Mit den Kollegen in Schwetzingen 4. Teil
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Es gibt in Schwetzingen noch viel mehr, als das Schloß und den Schloßgarten.
Berichtet habe ich von dem Besuch mit den Kollegen
Die Radtour von Bruchsal nach Schwetzingen findet man
Den 1. Teil vom Besuch
den 2. Teil
Den 3. Teil
HIER
Da gibt es neben dem Bruchsaler Spargel, von dem ich gestern ein schönes Gericht gezaubert habe, den Schwetzinger Spargel.
In Schwetzingen gibt es auch einen Spargelpfad.
Der Spargelhof Fackel-Kretz-Keller ist der letzte landwirtschaftliche Betrieb im historischen Stadtzentrum, der bereits in der vierten Generation von der Familie geführt wird.
Siehe das Schild am Haus.
Es wird mit großem Aufwand renoviert.
Das Rothacker‘sche Haus, 1719 noch als Wohnhaus gebaut, war kurze Zeit später bereits namensgebendes Gasthaus für die Wildemannstraße (die vorher Hintere Gasse hieß). Einer der bekanntesten Gastwirte war später Daniel Helmreich, der erste Bürgermeister Schwetzingens.
Später war das Haus als Brauerei „Zum Zähringer Löwen“ Teil der reichen Brauereitradition der Stadt. Der Schreinermeister Adolf Rothacker schließlich gab dem Haus 1921 den Namen und nach einem Großbrand 1925 auch die heutige Gestalt. Nach dem Erwerb durch die Stadt 1984 wurde es bis Anfang des 21. Jahrhunderts noch als Wohngebäude und Obdachlosenunterkunft weitergenutzt, später hatte der Künstler Otto Mindhoff darin sein Atelier. 2006 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.
Das historisch wertvolle Gebäude wird komplett saniert, durch
einen Anbau erweitert und zum neuen Spargel- und Stadtmuseum mit
Touristeninformation umgewandelt.
Für die im Bestand entstehenden
Museumsbereiche ist eine Teilklimaanlage vorgesehen. In dem Neubau ist
ein Museumsbereich vorgesehen, der entsprechend seiner Nutzung eine
Vollklimatisierung erhält. Weiterhin ist für die im Erdgeschoss
vorgesehene Küche mit dem zugehörigen Gastraum eine entsprechende
Lüftungsanlage vorgesehen. Die Erzeugung der notwendigen Heiz- und
Kühlenergie erfolgt mittels erneuerbarer Energie. Die
Warmwassererzeugung erfolgt auf Basis einer Frischwasserstation.
Es ist die ehemalige Mälzerei der Schwanenbrauerei Kleinschmitt in Schwetzingen.
Es ist ein so hübsches Lädchen, dass ich fast alles gekauft hätte.
Gekauft habe ich mir einen wunderschönen Kranz, den ich am
Donnerstag zusammen mit meinen Blümchen zeigen werde.
Ich kennzeichne das als Werbung.
Zum Abschluß dieses Posts, dem jetzt noch ein weiterer folgen wird, habe ich noch das Glücksschwein von Schwetzingen von Peter Lenk.
Wer meinen Blog liest, der weiß, dass ich von diesem Künstler begeistert bin.
Er hat es einfach drauf, die Menschen so zu zeigen, wie sie sind und wie er sie sieht.
Hinter jedem seiner Kunstwerke steht auch eine Geschichte, siehe die
Imperia in Konstanz oder auch der Triumpfbogen.
Von Peter Lenk werde ich noch mehr Kunstwerke zeigen, das eine werde ich gelegentlich auf einer Radtour beradeln und das ganze neue Kunstwerk folgt auch noch.
Ein anderes werde ich hoffentlich auf einer Tagesreise ansehen können, da bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ich das schaffen werde.
Berichtet habe ich vom Glücksschwein
HIER
Das Schwein auf dem postbarocken Sattel des Lenk-Denkmals ist eine schöne, üppige Sau, aufgezäunte Sau.
Sie hat wie der Staatsadler, die Sündenschlange, der Landeshirsch oder der Löwe des Monarchen seine Bedeutung. Da gibt es im Keltischen das mystisch gefeierte Festschwein.
In den antiken Dionysien wurde es wegen seiner Vitalität, Zeugungsfröhlichkeit und Fruchtbarkeit verehrt, auf dessen Rücken noch Goethe die uralte Muttergestalt der Baubo im "Faust" reiten lässt. Diese Baubo, Amme der zuweilen melancholischen Fruchtbarkeitsgöttin Demeter, pflegte diese und andere Trauerklöße durch schamlose Gesten von sauertöpfischen Gemütszuständen zu befreien.
:-)))))))
Vielleicht sollten sich manche "Jammerlappen" mal an einem Denkmal von
Peter Lenk erfreuen.
Goethe lässt in der Walpurgisnacht jubeln:
"So Ehre denn,
wem Ehre gebührt!
Frau Baubo vor!
Und angeführt!
Ein tüchtig Schwein
und Mutter drauf,
Da folgt der ganze Hexenhauf."
Faust I, Verse 3962-65)
In Zürich erschien 1986 "Die klassische Sau", das Handbuch der literarischen Hocherotik (das besitze ich auch).
Hier wird auch deutlich, dass das Schlachvieh nicht nur eine magenfüllende, sondern auch eine sehr animierende Wirkung erzeugen mag.
Nun Schweinereien gehörten zum Leben.
Frei nach einem Zitat von Marilyn Monroe
"Ehemänner sind vor allem dann gute Liebhaber, wenn sie ihre Frauen betrügen."
Hiiiiii!
"Da lässt Man(n) schon mal die Sau heraus!"
Nun das Wort mit den drei Buchstaben gehört nun mal zum Leben.
Nun zum Schwetzinger Lenk-Schwein, heiter-klassisch, ein Glücksgeschöpf vom Rüssel bis zum Ringelschwänzchen, tragfähig, animalisch, voll satter Sinnlichkeit.
Was Peter Lenk dazu schreibt:
Das findet man in meinem Post vom Glücksschwein.
Ich habe die Geschichte vom Glücksschwein aus der Website von
Peter Link und es ist wieder eine interessante Geschichte.
Das Glücksschwein von Schwetzingen
Karl
Theodor, Kurfürst von der Pfalz, liebte den Frieden und setzte in
kriegerischen Zeiten auf Diplomatie. Wer seine Untertanen nicht
gewissenlos abschlachten, verstümmeln oder zu Tode prügeln ließ, wie
Friedrich II. der konnte in seiner Zeit kein „Großer“ werden. So
verhöhnte Friedrich den Karl Theodor als „faulen Kerl und Glücksschwein,
das mehr Länder geerbt, als er selbst erobert habe. Wenn dieses Vieh
doch sterben wollte, das wäre ein Glück für ganz Deutschland.“
Zu
diesem Urteil beigetragen haben mit Sicherheit Karl Theodors Prachtliebe
mit der damit verbundenen steuerlichen Ausbeutung, sowie seine
zahlreichen Mätressen, die dem spröden Preußen ein Gräuel gewesen sein
dürften.
Karl Theodor war also ein echter Vorläufer von: “make love not war“:
Besser auf einem Glücksschwein ins Boudoir, als auf einem Schlachtross in den Tod, mag er sich gedacht haben.
Ganz so fromm und friedlich, wie der Kurfürst sich nach außen gab, ging es dabei allerdings nicht zu.
Ein
Untertan machte einer Dame einen Heiratsantrag, nicht ahnend, dass
diese eine heimliche Mätresse des Kurfürsten war. Dieser ließ den
Störenfried vorübergehend einkerkern. Le plaisir c´est moi.
Ein Großer wurde Karl Theodor als Förderer der Künste.
Statt
Leichenbergen hinterließ er zum Beispiel eine umfangreiche
Skulpurensammlung, den Antikensaal, die Zeichnungsakademie, den
Schlosspark in Schwetzingen, den Englischen Garten in München, die
Residenz Mannheim und, nicht zu vergessen, er brachte den Leberkäs nach
Bayern. Grund genug, ihn nicht als Glücksschwein, sondern auf einem
Glücksschwein reitend darzustellen.
Als die Skulptur fertig war, fand ich in der Schrift
Sehnsucht Deutschland- Das Vermächtnis der Wittelsbacher
ein Spottgedicht über den alternden Schürzenjäger:
„O lieber Herr und Heiland,
was schickst du uns aus Mailand
so eine schöne Frau
für diese alte Sau!“
Damit schließt sich der Kreis
Peter Lenk
Die nächsten Tage bin ich voll beschäftigt von einer etwas größeren Radtour (gerade nach dem Wetter geschaut, wird nicht so gut und nassss werden, möchte ich auch nicht mehr) bis hin zu anderen Dingen. Wenn also nichts gepostet wird, bin ich nicht tot.
Hoffe ich doch.


























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