Foto: Spitz-Ahorn, Acer platonoides

Angst ist immer ein Zeichen von Unwissenheit. Je mehr wir wissen, desto weniger Angst haben wir. *Marie Curie*
"Wer weiß, wie Gesetze und Würste zu Stande kommen, kann nachts nicht mehr ruhig schlafen." *Otto von Bismarck*

Man selbst ist immer die Ausnahme. Das macht uns alle ausnahmslos. *Esther Klepgen*

ANGST ist wie eine Falle, die uns gefangen hält. *John Leonnon*

Kirschen- und Mandelblüte in der Pfalz 2. Teil

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Im 1. Teil habe ich ja meine Erlebnisse bereits niedergelegt. 

Ich hätte die Beschreibung wohl besser lesen sollen, das passiert mir nimmer. 

 

Wir haben ja auch Landau in der Pfalz besucht und ich war gespannt, weil ich ja geplant hatte, hier von Karlsruhe aus mit dem Rad hinzufahren und dort zu übernachten. Eine Übernachtungsmöglichkeit hatte ich mir auch herausgesucht und hätte sie auch bekommen. 

ABER, nachdem ich diese Stadt gesehen habe, denke ich, dass ich das lassen werde und mir eine andere Stadt heraussuche. ABER, ich habe ja noch soviel mit dem Rädle vor, ob das dieses Jahr noch was wird, mal sehen. 

 Landau in der Pfalz hat eine sehr große Geschichte und auch einiges erlebt.
Das ist richtig interessant. 

Auch besitzt Landau eine Festung, allerdings habe ich den Festungsweg nicht gemacht, es wäre von der Zeit nicht möglich gewesen. 

ABER, als ich mich mal mit dem Festungsweg befasst habe, habe ich mir gedacht, warum sollte ich den nicht mal anradeln und in Landau übernachten. Man muß sich wirklich mit diesem Festungsweg beschäftigen und das geht nicht an zwei Tagen. 

Die ab 1688 für den Sonnenkönig Ludwig XIV. durch Vauban
errichtete Festung Landau war der Lückenschluss in der
Verteidigung Frankreichs an der sog. Porte d’Allemagne, der
Einfallpforte nach Frankreich. Die Festung wurde ab 1872
geschleift. Entlang der noch vorhandenen Reste lädt der
Festungsweg zum Erkunden und Spazierengehen ein.

HIER 

Nach dem 2. Weltkrieg war Landau französische Besatzungszone und wer die Franzosen mit ihren nordafrikanischen Truppen in Stuttgart erlebt hat, kann davon eine Geschichte erzählen. Aber das waren ja keine Kriegsverbrechen.

Ich gehe auf die Geschichte nun nicht so ein, es wäre zu viel. Wer sich kundig machen möchte, der schaut bei Wiki nach, da gibt es einiges zu lesen und es ist auch interessant, wie wieder mal alles geschichtlich zusammenhängt. 

Es ist schon interessant. 

HIER  

Das Wetter war durchwachsen, als wir mit dem Bus von Bietigheim losgefahren sind, verdunkelte sich der Himmel und es regnete in Strömen. Ja, das ist halt Pech aber warten wir mal und als wir dann in Richtung Landau gefahren sind, hat wieder die Sonne gescheint. 

Soweit hat das Wetter gehalten, alllerdings, als wir nach Hause gefahren sind, hat es wieder geregnet. 

Als wir auf dem Parkplatz aus dem Bus ausgestiegen sind, haben uns die vielen Krähen oder Raben begrüßt, die hier wohnen. Die ganzen Bäume sind voll mit Raben oder Krähen, ihren Nestern und der Lärm ist entsprechend. Ich fand das eher belustigend, aber ob ich hier wohnen möchte??? 



Das einzige, was mich an Landau richtig beeindruckt hat, war die Kirschblüte am Marktplatz und das hat auch den Menschen gefallen, die sich hier im Cafe niedergelassen haben. Man hat kaum einen Platz bekommen. Das ist aber auch schön. 

 












Es gibt hier auf der Einkaufstraße eben - wie in allen Städten - die gleichen Geschäfte und natürlich Handyläden. Das ist wohl das, was geht. 

Aber auch Autos und überall, wo du hin gehst stehen Autos. Fotografieren ist nicht so gut, weil alles zugeparkt ist. 

  Es gibt auch sehr schöne Bürgerhäuser, 

 

Viele sind aber derartig verschandelt mit Werbung usw. Was hat sich der Denkmalschutz da wohl gedacht. 



 

Die Geschichte der Adlerapotheke reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück.
Das Gebäude ist aber nur 120 Jahre alt. 

Das Gebäude ist eines der markantesten Gebäude in der Stadt.  





Auf dem Marktplatz von Laudau steht ein Denkmal für
Prinzregent Luitpold von Bayern. 




Auch hierzu gibt es eine schöne Geschichte.
Wie ich immer feststelle, passt eines zum anderen.
Wer sich ein wenig für Geschichte interessiert, wird dies feststellen. 

HIER 

Im übrigen kann man hier auch lesen, was die Pfälzer und die Bayern miteinander zu tun hatten.

HIER 

Da gibt es ja auch die Festung Germersheim, von der ich schon berichtet habe. 

 

 Interessant ist auch das Böckingsche Haus

 Die Tafel am Haus sagt einiges aus, was ich auch nicht wußte.
So erweitert man auch seinen Horizont, ohne auch weiter weg reisen zu müssen.
uND weiß auch noch ein wenig über sein Land. Ich finde das auch wichtig.



Gleich daneben steht auch ein interessantes Gebäude.
 
Das alte Kaufhaus, das nur noch in Resten erhalten ist und aus dem 15. Jahrhundert stammt. 
 
Hier befand sich auch eine Waage für den auf der Kleinen Kalmit bei Arzheim angebauten Safran. Grrr, dieser Safran wurde aus einer Mischung mit Schildkrötengalle als Goldfarbe auf den Skriptorien benutzt und spielte später eine Rolle als Duft- und Gewürzdroge und Heilmittel. 
Inzwischen wurde das Haus umgebaut und gehört mit anderen Gebäuden zum Kulturzentrum Landau. 
 
Während der französischen Revolution hieß der Platz "Place d´egalité". In der Mitte des Platzes war eine Guillotine und eine Freiheitsstatue aufgebaut.
Im alten Kaufhaus tagte auch der revolutionäre Jakobinerklub. 

Um 1840 wurde das Gebäude von dem Architekten August von Voit aus Speyer umgebaut. Hoch oben befindet sich ein modernes Glockengeläute.
Zwei stilisierte Männer schlagen die modernen Glocken an. 
 

 



An der Ostseite des Gebäudes erinnert ein großes Wandbild an einen ganz besonderen Kutschentyp.

Die Geschichte erzählt, dass im spanischen Erbfolgekrieg 1703 Joseph I. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, selbst das Kommando über die Belagerungstruppen übernommen hatte. 
Für seine Fahrt von Wien nach Landau verwendete er einen neuen Reisewagen.
Das Verdeck dieses Reisewagens war nach hinten und nach vorne aufklappbar. Seither sagt man zu diesem Reisewagen auch Landauer. 

Ich habs gewußt, denn die Tochter von Wilhelm II. von Württemberg fuhr noch in den 60er Jahren mit ihrem Landauer durch Ludwigsburg. 







Hubert von Pilgrims Brunnen, der abgeschaltet war und Zeugen der Stadtgeschichte zeigt, gibt Rätsel auf.
Eine kleine Tafel gibt nur wenig Information. 
Geschichtliche Entwicklung von Landau steht da zu lesen. 


Weiter gibt es nichts. 

Was sicherlich auch im Inneren sehr interessant ist, ist die Stiftskirche von Landau.
Leider geschlossen, was ja auch bei dem Vandalismus kein Wunder ist. 
Vollgeschmiert sind die Wände ja auch. 






Vor der Kirche steht das Denkmal von Martin Luther. 
Ich habe ihn entsprechend begrüßt, denn er war auch kein so großer Freund der Juden, aber das wird gerne auch verschwiegen.
Umso merkwürdiger finde ich auch die "Dekoration" am Rathaus.

Die 240 cm große Bronzestatue wurde von Martin Mayer geschaffen.
Die ebenerdige Darstellung von Luther ist ruhig und unaufdringlich, es ist kein monumentales Denkmal.
Der Reformator wird unter seinesgleichen dargestellt seine Konzentration liegt auf der Bibel.
Das Denkmal wurde 1996 anlässlich des 450. Todestages Luther im Auftrag der Stadt errichtet. Finanzier des 120.000 Euro teueren Projekts war die Sparkasse.





Das Rathaus, ich wollte es nicht zeigen. Ich frage mich nur, ob man das so groß heraushängen muß.
Ich besuche nächstens die Synagoge in Stuttgart und wäre ich ein Rassist, würde ich das nicht tun.

Nur, war ich heute in Stuttgart und was ich in einem Cafe und in der S-Bahn gesehen habe, das macht MIR Angst. Wirklich!

Da lebe ich hier auf meiner Insel tatsächlich ziemlich unbehelligt. 
 
1691 wurde das Rathaus von den Franzosen errichtet. Dieses wurde zusammen mit dem nahegelegenen Zeughaus samt dem ganzen Viertel durch eine Explosion zerstört.  

Das neue Rathaus wurde 1827 als Kommandantur der bayerischen Militärverwaltung im klassizistischen Stil erbaut. Im Rathaus befinden sich das Tourismusbüro, das Bürgerbüro und das Standesamt der Stadt Landau. 


In einer kleinen Seitenstraße befindet sich das Haus zum Maulbeerbaum. 


Es ist ebenso eine richtig interessante Geschichte.
Ich war erstaunt. 








 
Etwas weiter hinten befindet sich ein Geschäft mit "Kruscht und Krempel".
Da gibts nichts, was ich nicht kannte.  
 



 Dann gings noch zum französischen Tor, Vorderansicht.
 


 Porte de France oder auch Untertor sagte man früher.
Am Französischen Tor befindet sich auch ein Epitaph für
Joseph de Montclar.
 
Es ist eines der erhaltenen Resten der Festung Landau.

 
Auch hier hat man enorme Probleme das Tor auf die Vorderansicht zu bringen. 
 
Im Wege stehen Autos und ein Wohnhaus. 
 
 
Südliches Stadttor, angeblich
lächelt Ludwig XIV. in Richung Frankreich




 
Dann gibt es noch Thomas Nast. 
Er wird als Vater des politischen amerikanischen Cartoons angesehen. Seine bekanntesten Werke sind das noch heute weltbekannte Aussehen des Santa Claus, Uncle Sam und das Dollarzeichen.
Man glaubt es nicht, was man alles erfahren kann. 
 
 
Genau das ist es, man kann sovieles von seinem Land erfahren und was dort geschehen ist und muß nicht unbedingt in ferne Länder reisen. 
 

 


Als ich diesen Post nun ausgearbeitet habe und ein wenig recherchiert habe, war ich doch erstaunt, was ich so alles gesehen habe. 
Fast zwei Stunden bin ich durch Landau gelaufen, jetzt im Nachhinein muß ich allerdings sagen, dass Landau ganz schön geschichtsträchtig ist.
Natürlich gabs noch einen Latte und einen Eisbecher, den ich nicht ganz essen konnte, soviel war das.
 
Nur, es ist halt alles ein wenig heruntergekommen und vor allem gibt es zuviele Autos. Da sollte man schon etwas machen. 
Ich wüßte schon wie, aber man fragt mich ja nicht. 
 
Sodele, ich bin tatsächlich im Stress. 
Heute war ich bei einer Baustellenführung von Stuttgart 21 mit nur 19 Leuten und das war total klasse. Mein lieber Schwan, jetzt abgesehen von den Kosten, das ist eine wahrhaftig ingenieurmäßige und architektonische Leistung. 
Die Kelchstützen schon alleine sind eine Meisterleistung , natürlich von einem meiner Lieblingsarchitekten Büro Sobek
Die können aber auch was. 
Hier habe ich ein kleines Reinguckerle. Letztes Jahr war ich auch auf der Baustellenführung, allerdings war das Tag der offenen Tür, das hier war schon besser mit nur 19 Leuten. Hat allerdings auch 30 Euro gekostet und das war es wert. 

Die Führungen sind bis weit ins Jahr ausgebucht. Es ist aber auch gut gemacht.
 

 

Morgen gehts auf eine Radtour mit Freund und Gruppe und wir machen Halt im Pomeranzengarten, da will ich mal gucken, was los ist.
Am Mittwoch gehts dann zur Magnolienblüte.
Da bin ich auch gespannt.
 
Also der nächste Post kommt erst wieder am Donnerstag, ich habe wirklich keine Zeit einen neuen Post zu schreiben.
Langweilig war es mir noch nie und  ist es mir schon seit meiner Rente 2012 nicht.
Aber es sind nun bald drei Tage, an denen ich unterwegs bin.
Der Sonntag wurde ja auch mit einer Radtour bestückt.

Diese Posts kommen alle noch. 
Aber ich möchte es ja nicht anders. Aber dieses Mal hat es sich ordentlich gestaut.
Haus und Garten, eher nicht, da könnte ich das alles nicht machen und das wäre es mir auch nicht wert. Aber ich sollte mal wieder was im Haushalt tun, denn eine Putzfrau habe ich nicht. Ich denke, dass sie niemals so putzen würde, wie ich.
Meine Mutter hatte eine Putzfrau und hat immer nachgewischt.
 
An diesem Post hier über Landau bin ich nicht nur einen Tag gesessen. Ein wenig Information möchte ich auch für mich haben. 
 
Im 3. Teil gehe ich dann auf die Mandelblüte und die Kapelle ein. 
 
Ich habe gerade eine Tour von Karlsruhe nach Pirmasens gefunden, das sind 84 Kilometer und ca. 900 Höhenmeter, das müßte ich an einem Tag schaffen. 
Rückkehr dann entweder bis Karlsruhe mit dem Rad oder mit dem Zug. 
84 Kilometer und diese Höhenmeter sind für mich und mein Rad nicht das Problem. 
Aber das würde tatsächlich mehrere Tage in Anspruch nehmen, denn hier wären noch Wissembourg und Dahn dabei.  Schaun mer mal, ich übernachte doch nicht sooo gerne. 

Aber ich habe ja noch anderes vor. 
 
Gute Nacht, ich muß jetzt ins Bett und morgen früh raus.
Schließllich will ich zum Treffpunkt radeln und das ist auch eine Strecke.
 
 
Quelle: Touristikinfomation Landau-Pfalz 



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