Lust und verzogen sich gleich wieder.
Geregnet hat es auch ein wenig, aber ich bin ja so angezogen, dass ich wenig Regen schon vertrage.
Mir gehts ja auch nicht nur um die Fotos, als um die Bewegung und ein bisschen Anstrengung und die hatte ich.
Schon von weitem sah ich ein Schiff kommen und da das nicht so oft der Fall ist, habe ich mal gleich gehalten und meine Camera herausgeholt und mich in Position gestellt.
Schon toll so ein Schiff und der Kapitän hat auch gewunken.
Mein Rad ist so schnell wie der Wind auch im Eco + Gang, den ich meistens benütze und ich war schon erstaunt, wie schnell ich in Lauffen am Neckar war.
Blick auf die Schleuse aber das Wetter.
Aber von der Regiswindinskirche her, wird es heller.
In Lauffen war ich schon so oft und habe auch einige Posts u.a. auch über die Regiswindiskirche geschrieben.
HIER
Ich finde Lauffen nicht Besonders, aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich hier schon oft - auch als Kind - war.
Aber Lauffen rühmt sich gerne als Hölderlinstadt, dabei war er dort ja gar nicht mal sooo lange dort.
Allerdings gibt es hier auch eine tolle Skulptur von Peter Lenk,
Hölderin im Kreisverkehr.
Die finde ich klasse, beschrieben habe ich sie
HIER
Als ich über die Neckarbrücke in Richtung Zementwerk radeln wollte, sah ich ein Schild.
Der Neckartalradweg ist zwischen Lauffen und Horkheim wegen eines Felsabganges gesperrt, also praktisch der ganze Weg über Talheim immer am Neckar entlang.
Was tun? Ich hätte natürlich auch über Nordheim usw. fahren können, aber das wollte ich nicht, denn so hatte ich meinen Heimweg geplant.
Also frisch gewagt ist halb gewonnen, es blieb mir nichts anderes übrig, als ein Stück auf der B 27 auf dem Gehweg zu fahren, ist nicht schön, die vielen Heilbronner Autos aber es mußte halt sein.
Aber dann gings einen recht schönen geteerten Feldweg entlang in Richtung Horkheim.
Ich hatte die Strecke extra so geplant, dass ich nicht im Dreck fahren mußte.
Ich habe Dreckwege gesehen und das wollte ich mir nicht mehr antun.
Immerhin hatte ich einen recht schönen Wolkenhimmel
...und ich hatte einen sehr schönen Blick auf die Burg Horkheim, die ich schon mal besucht habe, aber da hatte ich die Burg nur von Innen und von außen ist sie ja auch schön.
Hier mal die Radtour zur Burg Horkheim.
HIER, das war im Sommer 2022.
Interessant ist, dass sich in diesen vier Jahren nicht viel verändert hat und das alte Haus steht immer noch so da.
Ab Horkheim ging es dann ein Stückchen weiter in Richtung Heilbronn.
Aber auch hier ist der Weg gesperrt wegen Astbruch.
Aber das ist gut ausgeschildert und weniger schlecht.
Es geht ja wieder wie gewohnt in die Innenstadt von Heilbronn.
Auf das ehemalige Gartenschaugelände wollte ich noch, habe es dann aber gelassen, weil es tröpfelte.
Gerade hier waren wahre Teppiche mit Schneeglöckchen.
Mein Weg führt mich dann in die Bismarckstraße, wo die schönen Villen stehen.
Die Tore der Villen, die ich gesehen habe und auch sehen wollte, waren geöffnet. ABER, das ist Privatbesitz und wenn ich hier einfach nur hineingehe, ohne zu fragen und fotografiere, ist das Hausfriedensbruch und das tue ich mir nicht an. Ich wäre auch nicht begeistert, wenn Jemand einfach so auf mein Grundstück gehen würde und wie wild fotografieren würde. So kann man das eben nur von der Straße aus.
Bismarckstraße 53 in Heilbronn.
1896 wurde dieses schöne, dreigeschossige Wohnhaus von Theodor Moosbrugger für die Witwe des Kaufmanns und Politikers Christian Herrmann erbaut. Man findet ganz wenig Informationen darüber.
Auch Wiki berichtet nicht viel.
Die Villa gehörte 1950 dann Julie Hörner.
Die Villa ist aus Sandstein gebaut und ist im Stil des Historismus gebaut.
Als Vorbild für die Villa nahm man wohl die französische Neorenaissance.
Ein sehr schönes Gebäude, wobei ich beim Anblick der Balkone fast in Ohnmacht gefallen wäre. Wie kann man ein Haus nur so verschandelt.
Villa Frau Knorr
Eine weitere Villa in der Bismarckstraße in Heilbronn ist die Villa Knorr.
Ich bin froh, dass ich die Villa so sehen konnte, denn im Frühling oder im Sommer hat man hier keinen Einblick mehr.
1896 wurde die Villa von Ernst Walter und Karl Luckscheiter errichtet.
Sie haben auch die gleich folgende Villa Teuffel erbaut.
Eine Villa im Späthistorismus, die Ornamente von Gotik und Renaissance enthält. Sie wurde für Alfred Knorr erbau. Alfred war der jüngste Sohn des Firmengründers Carl Heinrich Theodor Knorr.
Ja, das ist der mit den Suppen usw.
Alfred starb früh mit 48 Jahren und seine Witwe zog mit den Kindern alleine in die Villa. Die Villa heisst auch Villa Frau Knorr. Der Park beträgt 4.767 qm und die Villa besteht ebenfalls aus Sandstein.
Die Wehrmacht kaufte 1937 die Villa und ging nach dem Krieg in Bundesbesitz. Das Landgericht Heilbronn war ab 1947 dort untergebracht, danach wurde es ab 1994 als Kreiswehrersatzamt genutzt. 1996 wurde es an einen privaten Käufer verkauft, der das Haus aufwändig renoviert hat.
Schade, dass ich das Haus nicht näher anschauen konnte.
Aber einfach so reingehen, das mache ich nicht.
Vielleicht ergibt sich mal eine Gelegenheit hier hereinzuschauen.
Ebenfalls in der Bismarckstraße steht die Villa Teuffel.
1901/02 wurde die Villa im Neobarock von Karl Luckscheiter und Ernst Walter für den Bankier Emil Teuffel erbaut.
Über Emil Teuffel konnte ich gar nichts in Erfahrung bringen.
Ich konnte auch nicht in Erfahrung bringen, wie die Villa heute genutzt wird.
1950 wurde das Gebäude von der amerikanischen Besatzungsmacht und noch für weitere Dinge genutzt. 1961 war sie im Besitz des Fabrikanten Fritz Weitpert, der die Wohnungen, die sich darin befanden, vermietet hat.
Sie wird deshalb auch Villa Weitpert genannt.
Ich habe in Heilbronn noch mehr Villen besucht, davon habe ich schon berichtet.
Noch zwei Villen wollte ich besuchen, aber es tröpfelte nicht mehr, es schüttete.
Zum Donnerwetter nochmals. Ich habe mich dann kurz unter ein Hausdach gerettet und bin dann, nachdem es etwas weniger geregnet hat, weiter auf den Neckartalradweg genauso zurückgefahren. Bin aber dann, da ich nach Brackenheim wollte, über Nordheim geradelt. So war die Tour vorgesehen.
In Nordheim habe ich dann den Zug nach Lauffen genommen. Der kam gerade an.
ABER, zwischen Lauffen und Bietigheim ist eine Baustelle und somit Schienenersatzverkehr. Also raus in Lauffen, es tröpfelte ja nur noch und hier habe ich beschlossen, eben so wie gekommen, nach Hause zu radeln. Ist nicht mein Ding, aber das war eben so.
Ich war mir auch nicht sicher, ob ein Schienenersatzverkehr ein Bus, Räder mitnimmt. Muß er eigentlich, aber das war mir dann zuviel mich mit dem Busfahrer rumzuärgern.
Aber ich bin dann halt von Lauffen nach Hause geradelt, aber ich habe die Tour dann, das Wetter wurde wieder besser, dazu benutzt kurz an den Weinterrassen in Kirchheim am Neckar vorbeizuradeln.
Was auch nicht schlecht war.
Die Weinterassen bei Kirchheim am Neckar, es ist schon etwas Besonderes und da freue ich mich auch auf den Frühling, der dort auch schon vorhanden ist.
An den Weinterrassen war ich auch so oft, ich bin mal gespannt, auf den Frühling.
Ein Blick auch auf das ehemalige Kernkraftwerk Neckarwestheim, das in all den Jahren, in denen es Strom lieferte, nie irgendwelche Schwierigkeiten machte und es war eines der sichersten Atomkraftwerke überhaupt.
Schade, aber vielleicht wird es doch irgendwann mal wieder zum Leben erweckt.
So ein Abriss ist ja auch nicht gerade billig.
Ich bin dann über Kirchheim am Neckar und auf dem Neckartalradweg und Bietigheim wieder nach Hause geradelt.
Ich hoffe so, dass ich endlich einige meiner Touren mit dem Zug machen kann und dann losradeln.
Am Montag muß mein Rädle in die Inspektion, denn ich bin jetzt seit Dezember 527 (mit dem neuen Rad) Kilometer geradelt. Das trotz des schlechten Wetters.
Mein Radhändler lacht immer, wenn ich mein Rad bringe und beeilt sich, es fertig zu machen.
Er meint: "jaja Eva, du bist ohne dein Rad ja nur ein halber Mensch! Du bekommst das Rad am Montag gegen Abend wieder. "
Womit er durchaus richtig liegt.
Übrigens, ich habe meine Apple Watch zwischen Nordheim und Lauffen ausgeschaltet, deshalb die gepunktete Linie auf der Karte, da zählt die Uhr auch nicht.
Aber ich bin mit meinen Kilometern und Höhenmetern auch zufrieden.
Es kommen ja wieder andere Tage.
Schön war schon, es waren kaum Radler unterwegs, nur bescheuerte Heilbronner Autofahrer, aber der Meinung bin gottseidank nicht nur ich.
Sowas von rücksichtslos.
Die bekommen von mir den 1. Preis für unverschämtes Fahren.
Rücksichtslos! Ich erlebe es immer wieder.
Übrigens, in der Zusammenfassung der geradelten Kilometer auf der Startseite meines Blogs schreibe ich alle Kilometer auf, die ich so radele, das sind z.B. 10 Kilometer zum Radhändler nach Bietigheim oder ähnliches.
Zusammenfassung:
Tour am 17.02.2026
77 Kilometer
700 Höhenmeter
400 Climb
300 Downhill
Gesamtkalorien 2.300 KCAL
Trainingszeit: 3,5 Stunden
Wetter: 4 Grad, bedeckt
Luftfeuchtigkeit: 84 %
Luftqualität: 3
Ich möchte ja morgen, einen Bericht von den Meistersingern zeigen, die ich am Sonntag in der Oper in Stuttgart gesehen habe.
Das ist aber alles so umfangreich, dass ich nicht sicher weiß, ob ich das bis Samstag in der Früh schaffe.
Nicht verzagen, die Meistersinger kommen aber gewiss.
So, wie der Wetterbericht zeigt, wird es am Mittwoch schön.
Da werde ich dann mal die nächste Tour planen.
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