Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern – Sie können an einem Druckfehler sterben. *Mark Twain*

Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle abzuscheren. *Romain Rolland*
Ohne Grundsätze leben, oder in den Fesseln verderblicher Grundsätze durchs Leben rasseln, ist eine gleich erbärmliche Existenz.*Daniel Christian Schubart"

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Radtour zur Krokusblüte auf den Zavelstein

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Letzten Sonntag bin ich von hier aus mit der S-Bahn nach Weil der Stadt gefahren. 
Ich hatte mich im Internet erkundigt, ob die Aufzüge hier funktionsfähig sind.
Ja, das waren sie und so fuhr ich runter zum Bahnhof, der Aufzug war defekt, was tun? Hätte ich das vorher gewußt, wäre ich nach Bietigheim oder auch zum Favoritepark geradelt, denn gerade am Favoritepark kommt man auf einer Rampe zum Bahnsteig. 

Also gut, kein Mensch da, der um diese Zeit mit der S-Bahn gefahren wäre, den ich hätte bitten können, mir zu helfen. 

Dann habe ich mir gesagt: "Eva, du hast in deinem Leben als Lehrling schon soviel geschleppt, ganze Türen und Schränke und jetzt probierst du eben mal dein Rad hochzutragen. 

Mein Rad wiegt 28 Kilo und ich denke ich habe jetzt keine Probleme mehr, wenn mal der Aufzug an einem Bahnhof nicht geht und kein Mensch da ist. 

Rad quer stellen und hinten und vorne mit beiden Armen hochheben und Rad eine Treppenstufe hoch, dann mit den Füßen zum Rad hoch, wieder eine Stufe und wieder mit den Füßen zum Rad. Bis man oben ist, es hat geklappt und es war ein gutes Krafttraining, manche gehen dafür ins Studio, ich muß nur zum Bahnhof und es kostet nichts. Nur, man muß aufpassen, dass das Rad nicht nach vorne kippt, sonst fallen Eva rückwärts und Rad über Eva, die Treppe hinunter. Immer möchte ich das auch nicht machen, aber in der Not...!!!!! 

 

Im Städtchen Zavelstein das mit 750 Einwohnern zur Stadt Bad Teinach gehört, war ich schon zwei Mal zur Krokusblüte. 

Einmal mit meinem Freund mit dem Auto und einmal mit einem Busunternehmen. 

Hier habe ich darüber berichtet und auch über die Burg.  

HIER und hier gibt es dann auch entsprechende Informationen. 

Beide Male war ich von der so angepriesenen Krokusblüte enttäuscht. Weil es eben nicht so ist, wie angepriesen. Da gehe ich hier auf meine Krokuswiese oder in den Stadtgarten oder auch ins Schloß Steinheim, da gibt es tatsächlich genausoviel Krokusse wie in Zavelstein. 

Was aber interessant ist, ist die Burg Zavelstein, auf ihr war ich auch schon beide Male.  

Von Calw nach Zavelstein sind es gerade mal 5 Kilometer, die man von Calw aus -Hermann-Hesse-Zug ab Weil der Stadt - gut erreichen kann. Was natürlich übel ist, wenn man wandern will, dann hat man natürlich recht schöne Steigungen vor sich.
Aber das schafft man doch locker.  

Aber bei 5 Kilometern ist das ja nun auch nicht schlimm. 

Was ich wollte, ich bin nicht nur wegen der Krokusblüte nach Zavelstein geradelt, sondern ich wollte mein Rad austesten, ob ich nun einen Range Extender brauche oder nicht, zumal er an meinem Rad nicht so gut anzubringen ist. 

Also bin ich mit der S-Bahn von hier aus über Stuttgart nach Weil der Stadt gefahren und von dort dann über Calw auf den Zavelstein. 

Da gehts echt rauf und runter und das war genau das, was ich gesucht habe, hatte ich ja auch so geplant.

Von Weil der Stadt ging es in Richtung Simmozheim, das kenne ich, weil mein damaliger Mann und ich dort damals ein Reihenhaus kaufen wollten. Das war im Jahr 1972 und das Haus mit einem Garten kostete damals 140.000 DM. 
Wir haben es dann gelassen, denn das war damals am A... der Welt und mein damaliger Mann und ich wir sind Großstadtkinder und ein Garten, nein, das wollte ich wieder nicht. Also haben wir es dann gelassen und uns dann gegen später eine Wohnung gekauft. Gott sei Dank, was soll ich mit einem Reihenhaus und noch ein Garten. Ich bin froh, dass ich damals gebremst habe.  Zudem war die Verkehrsverbindung damals gar nicht rosig. Heute ist es vielleicht anders. 

In Weil der Stadt bin ich dann ausgestiegen und habe mich auf den Weg nach Calw gemacht. Ich habe über Calw schon mal berichtet, als ich den Nagoldtalradweg geradelt bin.  

 HIER, 1. Teil  

HIER, 2. Teil

Den Weg nach Calw hatte ich dieses Mal anders geplant, als damals, weil ich ja auf der Strecke vom Regen überrascht wurde und den schnelleren und bequemeren Weg genommen hatte. 

Das wollte ich dieses Mal nicht und so gings eben rauf und runter. 

Die Strecke fand ich nicht besonders prickelnd, aber das wußte ich ja vorher auch nicht. 

  Ich dachte, dass ich mehr Blüten sehen kann, aber es war nicht so.
Zu früh dran, aber das macht ja auch nichts. 






Dafür habe ich mal wieder mit den Waldensern Bekanntschaft gemacht. 
Über die habe ich ja schon oft berichtet. 

HIER 

Man begegnet ihnen in dieser Gegend immer wieder.  
Diese Häuschen war der einzige Höhepunkt auf der ganzen Tour, landschaftlich schön, aber kahle Bäume und kahle Wiesen. 

Was solls, vielleicht bekomme ich morgen mehr zu sehen und mal sehen, was ich erradeln kann.  

Wie ich schon oben geschrieben habe, wollte ich einzig und alleine mein Rad testen und wie ich mit den Höhenmetern zurecht komme.  






Von Calw aus führt eine recht befahrene Straße hinauf nach Zavelstein, gottseidank konnte ich dann auf einem Weg fahren, der so schmal war, aber auch sehr steil aber ich habs geschafft.  

Wenn ich bedenke, wieviele Autos hier auf der wunderschönen Waldstraße doch noch gefahren sind und auch in Zavelstein, das finde ich schon grenzwertig. 

Diese Waldstraße ist richtig schön, aber ein Auto am anderen und als Radler bist du verloren. Ich lasse mich da aber nicht aus der Ruhe bringen. Ein paar Wanderer waren auch unterwegs, aber die können zur Seite springen. 
Es ist auch eine Straße auf die Zavelsteiner fahren, um zu ihrem Wohnort zu kommen, aber es ist nicht so schön, wie manche - Heilbronner waren auch da, grrrrr - hier fahren. 




Und Leute über Leute, die auf der Straße gelaufen sind und die Krokuswiesen angeschaut haben, wie geschrieben, es ist nichts Besonderes. 
Die Leute sind einmal um die Wiesen gelaufen, begleitet von Autos und sind dann in entsprechenden Gaststätten und Cafees verschwunden. Das war dann ein toller Ausflug, gell!
Ohhh, mein Gott!

Ich habe die Tour nur gemacht, weil ich wissen wollte, ob ich das alles schaffe und nicht nur im Turbo-Gang, sondern im Tour+ und der Autostufe. 
Wer einen Kiox hat, weiß was ich meine. 
Aber der Bosch-Motor ist total klasse. 

Es hat mich einiges an Kraft gekostet, aber nein, den Turbogang nehme ich nur, wenn es nicht mehr anders geht. Dieses Mal nicht!

Dann war ich in Zavelstein und bei den Krokuswiesen und wieder enttäuscht, obwohl die Krokusse in voller Blüte waren. Es werden aber tatsächlich immer weniger. 












 

Zur Burg bin ich gar nicht gefahren und ich habe nur ein wenig geschaut und bin dann gleich wieder in Richtung Calw gefahren. 

Eigentlich wollte ich ja von Calw nach Hirsau radeln und den Nagoldtalradweg in umgekehrter Reihenfolge wie damals radeln und in Pforzheim wieder in den Zug einsteigen. ABER, die Meldung im DB Navigator hat mich umplanen lassen.

Zug fährt auf Gleis 5 und der Aufzug ist defekt. Nein, ich meckere nicht, es war auch schon anders und ich hoffe, morgen gehen auch alle Aufzüge. 

Gut, den Weg von Zavelstein in Richtung Calw wieder zurück gefahren und dann führt ein kleiner Fußweg nach Calw, der ist so steil, dass ich mein Rad geschoben habe, ist ja auch ein Fußweg, aber auf der Straße wollte ich tatsächlich nicht mehr fahren. Ein Auto am anderen, grausam!

Es ist ja auch mehr eine Schlucht, der Weg führt direkt in den Stadtgarten von Calw und dann in die Stadt und ist tatsächlich sehr schön. 

Es ist ein Teil der Rötelbachschlucht. 

Hier geht man tatsächlich am besten ohne Rad, es ist ein sehr steiler Fußweg. Fußkranke oder Rollatorfahrer sind hier fehl am Platze. 

Kann sein, dass ich hier nochmals herkomme, aber dann mit der S-Bahn und dem Zug und ohne Rad, das möchte ich im Herbst tatsächlich nochmals machen. 
Aber was ich alles machen will, da reicht die Zeit nicht. 

 





 

Überall Hermann-Hesse, so heisst der Weg ja dann gegen später auch, wirklich schön angelegt und wenn es hier grünt und blüht ist es schon schön. Dabei kann man dann auch noch Gedichte von Hermann Hesse und anderen Zeitgenossen lesen. Die Zeit habe ich mir genommen und was sehe ich von oben? 
Die Hermann-Hesse-Bahn am Bahnhof. Mein Entschluß stand fest, du fährt mit dieser Bahn nach Weil der Stadt. 
Hier gilt auch die Deutschlandkarte, zahlt man kostete ein Einzelticket ca. 6,50 Euro, ganz schön teuer. 


   







Noch was, seit ich am Bodensee im Haus von Mia Hesse war, sehe ich diesen Schriftsteller mit ganz anderen Augen. 
 

 
 
Da ich mir das alles aber noch genau ansehen wollte, habe ich dann zwei Züge ausfallen lassen. Im Moment fährt die Bahn im Stundentakt, später wieder alle 30 Minuten. Ich finde eine feine Sache, von Calw ist man dann in einer Stunde in Stuttgart. Natürlich muß man in Weil der Stadt in die S-Bahn nach Stuttgart umsteigen. 








 Ich habe mich dann auf den Weg zum Bahnhof gemacht der neu und in Stufen angebracht worden ist. 

Irgendwie ist das alles ein wenig komisch und wen ich dann gefragt habe, der meinte, "dass er nicht von hier ist!"

OK, ich habs dann selbst gefunden und bin samt Rad in einem Aufzug verschwunden in dem lauter Knöpfe waren und ich keine Ahnung, wohin ich mußte. Aber ich habe einfach alle Knöpfe mal gedrückt und kam dann schließlich auch oben am Gleis an, an dem der Hermann-Hesse-Zug abfährt. 

Ich hatte ihn schon von oben gesehen. 


 Der Zug kam und ist nach einer kleinen Weile abgefahren. Ich konnte mein Rad wunderbar unterbringen. Die Strecke ist nichts besonderes, es geht von Tunnel zu Tunnel. Aber es ist was Besonderes von Calw nach Weil der Stadt zu kommen und von dort habe ich noch weitere Touren vor. 

Wie es klappt, werden wir sehen. 

In Weil der Stadt - so war es dann geplant - bin ich über den Würmtal- und Glemstalradweg nach Hause gefahren. 

Das ist im Frühling auch eine schöne Strecke, die ich auch schon oft geradelt bin, aber es war dann ab Schwieberdingen ziemlich dreckig und matschig.

Mein Rad und ich mußten in die Waschanlage. Unterwegs gab es dann noch Hochlandrinder.





Scillas und wieder die Anemone blanda.





 

Die Tour war in Ordnung. Morgen wird die Tour zwar länger werden, aber nicht soviel Höhenmeter, ich war da schon mal, schaun wir mal wie es werden wird.  

 

Wolken über dem Hohen Asperg, gleich bin ich zuhause. 


 Zusammenfassung
Tour am 1. März 2026
73 Kilometer
2.100 Höhenmeter
982 Climb
1.118 Downhill
4,00 Stunden
2.500 Gesamkalorien KCAL
Wetter: 10 Grad
Luftfeuchtigkeit; 61 %
Luftqualität: 2 

 

 


Zu bemerken wäre, dass ich während der Zugfahrt meine 
Navigationsgeräte ausgeschaltet habe.  
 
Und ich habe nur 50 % Strom verbraucht, wieder habe ich es nicht bereut, dieses Rad gekauft zu haben und festgestellt, dass ich eine recht gute Kondition nun habe und im Moment einen Range Extender nicht brauche. 
 
Ich lade jede Oma gegen Rechts ein, das mit mir zu radeln. 
Ich glaube, die würden dumm gucken.  
 
Zur Landesgartenschau in Ellwangen möchte ich auch noch.
Da werde ich auch mit dem Zug fahren, denn die Gartenschau fängt direkt neben dem Bahnhof an. Also besser, als mit dem Auto und Parkplatzsuche, das verschmuitzt die Umwelt.  

  

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Die linden Lüfte sind erwacht,
sie säuseln und wehen Tag und Nacht,
sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
man weiß nicht, was noch werden mag,
das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden!

*Ludwig Uhland*