Tour von Metzingen nach Bad Urach, Reutlingen und wieder zurück nach Stuttgart, 1. Teil
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Den 2. Teil der Tour kann man HIER lesen. .
An einem Dienstag noch im Juli hatte ich mich entschlossen von Metzingen aus über Bad Urach und zurück nach Reutlingen zu radeln und dann bis Leinfelden-Echterdingen. Dort in die S-Bahn einzusteigen und dann nach Hause zu fahren.
Leider hat sich das nicht so erfüllt wie ich wollte, Baustellen über Baustellen, habe mich verfahren, eine Einfahrt verpasst usw.
Aber von Anfang an. Früh morgens bin ich von Bietigheim mit dem gelben Zug nach Metzingen bei Reutlingen gefahren.
Metzingen kennen die meisten, da gibt es ein großes Outlet mit allen möglichen Firmen von Gucci bis hin zu Boss usw. weiter. Mein Neffe kauft dort immer ein und ergattert auch immer etwas schönes.
Ich war noch nie dort und als ich hier durchgefahren bin, dachte ich mich trifft der Schlag. Das ist eine ganze Stadt für sich. Leute über Leute und das ist kein so Einkaufzentrum nein, jede Firma hat ihr eigenes Haus. Ich habe mir das überlegt auch mal hinzugehen, aber wirklich mir ist die Zeit zu schade und ob ich das dann alles so preiswert bekomme, weiß ich nicht. Gut, ich schau mal vorbei, wenn es nicht so schönes Wetter hat und nehme mal einen 500 Euro-Schein mit und dann sehen wir weiter.
Auf jeden Fall möchte ich da nochmals hin, weil auch Metzingen eine schöne Innenstadt hatl die ist aber woanders.
Als ich durch Metzingen und das Outlet gefahren bin, waren schon erstaunlich viele Leute dort und alle hatten schon Tragetüten von den bestimmten Firmen im Schlepptau.
Von Metzingen aus führt ein wunderschöner Radweg in Richtung Bad Urach auch hier wird gebaut.
Etwas verwundert habe ich dieses Schild angeschaut. Ich weiß schon, das ist eine Sammelstelle für die jeweiligen Schilder, aber ich meine fast, dass das schon Kunst ist.
So früh am Morgen war das Wetter noch ziemlich bedeckt und es gab kaum Sonne, geschweige den einen blauen Himmel.
Ich muß halt früh mit dem Zug fahren, denn man ist schon fast 1 1/2 Stunden unterwegs.
Auf dem Weg kommt man dann immer näher an Bad Urach heran und man sieht schon die Ruine Hohenurach. Blauer Himmel wäre schöner, aber das Wetter besserte sich erst gegen später.
Naja, war ja eigentllich erst 9:00 Uhr und das eben Sommerzeit.
Da liegen manche ja noch im Bett.
Mein Freund und ich waren im Oktober 2021 schon mal dort oben, haben die Falkensteiner Höhle, die Burg Hohenurach und noch den Uracher Wasserfall beradelt.
Wir sind damals den Weg, der recht steinig ist mit den Rädern zur Burg hochgefahren.Damals hatte ich mein neues Rad und war noch nicht so vertraut mit ihm, aber es ging ja alles gut.
Wer es anschauen will, es sind hier einige Informationen dabei.
HIER
Bekannt ist die Stadt durch den Uracher Wasserfall, die Burg Hohenurach und auch den alljährlich stattfindenden Schäferlauf.
Auf dem Marktplatz steht seit 2023 eine Skulptur von Peter Lenk.
Hier habe ich darüber berichtet.
Wer die Falkensteiner Höhle kennt, kennt auch den Rulaman, den habe ich mit Begeisterung gelesen.
Das Uracher Rathaus am Marktplatz dominiert durch seine Lage und Größe den Uracher Marktplatz. Hier wurde über Generationen daran gebaut.
Die Uracher bauten wohl in den 1440er Jahren ein neues Rathaus, vermutlich gab es vorher schon eines. Dieses Rathaus ist ein Umbau von 1562 und von großer Bedeutung. Man vermutet aber, dass Teile dieses Rathauses noch von dem alten Rathaus stammen. Sein heutiges Aussehen stammt von 1907.
Interessant ist auch, dass die Uracher in diesem Rathaus auch ihren Tanzvergnügungen nachgegangen sind und im Erdgeschoß Fleisch und Wurst verkauft wurden.
Dies wurde aber im Jahr 1939 eingestellt.
Der Bad Uracher Marktplatz ist sehr schön anzusehen, besonders seit die Skulpturen von Peter Lenk hier stehen.
Der Marktbrunnen ist leider auch verdreckt. Nein, das gefällt mir gar nicht.
Natürlich darf hier Bismarck nicht fehlen.
Es gab auch um die Zeit, als Bismarck starb Paparazzos.
So hat man ihn auf seinem Totenbett fotografiert.
Das ist nicht so bekannt, habe ich aber in dem Buch über Bismarck, das ich mal im alten Blog vorgestellt habe, gelesen. Ein interessanter Mann, wenn man ihn auch heute am liebsten wegradieren würde.
Bismarck auf dem Sterbebett
Wer sich wundert, dass Bismarck ein weißes Tuch um den Kopf hat?
Man hat das damals so gemacht, damit der Mund nicht aufklappt, später wird das Tuch dann wieder entfernt.
Ich habe das zum ersten Mal bei meiner Oma gesehen, die zuhause gestorben ist. Das Bild werde ich nie vergessen.
Ihre Tochter, meine Mutter hat damals den Mund so zugebunden.
Ja, ich bin bald 75 Jahre alt und kann soviel erzählen, weil ich auch viel erlebt habe und ich habe meinen Lehrvertrag als Schreiner wiedergefunden. Hurra, den hatte ich schon, denn ich habe den gebraucht, als ich meine Rente eingereicht habe.
Bei Gelegenheit werde ich den Lehrvertrag mal zeigen, denn es glaubt mir wieder mal Jemand nicht, dass ich hier eine Lehre als Schreiner gemacht habe.
Ich kann alles nachweisen.
Die Stiftskirche St. Amandus war geschlossen. Hier verweise ich auf die Tafeln.
Interessant ist es, dass hier Heinrich Dolmetsch mitgewirkt hat.
Er baute ja auch die Markuskirche in Stuttgart und die Pankratiuskirche in Heilbronn-Böckingen.
und
HIER
Interessant auch Primus Truber, den kannte ich nicht.
Bad Urach liegt im Biosphärengebietes Schwäbische Alb und ist Teil des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb.
Wer mehr wissen will, schaut HIER
Ursprünglich wollte ich ja nur nach Reutlingen, aber da Bad Urach doch auch fast danebenliegt, habe ich das mitgenommen.
Nicht zuletzt auch wegen Graf Eberhard im Bart und seiner Frau
Barbara Gonzaga de Mantua.
Von Eberhard im Bart wußte ich, da gibt es ja die Schwabenhymne und die Eberhardsgruppe in Stuttgart und der Eberhard steht ja auch im Hof des Alten Schlosses.
HIER auch über die Eberhardsgruppe in Stuttgart habe ich schon berichtet HIER
Das ist beste Württembergische Geschichte.
Ums Jahr 1260 ist Urach württembergisch geworden. 200 Jahre später, war Württemberg geteilt und die südliche Landeshälfte wurde von Urach aus regiert.
In dieser Zeit entstand in Württembergs heimlicher Hauptstadt das Uracher Stadtschloss, indem wurde Graf Eberhard im Barte geboren.
Genau am 11.Dezember 1445, genau an dem Tag, an dem ich 504 Jahre später geboren wurde und auch ganz in der Nähe, nämlich in Stuttgart.
Ja, es heißt ja in der Hymne zur Eberhardsgruppe, dass er sein Haupt unbesorgt in den Schoß seiner Untertanen legen konnte, so beschreibt es die Ballade von Jusinus Kerner.
"Preisend mit viel schönen Reden", die Herrscher anderer Länder sagen "Euer Land trägt Edelstein". Im obigen Link habe ich darüber geschrieben.
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Welcher Politiker kann das heute von sich behaupten, dass er sein Haupt unbesorgt in den Schoß seiner Untertanen legen kann. Herr Habeck sicherlich nicht, aber der braucht es auch nicht mehr.
Eberhard regierte ein karges Land und er hielt sich öfters in Italien auf und dort nahm er Barbara Gonzaga de Mantua zur Frau.
Von ihr habe ich durch ein Buch von Gudrun Maria Krickl erfahren.
"Brautfahrt ins Ungewisse"
Früher wurden die Frauen ja regelrecht aus Staatsgründen "verschachert" Es ist so, wollten die Frauen das nicht, wurden sie ins Kloster gesteckt.
Ich kann das Buch nur empfehlen, solche Bücher lese ich sehr gerne und nicht irgendeine Trivialliteratur. Das Buch ist heute nur noch antiquarisch erhältlich.
Barbara Gonzaga de Mantua (1455-1503) kam als Braut von Graf Eberhard V nach Urach.
Hier wurde eine glanzvolle Hochzeit gefeiert, obwohl das Land kein Geld hatte.
Barbara brachte eine große Mitgift und den Flair Italiens mit nach Urach.
Allerdings erschwerten ihr sprachliche und kulturelle Hürden das Einleben in Urach.
Barbara brachte aber auch verschiedene Kräuter und den Spargel nach Urach.
Eberhard und Barbara schlossen die Ehe in gegenseitigem Einverständnis.
Beide verband eine enge Zuneigung und noch so einiges mehr, wie es Frau Krickel beschreibt. Auch, wenn es sprachliche Probleme gab, im Bett war immer etwas los.
Eberhard wurde durch seine Frau inspiriert und wurde ein großer Verehrer von Italien, wodurch auch Kunst und Kultur der Renaissance in Württemberg Einzug hielt.
Ein einziges Kind wurde den Beiden geschenkt, das im frühen Säuglingsalter starb, das verschlechterte das Verhältnis des Ehepaares.
Barbara hatte durch ihre Mutter Barbara von Brandenburg deutsche Wurzeln.
Barbara wuchs im Geiste der Renaissance am Hof ihres weltoffenen Vaters Ludovico II. Markgraf von Mantua auf.
Zeit ihres Lebens hatte sie Heimweh nach Italien und ihrer Familie.
Sie hoffte immer wieder, ihre Familie und Italien wiederzusehen. Das erfüllt sich leider nicht und ihre Hoffnung nach dem Tode von Eberhard nach Italien zurückzukehren war ihr nicht vergönnt. Sie starb 1503 in auf Schloß Böblingen und liegt im Dominkanerinnenkloster in Kirchheim unter Teck begraben. Ihre sterblichen Überreste gingen dort aber verloren.
Damals war es auch nicht so einfach wie heute, geschwinde mal nach Italien zu reisen.
Das Schloß Urach ist eigentlich sehr hübsch und schön anzusehen. Nur leider wird es renoviert und ist eingerüstet.
Aber es wird ja auch irgendwann auch mal fertig.
Übrigens war Wilhelmine von Grävenitz auch auf dem Schloß Urach inhaftiert.
Sie war eine ganz schillernde Person am Württembergischen Hof.
Die Grafen von Urach errichteten im 11. Jahrhundert westlich des heutigen Schlosses eine Wasserburg. Dieses 1790 abgebrochene Schloß hatte ebenfalls ein Fachwerkgebäude mit einem steinernen Unterbau und entsprach mit einem Walmdach und der Kubatur des heutigen Schlosses.
Ich bin noch ein wenig in Bad Urach herumgelaufen und habe mein Rad geschoben.
Interessant ist auch das Jugenhaus in Bad Urach, ich finde solche Gebäude interessant und ich meine es ist Bauhausstil.
Habe aber nichts weiteres in Erfahrung bringen können.
Das ist die Firma mit den guten und auch teueren Bremsen. Ich finde es sind die besten Bremsen, die es gibt.
Eine Ehrenbürgerin der Stadt ist
Martha Munz-Magenwirth.
Sie ist die Tochter des Gründers der Magura-Werke.
Schön auch das Haus am Corisbrunnen.
Das Haus hat seinen Namen von dem kleinen Brunnen, der davor steht und vollkommen verdreckt ist. Nicht schön.
Das Haus ist um 1476 erbaut worden. 1484 kaufte es die Herrschaft, also Graf Eberhard im Bart. Darum ranken sich etliche Geschichten, die aber keinen sicheren Aufschluß über die Geschichte des Hauses geben.
Das Haus ist architektonisch sehr interessant. Bei der Restaurierung der Ruine ab 1977 wurde festgestellt, dass es große bautechnische und gestalterische Besonderheiten aufweist, die 1981 zu einer Rekonstruktion Anlaß gegeben haben, die heute die Hausgestalt prägt.
Ich konnte nicht so recht an das Haus heran, auch hier wird gebaut.
Furchtbar!
Der Dicke Turm, leider ist der so verdreckt und vor allem auf der Innenseite, nicht schön. Da gehört dringend etwas gemacht.
Es ist der einzige der vier Befestigungstürme der Webervorstadt, der noch ganz erhalten geblieben ist. Er wurde aus Tuffsteinquadern erbaut und weist eine Mauerstärke von ungefährt einem Meter auf.
Eigentlich eine Schande, denn architektonisch gesehen, hat er durch die vielen neuen Bauten seine eigentliche imposante Art eingebüßt.
Der Zeughausturm ist eines der letzten Relikte der Stadtbefestigung. Es gilt als sicher, dass der Turm seit dem Ende des 13 Jahrhunderts besteht.
Der Fachwerkaufsatz stammt aus den 1520er Jahren. Die Ansätze der Stadtmauer sind noch zu erkennen.,
Im 15. Jahrhundert wurde das mehrgeschossie Zeughaus angebaut von dem der Turm seinen Namen hat.
Einen weiteren Anbau gab es im 17. Jahrhundert, der aus dem Ganzen eine rechtwinklige Anlage machte.
1830 kam die Anlage an Privatleute, 1889 erwarb sie die Stadt, die das Zeughaus 1911 abbrechen ließ. Der Rest wird als Kinderschule genutzt. 1959 bis 1962 wurde der heutige Turm an seiner Stelle errichtet. Der Turm steht etwas isoliert, was ich nicht schlecht finde.
Aber auch sonst gibt es in Bad Urach auch nette Häuser und immer wieder der Blick auf die Burg.
Es war viel, aber ich habe auch sehr vieles gelernt dadurch, manches schon in der Schule, da hat es mich leider nicht interessiert.
iPunkt Bad Urach.
Insgesamt waren es über 100 Kilometer, aber das dann im 2. Teil.
Am Mittwoch werde ich etwas anderes bringen, da gibt es noch einiges, was ich von meiner Schwester bekommen habe, sie räumt gerade etwas aus und da hat es von Zuhause soviele Erinnerungsstücke dabei. Auch das Laub´sche Wappen, das Wappen meiner Familie ist mit dabei.
Wir machen morgen eine große Tour in die schwäbische Toscana und da fahren wir mit dem Zug und treffen uns am jeweiligen Bahnhof.
Bis dann!
Ich lese es gegen später nochmals durch, es kann sein, dass ich einen Fehler übersehen habe.
Nun hätte ich es fast vergessen.
Der Himmel sieht immer so komisch aus, die einen meinen es sind Kondensstreifen, die anderen meinen, es würde gespritzt werden, um die Sonne zu verdunkeln.
Ich weiß es nicht, aber es ist schon komisch, früher habe ich das so nie gesehen.
Residenzschloß Urach







































