Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern – Sie können an einem Druckfehler sterben. *Mark Twain*

Lachen Sie, und die Welt lacht mit Ihnen. Schnarchen Sie, und Sie schlafen allein. *Anthony Burges*s

Adam kann im Koma liegen, klappern bei Eva die Apfelkerne, wacht er auf. *Manfred Hinrich*
Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle abzuscheren. *Romain Rolland*
Ohne Grundsätze leben, oder in den Fesseln verderblicher Grundsätze durchs Leben rasseln, ist eine gleich erbärmliche Existenz.*Daniel Christian Schubart"

Kein Mensch war ohne Grund in deinem Leben. Der eine war ein Geschenk. Der andere eine Lektion.

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Adam und Eva hatten viele Vorteile: Vor allem bekamen sie alle Zähne sofort und auf einmal. *Mark Twain*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Ein bisschen eine andere Tour

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Nun, der Titel verrät es, es war eine etwas andere Tour, als geplant.
Eigentlich wollte ich ins Strudelbachtal über einen Trail radeln und über Vaihingen-Enz wieder nach Hause. Aber das kann man ja nachholen.

Aber das Wetter hat mir dann doch ordentlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. 

Es ging auch am Räuschelbach entlang, der in Schwieberdingen verläuft, leider führt er schon seit Jahren kein Wasser mehr. 

 




Am Sonntag dem 19. Februar war das Wetter nicht mal so schlecht und es schien sogar die Sonne, als ich weggefahren bin. 

Von Tamm aus führte mein Weg in Richtung Schwieberdingen. Eigentlich eine landschaftlich schöne Strecke, die ich schon öfters gefahren bin und ich mich recht gut auskenne. 

Ich wollte in Korntal-Münchingen verschiedene Dinge anschauen und habe das auch getan.
Münchingen ist ein sehr nettes Städtchen und vor allem interessant ist der Spitalhof.

Heute befindet sich darin ein Alten- und Pflegeheim sowie eine Abteilung für Betreutes Wohnen. Ich habe mir das vor Jahren mal angesehen, weil ich damals im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Demenzpflegerin ein paar Stunden tätig war. 

Es ist ein schönes Heim, das ich damals gesehen habe, wie es heute ist? Mir sagte Jemand an diesem Tag: "der eine sagt so und der andere so".
Als ich dann im Innenhof stand und meine Aufnahmen gemacht habe, hat Jemand im Haus für Betreutes Wohnen so das Radio laut gestellt, dass ich dort nicht wohnen möchte.  Ich hätte das so nicht akzeptiert, aber ich wohne ja nicht dort. 

Hier einen kleinen Einblick in das Gelände.













Wenn man schon in Münchingen ist, sollte man sich auch - wenigstens von außen - das Schloß ansehen, das in Privatbesitz ist. 

Fasziniert hat mir dieser wunderbare Ilex-Strauch .







 Bis hierher war das Wetter nicht mal so schlecht, aber, als ich dann durch Ditzingen und Höfingen in Richtung Gebersheim gefahren bin, schlug mir der Wind und der Regen derart entgegen, dass ich dachte, dass ich mir das nicht antun muß.
Kalt war es nicht mal, aber eben regnerisch und sehr windig. 
 
Also, was tun? Ich bin dann umgedreht und dachte mir, dann fährst du eben weiter nach Leonberg und schaust mal im Pomeranzengarten, was es da gibt. 
Im Pomeranzengarten  am Leonberger Schloß bin ich ja immer wieder und dort kann man schon einiges auch sehen  
 
Aber, an diesem Tage alles grau in grau und ein paar Blümchen schauten auch heraus. ich habe dann mein Rad an der Mauer geparkt und bin herumgelaufen. 
Der Garten ist etwa so groß, wie zwei Fußballfelder und immer bepflanzt.
Wie ich hier so auf der Erde krieche und fotografiere, höre ich Jemand sagen:
"Haben Sie einen Blog im Internet?" 
Ich schaute auf und da stand eine Frau mittleren Alters vor mir und begrüßte mich. 
"Ich habe das Fahrrad erkannt und dann Sie auf dem Boden liegend". 

Ich mußte lachen, man kennt mich also. :-)))
Eine Weile haben wir uns noch unterhalten, aber es tröpfelte schon wieder und wir haben uns verabschiedet.
Ein paar Blümchen habe ich aber doch abgelichtet. Wenn man bedenkt, wie es letztes Jahr hier schon geblüht hat. So kalt war es schon lange nicht mehr.

Aber dennoch habe ich dieses hübsche Blümchen gefunden.
Das ausdauernde Gänseblümchen.
Belllis perennis.
Ich denke es ist bekannt, dass das auch eine Heilpflanze ist. 
 

 Sonst gab es nur noch dem Huflattich,





 
 
Krokusse und Schneeglöckchen.
 
Alles andere schläft tatsächlich noch. Das war vor zwei Wochen, wie es jetzt aussieht, weiß ich nicht. Aber ich bin am Donnerstag auf den Killesberg geradelt und weiter, aber es war auch nicht mehr zu sehen. 
Die Tour folgt noch. 
 
Der Regen hörte auf und ich überlegte, ob ich nicht doch die Tour fahren sollte, aber es war mir zu unsicher und ich habe es auch nicht bereut. 
 
Denn in Leonberg auf dem Glemstalradweg befindet sich die Firma Reer, die habe ich noch nie beachtet, erst als ich dieses historische Feuerwehrauto gesehen habe, bin ich aufmerksam geworden.
So ein historisches Feuerwehrauto habe ich mal im Feuerwehrmuseum in Stuttgart gesehen.
Wer kennt nicht die kindersicheren Steckdosen und wer kennt nicht die Behälter zum warmmachen von Fläschen für die Babys oder die Menügläschen. Das ist die Firma Reer und das ist schwäbischer Erfindergeist. Eine richtige schwäbische Firma, die schon recht groß ist. Mal sehen, vielleicht darf ich mal eine Werksbesichtigung machen. 
Die Firma blickt auf eine recht interessante Firmengeschichte zurück.
Schwäbischer Erfindergeist, gell?!

Als ehemalige Feuerwehrlerin und Freundin und Mutter zweier Feuerwehrmänner, interessiert mich das natürlich und ich habe eine Schwäche für diese roten Autos. 




 Dann fing es schon wieder an zu regnen und ich stelle mich in einem Tunnel, durch den man in Richtung Hirschlanden fahren kann, unter. 
 
Nun ja, nee, nach Hause wollte ich noch nicht, dann entschloß ich mich doch nach Hirschlanden, das auch im Kreis liegt, zu fahren. Vielleicht erinnert sich Jemand auch noch an den Krieger von Hirschlanden, den ich auch schon erradelt habe und immer wieder dran vorbeikomme.
Dieses Mal war die Tour aber anders und des ging durch das Industriegebiet. 

...und siehe da, was stand denn hier?
 
Ein Rüst- bzw. ein Gerätewagen. Super, der war noch zugelassen und  tut noch seinen Dienst. Solche Gerätewaren sind bei der Feuerwehr da, um Geräte, die man so für Hilfeleistungen braucht, zu transportieren. 
  Zum Beispiel, um eine Hilo zu befreien. Bei der Feuerwehr spricht man kurz und bündig und Hilo ist = hilflose Person. 



Ich bin noch kurz nach Hirschlanden in das Zentrum gefahren und habe noch einen Herrn gefragt, wo denn die alten Häuser sind, die ich von früher - ich habe mal in der Nähe gewohnt - her kenne. 
Nichts, die alten Häuser werden abgerissen und die kauft ein Investor und baut neu. Ja, manchmal kann ich es aber auch verstehen. Wenn ich bedenke, Denkmal- und Ensembleschutz usw. Neue Baurichtlinien usw.
Da baut man doch schon lieber neu. 
Aber, es gibt noch ein altes Haus, hier stand früher mal ein Bauernhof und geblieben ist dieses renovierte Häuschen. Das ist das Polenhäuschen, als es noch nicht renoviert war, haben hier Polen gewohnt, die zur Feldarbeit gekommen waren. 

ich finde es gelungen renoviert, vor allem die Fenster gefallen mir richtig gut. 


 


 Ich wollte ja nach Hause, aber ich wollte auch über Hemmingen fahren, dort war ich ja schon mal und habe das Schloß usw. fotografiert. 
 Übrigens der damals geteste Fahrradsattel ist sein Geld wert. Super mit ihm zu fahren. Der Anfang war ein wenig schwer aber inzwischen möchte ich ihn nicht mehr missen.

So schön geblüht hat es nicht, wie damals und es fing schon wieder an zu regnen und ein einsamer Radler leistete mir vespernd Gesellschaft unter einem Baum. 

Klar, dass ich hier auch meinen Riegel aus der Tasche zog und auch vesperte. 
 
Es blühte aber auch hier recht schön im Schloßgarten, da muß ich unbedingt nochmals hin. Wo ich überall noch hin will, da reicht ja das Jahr nicht. Grrrr!
Laurentiuskirche in Hemmingen. 
 

 




Nach Hemmingen bin ich dann ein wenig an der Glems entlang gefahren und in Schwieberdingen dann auf den Glemstalradweg, der recht einfach zu fahren ist,
Ich hatte keine Lust mehr. 
i

 Allerdings dachte ich, fahrst du mal an der Gelbauchunke vobei, aber das war nichts los. 
Also dann weiter nach Unterrixingen und den Bunker angeschaut, der zur Neckar-Enz-Stellung gehört. Hier in der Nähe findet man sehr viele solcher Bunker und da kann ich bald noch einiges mehr berichten. 





 

Interessant auch die Frauenkirche von Unterrixingen.
Ich habe bei Graf Leutrum, dem diese Kirche gehört nachgefragt, ob ich in der Kirche Aufnahmen machen darf. Bin gespannt, was er mir zur Antwort geben wird. 

 



Übrigens, es ist nicht immer gestattet, in Kirchen zu fotografieren. Man sollte sich die Erlaubnis holen. Ich mache das immer.

Unterrixingen hat auch Gefallene zu betrauern. Diese Grabsteine schaue ich mir immer wieder an und denke an diesen gerade tobenden Krieg. 
 



Er wird noch lange dauern, weil auch keiner bereit ist, Zugeständnisse zu machen.
Es werden noch  mehr Menschen sterben und sieht man diese Grabsteine und wie jung diese Männer waren, wird es mir doch ganz anders. 

Wie wäre es denn, wenn man die Kontrahenten gegeneinander kämpfen lassen würde, so wie es früher war.  Da wäre der Krieg bestimmt schon lange vorbei.
 


Fazit der Tour:
Manchmal ist es gar nicht so schlecht, etwas zu ändern. 


Zusammenstellung:
Tour am 18.02.2023
72 Kilometer
1.895 Höhenmeter
947 Climb
948 Downhill
4,0 Stunden
Wetter: 8 Grad, windig, regnerisch und bedeckt
80 % Luftfeuchtigkeit
 


 

Ich war gestern im Rheingold in der Staatsoper, es war genial. Durch Zufall habe ich noch eine Karte bekommen.
Zwar kein prickelnder Platz, aber immerhin. 
Es war wieder doch einiges los auf der Bühne. 

Heute gehen mein Freund und ich in die Porsche-Arena.
Es gibt ein großes Musikfestival mit vielen Militärkapellen.
Ich freue mich, bislang war ich fast jedes Jahr dort.
Nun gehts wieder los nach 3 Jahren. 
Der Freund hat sich nun, auch wegen seine COPD II ein neues Rad gekauft.
Mit dem möchte er dieses Jahr eine Karwendelüberquerung mit Freunden machen.
Jetzt hat er ein neues Rad gekauft, ein M1, genial, das ist mir aber zu teuer.
Aber eine Carbon Rahmen und dann dieser Akku, da kommt man schon den Berg hoch. 

 
Je nachdem, wie das Wetter am Sonntag wird, gehts auf das Rad, aber ich glaube das Wetter macht nicht mit.
Nun, dann werde ich meinen Pulli zusammennähen.
 

 
Ein schönes Wochenende wünsche ich meinen Lesern. 

Kommentare

  1. Liebe Eva,
    wieder eine sehr schöne Tour!
    Ja, die Idee gefällt mir, warum kämpfen nicht einfach Putin und Selenski gegeneinander? Viel weniger Leid und der Krieg wäre sicher auch schon vorbei, oder wäre vielleicht gar nicht erst angefangen worden.
    Bei uns gibt es auch den ein oder anderen Bach, der im Sommer zum Teil kein Wasser mehr führt, aber im Herbst oder Winter kommt das Wasser wieder.
    Die Feuerwehr hat mich als Kind immer fasziniert, aber ich war nie dort.
    Ich wünsche Dir ein wundervolles Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    Antworten
    1. Schlecht wäre es nicht, allerdings würde ja Niemand mehr am Krieg verdienen und das gibt es doch einige, die daran verdienen.
      Super, gell!
      Liebe Grüße Eva

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  2. Hallo Eva,
    deine Tour war ja sehr abwechslungsreich und das "Polenhäuschen" gefällt mir sehr, im Erdgeschoß war vielleicht mal ein Geschäft drin, da sieht man ja so einen Rahmen.

    Vor einiger Zeit habe ich mal gelesen, dass Selenskyi mit Putin auch in den Boxring steigen würde.

    Schönen Sonntag
    Gruß
    Hannelore

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Da ich es leid bin immer und immer wieder total verquere Kommentare zu bekommen, die jeglicher Grundlage entbehren und zudem noch anonym sind, werde ich nur noch Kommentare veröffentlichen, bei denen ich auch nachforschen kann, WER das ist.
Inzwischen machen mir Hasskommentare und dergleichen absolut nichts mehr aus. Sind es doch Menschen, die selbst mit ihrem Leben nicht zufrieden sind und vor allem nicht dahinterstehen, welchen Schrott sie von sich geben, denn sonst würden sie das nicht anonym von sich geben.
Ich bin aber auch nicht darauf angewiesen, Kommentare usw. zu bekommen.
Das schreckliche ist, dass im Bloggerland die Devise gilt, schreibste mir, schreibe ich dir und vor allem immer positiv, auch wenn es der größte Schwachsinn ist.
Wie kommt man sich vor, wenn man immer dieselben Kommentare schreibt?
"Jaa, das geht ja immer!"