Ihr jubelt über die Macht der Presse - graut euch nie vor ihrer Tyrannei? *Marie von Ebner-Eschenbach*
Opportunisten sind Spezialisten im Umgang mit wechselnden Windrichtungen. *Thom Renzie*
Opportunist = Ein Jenachdemer. *Wilhelm Busch*
Opportunisten sind Leute, die schon heute die Windrichtung von übermorgen kennen. *Sir Alec Guinness*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*
Wer die Grünen wählt, der wird sich später mal bitterste Vorwürfe machen. *Helmut Schmidt*
Danser sur un vulcan *Lateinische Redewendung*

Lady Macbeth von Mzensk (Katarina Ismailowa) von Dmitrij Schostakowitsch

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Die Staatsoper Stuttgart nimmt ab November die Oper

Lady Macbeth von Mzensk

in ihr Programm auf. Der Vorverkauf beginn im Juli 2026 und ich möchte gerne in diese Oper gehen. 

Von diesem Komponisten habe ich schon zwei Werke gezeigt, 

die 7. Symphonie die Leningrader

und

Der Fall von Berlin 

Aber er hat ja auch die Jazz-Suiten geschrieben. Die kennen bestimmt sehr viele, denn sie sind immer wieder mal als Hintergrundmusik zu hören. 

HIER  

Bei Schostakowitsch muß man sich reinhören und auch die Geschichte zur Musik lesen und vor allem muß man sich das erarbeiten. 
Das ist nicht einfach Unterhaltungsmusik.

 

Der Text dieser Oper stammt von Arkadij Preiss und dem Komponisten nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolaj Leskow. Uraufführung war am 
22. Januar 1934 in Leningrad. im Malij-Theater. Uraufführung der 2. Fassung 1963 in Moskau im Stanislawskij-Nemirowitz-Dantschenko-Theater. 

Die Erzählung des großen russischen Dichters Nikolaj Semjonowitsch Leskow, der vor allem durch seine Legenden, seine Romanchronik "Die Klerisei" und den Roman "Ohne Ausweg" weiterlebt, zitiert beziehungsreich Shakespeare im Titel.

Ihr liegt ein wahres Geschehen zugrunde. 

Die Handlung dieser Oper kann man wie immer HIER lesen. 

Ich werde wieder über die Entstehung schreiben. 

Die Stellung der Frau in der nachrevolutionären Gesellschaft, nach Ablösung der patriarchalischen Systeme der Zarenzeit, war ein Thema, das auch die russischen Künstler seit den 1920er Jahren bewegte. So plante Schostakowitsch seine auf Leskows Novelle basierende Oper als Auftakt zu einer Trilogie über die Befreiung der Frau. Von Anfang an standen sein Bemühen, Katerina Ismailowa als nahezu heldisches Opfer darzustellen, und Leskows Intentionen gegeneinander: "Ich habe mich bemüht, Katerina Lwonwna als positive, das Mitgefühl des Zuschauers verdienende Person zu behandeln", sagte der Komponist 1935. Und: "Dieses Mitgefühl hervorzurufen ist nicht so einfach: Katerina verübt eine Reihe von Verbrechen, die mit Moral und Ethik nicht zu vereinbaren sind. 

Leskow zeichnet Katerina Lwowna als ein sehr wildes Weib, das weil es "der Hafer sticht" den Mord, nach der Meinung Leskows, an unschuldigen Menschen begeht. Ich aber möchte die Begebenheiten nicht auf diese Art erklären: Katerina Lwowna ist eine kluge, begabte und schöne Frau. Durch die schweren, bedrückenden Bedinungen, denen das Leben sie unterworfen hat, durch die Einkreisungen im bararischen, habgierigen und kleinlichen Kaufannsmilieu wird ihr Leben freundlos, uninteressant düster".

Das Libretto folgt aber Leskow, "ausgenommen den 3. Akt, der sich zugunsten eines stärker ausgeprägten sozialen Gehalts ein wenig von Leskow unterscheidet. Eingefügt wurde eine Szene auf der Polizei, weggelassen die Ermordung des Neffen der Katerina".

Schostakowitsch hatte großen Erfolg mit diesem Werk. Bereits 1935 wurde Lady Macbeth von Mzensk im Moskauer Bolschoi Theater, 1936 in Cleveland, New York, Prag und Zürich gespielt. Nachdem Josef Stalin sein Mißfallen über die Oper geäußert hatte, begann eine Hetzkampagne gegen Schostakowitsch. Sie gipfelte in einem "Chaos statt Musik" überschriebenen Artikel in der "Prawda" vom 26.01.1936, hier wurde seine Musik als Getöse, Geknisch, Gekreisch und Kakophonie abgeurteilt. 

1958 entschloß sich Schostakowitsch zu einer Revision, die 1963 in Moskau als Katerina Ismailowna uraufgeführt wurde. Durch Eingriffe in den Text milderte er die Schilderung der sexuellen Besessenheit Katerinas, drastische Anspielungen und Frivolitäten, außerdem wurden die herschesten Harmonien und Dissonanzen geglättet. 1959 fand in Düsseldorf die Deutsche Erstaufführung der Erstfassung statt, die sich nach Vorlegen einer revidierten Ausgabe /1979 weitgehend durchgesetzt hat. 

In seiner durch und durch unromantischen nicht beschönigenden Schilderung des öden Lebens in der russischen Provinz gelang Schostakowitsch eine unerbittlich realistische Darstellung von sexueller Begierde (z.B. die 124 später gestrichenen Takte der Liebesszene im 3. Bild), von physischer Gewalt (brutal ausgeleuchtete Mordsequenzen, Schlägereien und das Auspeitschen Sergejs) und psychischer Gefangenschaft. 



Schostakowitsch erhob hier die Collage aus verschiedensten musikalischen Strukturen, aus klassizistischen Formen wie der Passacaglia, aus Tänzen wie Walzer, Marsch, Polka, Galopp, aus sentimentalen Romanzen und knappen  Songs oder grell dissonanten Orchesterkommentaren zum Stilprinzip. Aus solchen Elementen wurde Lady Macbeth von Mzensk zu einem der aufregendsten Werke des Musiktheaters des 20. Jahrhundert. 




 

Gesungen wird das Werk in russischer Originalsprache. 

 Trailer der Oper Berlin


 

Ich bin schon sehr gespannt, ABER, es wird nicht einfach werden. 

Man muß sich vorher schon mit dieser Oper beschäftigen.  

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Ich sattele jetzt gleich mein Rad und dann gehts in Richtung Stuttgart. Dort treffen wir uns mit den Radlern. 

Mal sehen, wohin heute die Reise geht. 

Da es morgen regnen soll, immerhin 90 % kommt Besuch und es gibt einen Erdbeerkuchen. Ein neues Rezept. 

Morgen zeige ich dann die vorvorletzte Radtour.

Quelle: Knaurs Opernführer   




Kommentare

  1. Antworten
    1. Hoffentlich ist es bei der Radtour nicht ganz so heiß und es ist wenigstens etwas Wind. - Ja, Schostakowitsch ist schon schwierig. Ich habe gerade für die Premiere einer Tschaikowski-Oper, Eugen Onegin, Tickets ergattert und freue mich schon sehr darauf. LG

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    2. Nö, warum soll es hieß sein, wir sind wieder zurück und waren viel im Wald.
      Der Fahrtwind ist schon klasse.
      Die Oper Eugen Onegin habe ich in Stuttgart schon gesehen, ist aber schon eine Weile her.
      Beschrieben habe ich eine Arie, die mir so gut gefällt,
      https://schwabenfrau.blogspot.com/2023/04/tulpe-blume-der-verganglichkeit.html
      Das Ballett Onegin habe ich vor Jahren mit Haydee und Cragun gesehen.
      Hat mir gut gefallen mit dem Empire Kleidern.
      Ich freue mich auf Turandot und dann zwei Wochen später auf das Ballett Kameliendame. Beides schon früh gebucht und in der 1. Reihe, das ist schon eine sehr gute Nummer.
      Sodele jetzt muß ich unter die Dusche und noch einen Kuchenboden für morgen backen.
      A liabes Griasle Eva, die soviele Touren auf Halde hat und nicht mehr weiß, welche sie zuerst manchen soll.
      Es macht aber auch Spaß zu radeln.

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    3. Vielen Dank für den Link. Besonders gefallen mir auch Dein Kleid und der Jumpsuit. An Gedda bzw. Lindbergh erinnere ich mich auch noch aus dem TV. Als ich ihn gerade noch mal googelte, stand bei seinen Werken auch "Abu Hassan". Genau das Buch, das die Vorlage für das Singspiel war, hatte ich heute auf dem Trödelmarkt in der Hand, hatte es aber früher schon gelesen. - Da Du im anderen Post schriebst, dass Stalin mal eine Inszenierung (mir fällt die Oper gerade nicht ein) nicht gefiel: Als er schon krebskrank war, schickte die Regierung immer einen Doppelgänger mit seiner Frau in die Oper, Konzerte usw., damit das Volk nichts von der Krankheit erfuhr. Wird eben vieles vertuscht. Liebe Grüße

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  2. Vertuscht wird vieles, nicht nur bei Stalin.
    Das mit dem Doppelgänger von Stalin wußte ich nicht. Aber ich kanns mir vorstellen.
    Ich habe mal gelesen, wie der gestorben ist. Der hat wohl alles mitbekommen, was Chrutschow und die alle über ihn gesprochen haben und konnte nichts mehr machen, bis er dann gestorben ist.
    War schon ein furchtbarer Mensch mit seinem Beria.
    Weiß heute aber auch kein Mensch mehr.
    Herzlichen Dank für die Kleidungsstücke, ich trage sie recht gerne. Ich möchte immer Modenschau machen und komme nicht dazu. Es ist aber auch aufwändig.
    Morgen möchte ich mal ins Breuni und ein wenig rumgucken, brauche ja nichts.
    Aber ich muß auch in den Baumarkt und Pakete bei der Post abgeben.
    Alles Rücksendungen, die falsch geliefert wurden.
    Alles Arbeit, grrrr.
    Aber so ein Schlampertag ist auch nicht schlecht. Morgen soll es ja wieder schön werden. Wir hatten hier Unwetterwarnungen und es ist ein wenig kühler geworden.
    Es hat ein wenig geregnet und das wars. Ich würde mir mal einen Tag einen schönen Landregen wünschen, das ist besser, als so ein Prasselregen.
    Hab einen schönen Abend. Liebe Grüße Eva

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